Paderborn: Die Meisterschaft mit dem SSV St. Hubertus Elsen wird wie geplant am 10. Oktober starten
Keine „Geister-Wettkämpfe“

Elsen (WB/jm). Aufatmen bei den Sportschützen des SSV St. Hubertus Elsen: Nachdem die am 10. Oktober beginnende Luftgewehr-Bundesligasaison wegen Corona zwischenzeitlich „wackelte“, soll sie nun stattfinden! Der Ligaausschuss hat sich mehrheitlich für den Saisonstart ausgesprochen.

Freitag, 10.07.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 17:22 Uhr
Die Sportschützen des SSV St. Hubertus Elsen wollen ihren Wettkampf Anfang Januar 2021 in der Luftgewehr-Bundesliga Nord möglichst wieder in der Maspernhalle durchführen.

Und zwar unter erleichterten Bedingungen. Der Plan: Jeder Verein kann selbst entscheiden, ob er seinen Heimkampf in einer großen Halle, auf dem eigenen Schießstand oder einem Landesleistungszentrum durchführen möchte. Die Elsener Schützen möchten am 10. Januar 2021 wegen der idealen Logistik gerne wieder das Sportzentrum Maspernplatz beziehen; wenn der Zweitliga-Spielplan der Baskets das zulässt. „Wir haben den Termin geblockt“, sagt der 1. Vorsitzende Markus Quickstern. „Die Halle ist einfach optimal für uns; ob Kabinen, Tribünen oder Lichtverhältnisse. Sollte nur eine begrenzte Zahl an Zuschauern erlaubt sein, lassen die sich dort am besten platzieren. Die gesetzlichen Vorgaben und das Hygienekonzept lassen sich in der Maspernhalle einfach am besten umsetzen.“

Die Halle ist optimal

Aufgrund der Corona-Krise war im Vorfeld viel diskutiert worden, und die Meinungen gingen dabei weit auseinander. Vieles war in der Schwebe. Um ein möglichst umfassendes Meinungsbild zu bekommen, befragte der Deutsche Schützenbund (DSB) seine Vereine, parallel Aktivensprecher Sebastian Höfs Reitz die Nord-Athleten. Eine Kernfrage: Aussitzen oder unter Auflagen schießen? Selbst das Szenario von Fernwettkämpfen – dabei tritt jede Mannschaft auf dem eigenen Stand ohne Gegner an – stand zur Disposition. Ein weiterer Vorschlag: Eine verkürzte Bundesliga-Saison, die an drei Wochenenden mit jeweils vier Duellen abgewickelt wird.

Die Schützen des SSV St. Hubertus Elsen – das Team bilden unverändert Seonaid McIntosh, Istvan Péni, Nadine Hochgeschurz, Denise Palberg, Dirk Steinicke, Malin Wigger, Tatjana Spies, Bastian Blos, Annemarie Röser, Lara Quickstern und Sandra Steinicke – hätten sogar „Geisterwettkämpfe“ in Betracht gezogen, um die Saison zu retten. Andere Klubs lehnten diese Variante strikt ab, sagt Markus Quickstern. Nicht nur, weil gerade die lautstarke Kulisse stets für den besonderen Charme eines Bundesliga-Schießtages bürgt. „Mancher Verein braucht den Heimkampf, um sein Budget über die Eintrittsgelder und das Catering zu finanzieren“, verrät Quickstern. „Wir haben ein etwas anderes Sponsoring-Konzept.“

Seit Ende Mai im Trainingsbetrieb

Für Spannung und Brisanz sorgt nun noch der Umstand, dass die Bundesliga bestückt wird mit Mannschaften aus mehreren Bundesländern – ob Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen oder Rheinland-Pfalz. Und jedes Bundesland pflegt bekanntlich andere Vorgaben für die Corona-Pandemie. „Das ist nun mal so“, merkt Quickstern an. „Es bleibt abzuwarten, was wir dann bei uns dürfen und woanders nicht, wenn’s losgeht.“

Seit Ende Mai sind die Hubertus-Schützen in ihrem „Wohnzimmer“, dem Schießsportzentrum Am Mühlenteich, wieder im Trainingsbetrieb. Ein Mal in der Woche. Auch in den Sommerferien wird dort durchtrainiert. Anfang August beginnt der erste von drei Teilen für die Sichtung für die Nationalmannschaft. Der SSV St. Hubertus Elsen entsendet zu dem elitären Kreis Denise Palberg, Lara Quickstern (beide Damen) und Tjark Jahnke (Junioren) in die schmucke Olympia-Schießanlage Garching-Hochbrück nördlich von München.

Bis zum 1. März abmelden

Am 25. Oktober absolviert in der Dreifachhalle Elsen die 2. Mannschaft ihren Liga-Schießtag. Der Staffelsieger der Vorsaison schießt in der 2. Bundesliga West. Die Setzliste der „Zwoten“: Malin Wigger, Tatjana Spies, Annemarie Röser, Lara Quickstern, Kai Dembeck, Maximilian Lammersen, Muriel Kemper, Chiara Topisch, Sean Smit, Jacquelyn Rappenhöner, Andreas Tasche, Tjark Jahnke, Mareike Veelmann und Daniel Butterweck.

Sollte aufgrund höherer Gewalt die Luftgewehr-Bundesliga nach dem Start abgebrochen werden müssen, werden alle bis zu dem Zeitpunkt durchgeführten Wettkämpfe gestrichen, und die Liga wird im Folgejahr in derselben Zusammensetzung neu beginnen. Sollte ein Verein nicht mehr teilnehmen wollen, kann er sich ohne Sanktionen bis zum 1. März der ausgesetzten Saison abmelden.

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