Paderborn Dolphins: Verband verordnet Zwangspause wegen Corona
Football in NRW ruht bis vorerst 15. April

Paderborn  (WB/jm). Der American Football-Verband Nordrhein-Westfalen hat weitreichende Akut-Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Vorerst bis zum 15. April finden demnach keinerlei Verbandsaktivitäten statt. Heißt: Alle Liga- und Freundschaftsspiele sind ab sofort abgesagt, ebenso alle Scrimmages. „Wir sind schon etwas geschockt“, gibt Jason Irmscher zu, der Vizepräsident der Paderborn Dolphins.

Freitag, 13.03.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 13.03.2020, 05:02 Uhr
Schwarzsehen oder nicht? Ob die Regionalligasaison für die Dolphins wie geplant Ende April beginnen kann, ist nach der Entscheidung des Footballverbandes NRW aktuell nebulös. Foto: Jörg Manthey

Für den Klub bedeutet dies, dass die zwei geplanten Vorbereitungsspiele gegen die Lippstadt Eagles (29. März) und Rüsselsheim Crusaders (5. April) nicht stattfinden können. „Wir prüfen Nachholtermine. Möglich, dass wir den OWL-Bowl gegen Lippstadt in die lange Sommerpause verlegen“, überlegt Irmscher. Die Maßnahme des Verbandes kann er grundsätzlich verstehen. „Es kommen viele Leute zu den Spielen, da ist eine Ansteckungsgefahr immer gegeben. Und die Gesundheit unserer Spieler, Coaches, Betreuer und Fans hat absolute Priorität.“

Landesmeisterschaft im Cheerleading abgesagt

Des weiteren empfiehlt der NRW-Verband, alle mehrtägigen Trainingslager abzusagen. Auch die für den 21. März geplante Jahreshauptversammlung des American Football-Verbandes NRW sowie die für den 4. April geplante Landesmeisterschaft im Cheerleading und Dance sind abgesagt.

Wie Verbandspräsident Peter Springwald berichtet, werde sich der Verbandsspielausschuss am 21. April „zur Neubewertung der aktuellen Lage“ treffen.

Mannschaft trainiert normal weiter

Möglich, dass sogar die Austragung der Regionalligasaison gefährdet ist. Meisterschaftsauftakt für die Dolphins wäre am Sonntag, 26. April, mit einem Heimspiel gegen die Troisdorf Jets. „Wir können nichts anderes tun als abzuwarten. Die Mannschaft trainiert normal weiter. Wir bereiten uns so vor, als ob der Kickoff planmäßig Ende April erfolgt“, erzählt Dolphins-Präsident David Schmidtmann, der ebenfalls Verständnis für die Entscheidung des Verbandes aufbringt. „Es ist grundsätzlich richtig, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Pandemie einzudämmen. Da sind auch wir Vereine mit in der Pflicht.“

Auswirkungen auf den Saisonverlauf sind heute noch nicht absehbar. Sollte aber der schlimmste Fall eintreten, die Absage der kompletten Serie, „hätte das für uns extremst bedrohliche Auswirkungen. Da müssen wir uns nichts vormachen“, unkt David Schmidtmann. Um die bereits entstandenen Kosten zu decken, seien die eingeplanten Einnahmen von Zuschauern, Merchandising und Catering unverzichtbar fürs Budget. „Drastische Spaßmaßnahmen auf der Kostenseite wären die Folge“, spricht Schmidtmann von einem „Fiasko für den Verein“.

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