Tischtennis: Spielerin aus Krefeld verstärkt Damen-Regionalligisten TTV Hövelhof
Ying-Ni Zhan ist die neue Nummer eins

Hövelhof (WB/jm). Der TTV Hövelhof rüstet sich für die kommende Regionalligasaison.

Montag, 11.05.2020, 21:00 Uhr
Die Krefelderin Ying-Ni Zhan führt den Aufsteiger TTV Hövelhof in der Tischtennis-Regionalliga als neue Nummer eins an.

Nach dem Durchmarsch in die dritthöchste deutsche Spielklasse – bereits der fünfte Aufstieg in Folge – hat Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier eine gebürtige Chinesin als neue Galionsfigur gewinnen können: Die Krefelderin Ying-Ni Zhan (31) wird das junge Team mit Melinda Maiwald (14), Hannah Pollmeier (16) und Sarah Löher (18) anführen. Stefanie Graute und Paula Brock stehen als „Ersatz“ bereit.

Ying-Ni Zhan spielt auf Bundesebene, seit sie 16 ist. In OWL hat sie schon als 18-Jährige beim Erstligisten Bad Driburg und später in Rödinghausen aufgeschlagen. Die Regionalliga West kennt sie bestens. In den zurückliegenden drei Jahren trat sie im oberen Paarkreuz des Anrather TK RW auf. Der schnitt zwar diesmal mit nur einem Sieg in 14 Partien als Tabellenletzter ab, doch mit einer 27:9-Bilanz in den Einzeln nahm Hövelhofs Neue den sechsten Rang in der Liga ein. Teamchef Klaus-Dieter Borgmeier freut sich: „Das passt. Ich kenne sie ewig und drei Tage. Der Kontakt ist nie abgerissen. Jenny, das ist ihr Spitzname, war ein Riesentalent im Nachwuchsbereich, hat als Jugendliche auf europäischer Ebene Spitzenplätze belegt. Sie wird eine der Topleute in der Regionalliga sein.“

Im erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft

Ying-Ni Zhan kam als Zehnjährige nach Deutschland. Im Nachwuchsbereich gewann sie 2004 und 2007 die DM-Titel im Einzel, wurde Dritte der Mädchen-EM 2007. Als Erwachsene gehörte sie der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Köln und dem erweiterten Kreis der deutschen Nationalmannschaft an. Die Planung sieht vor, dass die 31-Jährige nur zu den Spielen „eingeflogen“ wird.

Mit dieser Verpflichtung erfüllte Borgmeier auch einen großen Wunsch seines Teams und dessen Eltern. Alle zeigen sich angetan. „Jenny wird trotz ihres eingeschränkten Trainingsumfangs unsere Kleinen sicher mitziehen“, beteuert Borgmeier. „Würde sie ernsthaft trainieren, könnte sie auch in der 2. Liga mithalten.“

„Es geht ganz klar nur um den Klassenverbleib“

Gleichwohl dämpft der TTV-Macher unrealistische Erwartungen. „Wir sind von den Punkten her die schwächste Mannschaft der Liga. Und irgendwann ist die Leistungsgrenze unserer Mädchen auch erreicht. Es geht ganz klar nur um den Klassenverbleib.“ Zumal er mit einer größeren Staffelstärke von elf, zwölf Mannschaften rechnet. „Das dürfte der Verband durch einen vermehrten Abstieg wieder regulieren wollen.“

Wann es in Hövelhof mit einem geregelten Trainingsbetrieb weitergeht; Borgmeier zeigt sich trotz aller Lockerungen skeptisch. „Ich bin echt überrascht, wie schnell die jetzt alles aufmachen, und habe meine Bedenken. Ich hoffe, dass Corona uns keinen Strich durch die Rechnung macht.“

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