Sieben-Kontinente-Lauf: 117.712 Kilometer für Europa lassen die Gesamtkilometerleistung der Serie auf 219.165 ansteigen.
Lächelnd den Globus umrunden

Paderborn  (WB/jm). Sie laufen und laufen und laufen. Tendenz: steigend. Der Sieben-Kontinente-Lauf, international als Spendenlauf ausgelobt ( www.7CRun.com ), hat nach Afrika jetzt auch Europa hinter sich gelassen.

Dienstag, 11.08.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 17:32 Uhr

Insgesamt 219.165 Kilometer haben die 12.368 Teilnehmer bis zum heutigen Tag absolviert. Die in Paderborn entwickelte virtuelle Laufserie geht vom 29. August bis 6. September in die dritte Runde. Dann soll der Kontinent Nordamerika die Massen mobilisieren.

Grundsätzlich zeigt sich Organisationsleiter Jan Braun mit dem Verlauf der sportlichen Charityaktion zufrieden. „Wir haben immer mehr Teilnehmer, die immer mehr Kilometer laufen.“ Diese Optik werde freilich getrübt von einer kontinuierlich sinkenden Bereitschaft der Laufgemeinde, freiwillig zu spenden. Bislang sind insgesamt 7665 Euro in die Projekte geflossen. Für Europa waren dies als Liboriaktion der Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter (1021 Euro) sowie die Robert-Enke-Stiftung und der Green Forest Fund (zusammen 2205 Euro).

Manche Teams verstehen die Läufe dermaßen miss als Wettbewerb, dass sie versuchen, sich mit Schummeleien in der Wertung Vorteile zu verschaffen. „Verrückt. So eine Entwicklung mussten wir leider beobachten. Da werden etwa Daten doppelt hochgeladen. Durch eine andere Programmierung werden wir solchen Mogeleien künftig einen Riegel vorschieben“, sagt Jan Braun energisch. Er wirbt dafür, den Charakter des 7CRuns nicht zu missbrauchen. „Es geht wirklich nur um Freude am Laufen und um Spenden für tolle Projekte. Darum, Gutes zu tun für Menschheit und Natur.“

Die für Europa eingebrachten sportlichen Leistungen konnten sich wieder mal sehen lassen. Initiator Jan Braun, ein Drittel des Trios „Projekt 10.000+“, kam auf 700 Duathlon-Kilometer (Laufen und Radfahren). Ultraläuferin Tanja Braun absolvierte sechs Marathons, und Skrunning-Weltmeisterin Claudia Maria Henneken gönnte sich an jedem der neun Tage einen Marathon; die halbe Distanz davon auf Inlinern. Sie hat bislang 859,96 Kilometer gesammelt; samt Wurzelbehandlung am Zahn zwischendurch.

Ein Mal die Welt umrunden

Das 7CRun-Team holte sich den zweiten Platz unter allen 53 Radmannschaften in der Rubrik „Durchschnittskilometer je Teammitglied.“ Die Kölner Equipe „Skrunning um die Welt“ mit Nina (12) und Emilia (6) Broermann schnappte sich Rang eins bei den Inlinerteams. Die beiden Jüngsten steuerten 140 Kilometer für die Spendenprojekte bei. Der Name des Teams ist Programm: „Wir haben uns beim 7CRun das ehrgeizige Ziel gesetzt, ein Mal die Welt zu umrunden“, sagt Frontfrau Claudia Maria Henneken.

Altersklassenläufer Wolfgang van Straten, der als „Blue Planet“-Teamleader an den neun Tagen 450 Kilometer lief, hatte großen Anteil daran, dass sich die Potsdamer wie schon in Afrika den Spitzenplatz in der Gesamtwertung aller 92 Laufteams sicherten.

Der Steinheimer Ludger Weinholz (76) wurde mit 228 Kilometern Gesamtzweiter der Walker. „Es ist schön zu beobachten, dass die Teams wachsen und sich in vielen Städten inzwischen über Lauftreffs organisieren“, freut sich Jan Braun. „Wie wir hier sonntags am Lippesee. Das macht Spaß.“ Und soll erleichtert werden. „Wir sind dabei, ein System zu programmieren, damit sich die Lauftreffs selber noch besser verwalten können.“ Zudem soll die lauffreie Zeit zwischen den 7CRun-Etappen mit dem Angebot eines Team-Triathlons gefüllt werden. „Damit es nicht langweilig wird.“

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