Uni Baskets Paderborn streben bei den Tübingen Tigers den zweiten Sieg an
Dschungelprüfung bestehen

Paderborn (WB/jm). Raubkatzen verstehen sie in Paderborn zu händeln. Nach der gelungenen 86:75-Dressurnummer gegen die Karlsruher Löwen soll nun am Sonntagabend (18 Uhr) im Dschungel der Tübingen Tigers die Fortsetzung folgen.

Freitag, 30.10.2020, 21:00 Uhr
Demetrius Ward und Co. fahren selbstbewusst zu den Tübingen Tigers und wollen die Dschungelprüfung bestehen. Foto: Jörg Manthey

So wie im Vorjahr, als es in der Paul Horn-Arena ein 77:75 gab. Etwa 450 Zuschauer sind dort zugelassen. Das Tübinger Ordnungsamt sowie das Gesundheitsamt des Landkreises Tübingen haben das Hygienekonzept bestätigt.

Während die Uni Baskets schon zweimal um Punkte gespielt und mithin einen gewissen Grad an Eingespieltheit und Rhythmus erreicht haben, hat die ProA-Saison für die Tübingen Tigers noch gar nicht begonnen. Am ersten Tag spielfrei, fiel die Begegnung am vorigen Samstag bei Phoenix Hagen aus. Die Mannschaft der Feuervögel musste sich nach einem Corona-Verdachtsfall in häusliche Quarantäne begeben. Mithin kommt der Gastgeber um 2,15-Meter-Kapitän Enosch Wolf, mit 30 Jahren der Senior-Tiger, ein bisschen als „Wundertüte“ daher. „Das Team ist bereit, jetzt endlich ein Spiel unter Wettkampfbedingungen auszutragen. Wir wollen spielen“, sagt Tübingens finnischer Trainer Daniel Jansson.

„Auf uns konzentrieren“

„Das wird nicht einfach“, erwartet Headcoach Steven Esterkamp eine knackige Dschungelprüfung. Er konnte per Video lediglich die Leistung zweier Testspiele als Tübinger Gradmesser auswerten. „ Wir sind etwas weiter in der Saison , die spielen dafür zu Hause. Wir wissen, was wir können. Wichtig ist, dass wir uns auf uns konzentrieren. Wir hatten eine richtig gute Trainingswoche, intensiv und diszipliniert. Dafür wollen wir uns jetzt belohnen und den nächsten Schritt machen.“

Heißt: die 20 Minuten gegen Karlsruhe, die Steven Esterkamp gut gefielen, weiter auszubauen. „Ein Spiel dauert 40 Minuten. Wir müssen es lernen, unser Konzept, unsere Philosophie über 40 Minuten durchzuziehen und dem Gegner aufzudrücken.“ Fortschritte, Lerneffekte seien erkennbar. „Wir machen jede Woche einen Schritt, wenn auch langsam“, meint der Headcoach. Was er der Jugend seines Teams zuschreibt. Das Stimmungsbarometer sei mit dem 86:75 gegen die Karlsruhe Lions gestiegen. „Ein Sieg ist immer wichtig. Für den Glauben an sich selbst, ans eigene Können.“

„Tübingen unseren Stil aufzwingen“

Esterkamp stellt die Uni Baskets auf einen Gastgeber ein, der im Tigerkäfig „eine sehr aggressive Verteidigung spielt und auch schnell in der Offense. Da müssen wir aufpassen, dass es nicht so viele Transitions gibt.“ Im Branchenjargon bedeutet eine Transition das schnelle Umschalten von Angriff auf Verteidigung oder umgekehrt. Und genauso müsse sein Team auch agieren, bloß dominanter. „Ziel muss sein, dass wir Tübingen unseren Stil aufzwingen.“

Die Tübinger beschlossen die Abbruchsaison 2019/20 auf Tabellenplatz zwölf und träumen seit dem Abstieg aus dem Oberhaus (2018) davon, den Basketball-Standort Tübingen wieder erstklassig zu machen. Nachdem der frühere Paderborner Coach Doug Spradley in der Vorsaison nach nur acht Spieltagen geschasst wurde, soll es nun Daniel Jansson richten. Eine Personalie, mit der zugleich ein Kurswechsel vollzogen wurde. Künftig will Tübingen verstärkt auf junge deutsche Perspektivspieler setzen. Eine Strategie wohl auch aus der Not geboren. In Tübingen gab es finanziell schon mal bedeutend bessere Zeiten. Mit 22,5 Jahren im Schnitt schickt der Gegner nach Ehingen (19,5) die zweitjüngste Mannschaft der Liga auf das Parkett.

Die Partie gibt es im kostenlosen Livestream auf Sportdeutschland TV zu sehen (https://sportdeutschland.tv/barmer-2-basketball-bundesliga).

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