Bernhard Hoppe-Biermeyer und Professor Nikolaus Risch wollen Weltspiele in NRW
Testlauf für Olympia

Paderborn (WB). „NRW macht den Weg frei für die Olympischen Spiele der Studenten!“ Diese Botschaft wünschen sich jedenfalls der heimische Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer und der ehemalige Paderborner Uni-Rektor Professor Nikolaus Risch.

Donnerstag, 24.09.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 08:34 Uhr
Der Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer (links) und der ehemalige Paderborner Uni-Rektor Prof. Nikolaus Risch diskutierten im Ahorn-Sportpark die Möglichkeiten und Chancen, die Universiade 2025 nach Nordrhein-Westfalen zu holen.

Und die Chancen dafür stehen gar nicht einmal schlecht. Vieles spricht dafür, dass die Sommer-Universiade 2025 an Rhein und Ruhr ausgetragen wird. Dass darüber auch intensiv im Kreis Paderborn gesprochen wird, liegt an Hoppe-Biermeyer und Risch, die sich beide für eine Bewerbung um die Universiade stark machen. Der eine als Sportausschussvorsitzender in Düsseldorf, der andere als ehrenamtlicher Berater und Disziplinchef des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes (adh). Zu einem Gedankenaustausch trafen sich die beiden jetzt im Ahorn Sportpark in Paderborn.

Tourismus fördern

Auch der Paderborner Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann ist überzeugt, dass die Universiade nicht nur eine gute Möglichkeit sei, den Tourismus im Land zu fördern, sondern sie helfe auch bei der Rekrutierung von Fachkräften aus aller Welt und verspräche positive Effekte auf Wirtschaft, Wissenschaft, Sport und Infrastruktur in Deutschland.

„Innerhalb der Universitäten merkt man, dass leistungsorientierte Sportangebote als Ausgleich zu der Theorie im Studiengang auch zu akademischem Erfolg führen. Die Universiade in der Region Rhein-Ruhr bietet den Studierenden nicht nur neue Eindrücke, sondern übt mit der dichtesten Hochschullandschaft in Europa einen großen Anreiz auf internationale Studierende aus, ein Semester, mehrere Semester oder bis zum Abschluss in Nordrhein-Westfalen zu studieren“, erklärt Professor Risch.

Rahmenprogramm

Hinsichtlich des Rahmenprogramms der Universiade wünscht der sich wissenschaftliche und kulturelle Begleitveranstaltungen, um den Fokus der Bildung nicht aus den Augen zu verlieren. Carsten Linnemann könnte sich vorstellen, parallel auch Jobbörsen und Wirtschaftskongresse stattfinden zu lassen.

Es wird mit etwa 10.000 Teilnehmern inklusive 2000 Betreuern aus etwa 170 Ländern gerechnet. Bernhard Hoppe-Biermeyer begründet seine Unterstützung auch damit, dass die Universiade ein Testlauf für die mögliche Ausrichtung Olympischer Spiele 2032 an Rhein und Ruhr sein könne. Viele Bedingungen seien gleich. Es werden Wettkampfstätten, Unterkünfte und Personal benötigt, allein etwa 15.000 ehrenamtliche Helfer. „Außerdem war Nordrhein-Westfalen schon seit Jahrzehnten nicht mehr Gastgeber eines international so wichtigen Sportevents“, fügt er hinzu. Die Sommer-Universiade 1989 in Duisburg war ein großer Erfolg.

Termin in den Sommerferien

Um vielen Menschen das Zuschauen zu ermöglichen, sollen die Tickets preiswert oder gar kostenlos an Schüler und Studenten abgegeben werden. Damit insbesondere junge Menschen die Wettkämpfe besuchen können, soll die Universiade während der Sommerferien stattfinden.

Ein Ziel des adh ist es, die Universiade ressourcenschonend zu organisieren, um ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit bestmöglich zu garantieren. Gemessen an anderen Mega-Sportveranstaltungen ist der Etat für die Universiade mit 160 Millionen Euro überschaubar. 85 Prozent davon sollen in der Region bleiben, beispielsweise für die Sanierung der Sportstätten oder die Unterbringung der Athleten in Hotels, weil anders als bei Olympia kein Bau eines olympischen Dorfes geplant ist.

Breite Zustimmung

Das Konzept für die Universiade wurde Ende August vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes im Sportausschuss des Landtags vorgestellt und stieß auf breite Zustimmung. Die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung stehen auch deshalb gut, weil allgemein davon ausgegangen wird, dass bei einer Bewerbung des adh sich keine andere Nation mehr um eine Ausrichtung bemühen wird.

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