Frauen des UFC Paderborn starten am 10. Oktober mit Heimspiel in die neue Saison
Die Münster-Jäger

Paderborn (WB/jm). Die Futsalliga West der Frauen startet am Samstag, 10. Oktober, in die neue Hallensaison. Zum Auftakt erwartet die Auswahl des UFC Paderborn, in der wegen Corona abgebrochen Vorsaison mit sieben Siegen in sieben ausgetragenen Spielen überaus erfolgreich unterwegs, das Team von Primero Club de Futsal Mülheim. Anpfiff in der Pelicaeus-Halle: 18 Uhr.

Donnerstag, 08.10.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 07:30 Uhr
Susanne Werner (rechts) hat beim UFC Paderborn ihr Traineramt abgegeben, bleibt dem Team aber als Torjägerin erhalten. Foto: Jörn Hannemann

Es wird diesmal eine überschaubare Meisterschaft: Insgesamt nur sechs Mannschaften nehmen am Regionalliga-Spielbetrieb (Ende: 20. März 2021) teil. Zum Kreis der Gegner gesellen sich der ewige Favorit UFC Münster, GTSV Essen, die Futsal Panthers Köln und Liga-Neuling TC Freisenbruch.

Werner nur noch Torjägerin

Vorjahrestrainerin Susanne „Zizou“ Werner hat ihr Amt aufgegeben. Die 29-Jährige vom TuS Sennelager zählt als Top-Torjägerin aber weiter zum spielenden Personal. Ihren Job teilt sich nun das Dreigestirn Corinna Kreylos, Carina Jacobs und Julian Kaup. Teammanager Kaup ist sowas wie Paderborns „Mister Futsal“. Der 27-Jährige darf sich DFB-Ehrenamtspreisträger nennen und hat es im Jahr 2018 in den erlauchten „DFB Club 100“ geschafft. „Münster ist der Topfavorit. Die haben eine enorme Qualität. Aber wir werden bestmöglich versuchen, die zu ärgern“, erzählt Kaup.

2015 ging hierzulande die erste Frauen-Futsal-Liga an den Start. Seither kommt der Meister immer von der Aa. Der Titel ist Jahr für Jahr Formsache. Das Attribut der Unbezwingbarkeit; Kronprinz Paderborn möchte dran rütteln. Kaup leise: „In diesem Jahr sind die mal fällig. Dafür geben wir unser Bestes. Platz eins wäre schon toll.“ Die erste Ärger-Möglichkeit steigt am 28. November (18 Uhr) in der Pelicaeus-Halle.

Erfahrung ist weggebrochen

Nun sind unter anderem Rike Tolckmitt (Ausland) und Yvonne Hansmeier (Pause) nicht mehr dabei, da ist Erfahrung weggebrochen. „Schon ein Verlust“, bekennt Corinna Kreylos. „Wir haben einige Neue, doch die haben noch nicht Futsal gespielt. Gleichwohl haben wir genug Potenzial, um wieder eine ähnliche Rolle spielen zu können wie in der vorigen Saison, denke ich. Alle Mannschaften sind schlagbar, abgesehen von Münster.“ In Münster, Keimzelle der Studenten-Nationalmannschaft, werde Futsal traditionell recht professionell betrieben. „Die haben einen breiten Kader und trainieren regelmäßig.“

Der TuS Sennelager bildet den zahlenmäßig größten Block im Kader des bunt gemixten UFC Paderborn. Corinna Kreylos (25) ist Mittelfeldspielerin beim Landesligisten. Sie mag Futsal. „Kleines Feld, schneller und dynamischer als die Draußen-Variante, Gruppentaktik und Technik haben eine gesteigerte Bedeutung. Mir macht’s richtig Spaß, mich in der Halle zu beweisen“, erzählt sie. „Und der Zusammenhalt im Team ist echt toll. Die Mädels sind alle sehr pflegeleicht.“

Keine Hallen-Vorbereitung

Nun hat es für den UFC Paderborn diesmal so etwas wie eine ernsthafte Vorbereitung auf die Hallenrunde nicht gegeben. „Wir konnten nur ein paar Einheiten absolvieren. Der Kader war zu schmal“, erklärt Julian Kaup, der auch Betreuer bei der SG Haaren/Helmern (Kreisliga A2) ist. Nach einer internen Werbeaktion sind es heuer 15, 16 Spielerinnen, die zum festen Stamm zählen. „Für zehn Spiele kriegen wir das hin. Das reicht.“

Sozusagen auf den letzten Drücker hatten die Paderbornerinnen für die Liga gemeldet, genervt von zahlreichen Spielausfällen in der abgelaufenen Saison. Da reisten Gegner einfach kurzfristig nicht an. „Wir nehmen die weite Fahrt nach Neuss auf uns, gewinnen da 37:1, und dann kommen die zwei Wochen später einfach nicht zu uns“, erzählt Corinna Kreylos.

Der wachsende Futsal-Boom, um Paderborn macht er (noch) einen Bogen. „Futsal hängt hier etwas hinterher“, gibt Corinna Kreylos zu, kennt dafür aber auch eine einleuchtende Erklärung. „Die meisten Frauen sind mit Fußball genug ausgelastet. Samstag Futsal, womöglich noch mit einer weiten Fahrt, dann Sonntag draußen in der Liga – das ist schon eine heftige Doppelbelastung.“

Die Herren des UFC Paderborn werden weiterhin trainiert von Connor Glover, der sich „draußen“ vor dieser Saison dem Landesligisten VfL Senden angeschlossen hat. Anpfiff in der Westfalenliga Ost ist am Samstag, 24. Oktober (18 Uhr). Die erste Reise führt zum FC Gütersloh Futsal. Bericht folgt.

Der UFC-Kader

Vanessa Hoischen, Joyce Pankoke, Sarah Thöne, Lena Bartmeier, Karoline Goldschmidt, Carina Jacobs, Corinna Kreylos, Marie-Luise Schumacher, Leila Friesen, Susanne Werner, Patrizia Brune, Romy Günter, Miranda Hötte, Lu Marie Ianotti, Vanessa Klein, Eva Schmitz, Mareen Walbaum, Jana Wibberg

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