Paderborner SC geht ersatzgeschwächt in den letzten Doppelspieltag PSC will Erster bleiben

Paderborn (WB/jm). Das Teilnehmerfeld beim „St. James Place Canary Wharf Classic“ (8. bis 13. März) ist elitär. Bei dem prestigeträchtigen Turnier im East Wintergarden in London starten unter anderem Ali Farag, Simon Rösner, Diego Elias, Joel Makin, James Willstrop, Daryl Selby und Raphael Kandra. Nun führen diese sieben Weltklassespieler zugleich die Kaderliste des Squash-Bundesligisten Paderborner SC an, folglich werden sie den Spitzenreiter der Nordstaffel am letzten regulären Doppelspieltag nicht unterstützen können.

Lucas Wirths wird auch an diesem Wochenende alles geben, damit Titelverteidiger Paderborner SC als Nord-Erster in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft geht.
Lucas Wirths wird auch an diesem Wochenende alles geben, damit Titelverteidiger Paderborner SC als Nord-Erster in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft geht. Foto: Henning Angerer

Eine bedauerliche, weil womöglich nicht ganz folgenlose Geschichte. Sollte am Samstag (14 Uhr) beim Tabellenletzten L.A. Squasher Harsefeld-Stade wohl nichts anbrennen, so droht Paderborns „zweitem Anzug“, der in dieser Formation noch nie zusammenspielt hat, tags darauf am letzten Spieltag beim Verfolger Krefeld im Falle eines 0:4 oder 1:3 der Sturz vom Thron. Gastgeber SC Turnhalle Niederrhein rangiert nur zwei Zähler hinter dem Primus und kann im „Endspiel“ um Platz eins fast seine Bestbesetzung aufbieten. Dem PSC reicht aber schon ein Sicherheitspunkt, ein verlorenes Unentschieden, um die Spitze zu verteidigen und so beim „Final Four“ in Hamburg einem Halbfinale gegen den ungeschlagenen Südmeister Black & White Worms zu entgehen. Wunschgegner wäre mithin der Süd-Zweite Güdingen.

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Wir freuen uns, dass Olli uns unterstützt.

Anna Wedegärtner

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Der PSC setzt für das finale Bundesliga-Wochenende unter anderem auf einen alten Bekannten: den „Flying Finn“ Olli Tuominen. „Wir freuen uns, dass Olli uns in dieser wichtigen Phase unterstützt“, sagt Geschäftsführer­in Anna Wedegärtner. Da ein Großteil seiner Weltklassespieler nicht zur Verfügung steht, greift der PSC erstmals auf den ehemaligen finnischen Profi zurück, der im Mai 2019 bei den Montpellier Open als 69. der Weltrangliste sein Karriereende verkündet hatte und beim PSC Listenplatz zwölf innehat. Der 40-jährige amtierende Landesmeister sowie Einzel-Europameister von 2012 wird hinter dem Schweizer Vizemeister Dimitri Steinmann (WRL 60) an Position zwei antreten und gemeinsam mit Lucas Wirths und Tobias Weggen, der wohl den kurzfristig erkrankten Lennart Osthoff ersetzt, um ein Happy End kämpfen. Eine Option für Position eins im Spitzenspiel könnte eventuell noch Nicolas Müller sein. Der Schweizer Einzelmeister (WRL 36) ist allerdings zugleich die Nummer eins auf der Reserveliste des „Wharf Classic“ in London. Sollte ein Spieler aus dem 24er-Feld noch absagen müssen, rückt Müller als Erster nach.

Verfolger Krefeld ohne Castagnet

Allein die erstmalige Qualifikation für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft am 15. und 16. Mai im Sportwerk Hamburg ist der größte Erfolg in der vierjährigen Bundesligazugehörigkeit des SC Turnhalle Niederrhein. Paderborns überraschend pro-blemloser 4:0-Hinspielsieg (12:0 Sätze) hat für Sonntag keinerlei Aussagekraft mehr. Dem Kontrahenten fehlt aufgrund des Turniers in London aber ebenso sein bester Spieler, Mathieu Castagnet aus Frankreich (WRL 22). Landsmann Baptiste Masotti (WRL 41) und der Ungar Balazs Farkas (WRL 111) könnten an den Toppositionen spielen. Abdel Rahman Ghait, Max Baum oder Janosch Thäßler warten auf Wirths und Weggen.

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