FLVW: Unterbrechung erst einmal bis 30. November beschlossen
Kein Fußball bis Weihnachten?

Paderborn (WB). Die Westfälischen Verbände der Hallensportarten hatten auf die steigenden Corona-Zahlen bereits reagiert, der Fußball wurde nun am Mittwoch von der Politik ausgebremst.

Freitag, 30.10.2020, 13:04 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 13:09 Uhr
Einsam wird es bis vorerst Ende November auf den Fußballplätzen: Westfalens Amateurfußball pausiert. Foto: Sylvia Rasche

„Nach den jüngsten Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung im Rahmen des Infektionsschutzes stellt der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen den Spielbetrieb in allen kreislichen und überkreislichen Jugend- und Amateurspielklassen vorerst ein. Darauf haben sich das Präsidium, die Vorsitzenden der 29 FLVW-Kreise sowie die spielleitenden Stellen aus dem Jugend- und Fußball-Ausschuss in einer Videokonferenz verständigt“, teilte der FLVW mit. Zugleich richtete sich Präsident Gundolf Walaschewski mit einem persönlichen Schreiben an die Vereine.

Die Unterbrechung trat am Donnerstag in Kraft und gilt vorerst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer der neuen Coronaschutzverordnung. Betroffen davon sind sämtliche Meisterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele. Zudem empfiehlt der FLVW, den Trainingsbetrieb sofort einzustellen“, heißt es weiter. Von Montag an ist Training im Amateurbereich bis 30. November untersagt.

Lösungen statt Verbote

Gestern fielen die Nachholspiele auf Kreisebene ebenso aus wie das Oberliga-Spiel der U21 des SC Paderborn beim ASC Dortmund. Am Wochenende hätte es in den Senioren-Ligen eine Pause geben, abgesagt wurden alle Nachholpartien und die Westfalenpokalspiele, darunter das Duell zwischen Landesligist SCV Neuenbeken und Regionalligist Preußen Münster. „Natürlich habe ich mich darauf gefreut und vielleicht wäre es noch schöner, wenn wir mit vielen Zuschauern spielen könnten. Aber mir geht es nicht um ein Spiel, ich sorge mich um die junge Generation. Was wird aus den Kindern und Jugendlichen, wenn sie keinen Sport mehr treiben dürfen? Ich bin genervt, frustriert und geschockt von den Verboten und wünsche mir Konzepte und Lösungen“, sagt Trainer Marco Cirrincione. Er geht davon aus, dass die Saison „zu 1000 Prozent zu Ende gespielt wird“, so sieht es auch Dietmar Ape, Vorsitzender des FLVW Kreis Paderborn: „Wir werden die Saison beenden, fragt sich nur wie? Es ist satzungsgemäß geregelt, dass 50 Prozent der Spiele ausreichen, um die Saison mit Auf- und Abstiegen zu werten.“

Wird die Saison verkürzt?

Ape zeigte sich von der Entscheidung, die Saison zu unterbrechen, wenig überrascht: „Das war zu erwarten. Wir tragen die Entscheidung mit, ich bin überzeugt davon, dass es die richtige ist.“ Seiner Meinung nach wird der Ball länger ruhen als bis zum 30. November. „Die Mannschaften dürfen in diesem Zeitraum auch nicht trainieren. Wenn sie dann tatsächlich am 1. Dezember wieder anfangen dürfen, dauert es 14 Tage, bis sie wieder spielfähig sind. Und dann ist Weihnachten.“ Ende Januar soll es in den ersten Ligen wieder losgehen, der letzte Spieltag ist für den 20. Juni angesetzt.

Schon früher endet die Bundesliga-Saison der U19 und U17 des SC Paderborn. Auch da ist jetzt erst mal Schluss. NLZ-Leiter Christoph Müller findet die Entwicklung für den Sport „bedauerlich, aber wir müssen bestmöglich damit umgehen“.

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