Handball-Verbandsliga: HSG Altenbeken/Buke kann TSG Harsewinkel lange ärgern
Tolles Spiel mit „falschem“ Ergebnis

Altenbeken  (WB). So wie am Samstag in der Altenbekener Schulsporthalle, so stellt man sich einen gelungen Handballabend vor. Das Verbandsliga-Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten HSG Altenbeken/Buke und Spitzenreiter TSG Harsewinkel hatte alles, was der geneigte Zuschauer sehen möchte. Für den heimischen Fan nur nicht das „richtige“ Ergebnis. Die HSG unterlag im Gipfeltreffen mit 29:32 (wir berichteten).

Dienstag, 11.02.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 18:08 Uhr
Augen zu und parallel passen: Vier Harsewinkeler Deckungsspieler sind zu viel für Pascal Richter. Foto: Markus Schlotjunker

Somit wuchs der Vorsprung der TSG auf stattliche zehn Punkte an. Glückwünsche zum Aufstieg, die auch HSG-Trainer Jan Schwensfeger schon ausrichtete, wollte Harsewinkels Tobias Fröbel zehn Spieltage vor Ende der Saison aber (noch) nicht annehmen. „Wir wollen noch vier-, fünfmal siegen, damit wir Ende März durch sind“, erklärte der gebürtige Elsener Fröbel.

„Harsewinkel ein bisschen cleverer“

„Harsewinkel ist einfach in der Breite besser aufgestellt. Wenn wir am Kreis Florian Weißelstein sowie im Rückraum Nerdin Vunic dabei gehabt hätten und Felix Bahrenberg nicht schon so früh verletzt ausgeschieden wäre, hätten wir vielleicht eine Chance gehabt. Gegen die TSG muss schon zu 100 Prozent alles passen. Die Harsewinkeler sind zudem ein bisschen cleverer“, resümierte Schwensfeger, der die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte für entscheidend ansah.

Als die herum waren, hatten die Gäste einen 8:2-Lauf von 15:14 auf 23:16 hingelegt. Dieser Sieben-Tore-Rückstand war für den Gastgeber letztlich zuviel, um den Primus noch richtig in Bedrängnis bringen zu können. Vor allem dank der Fehler der HSG im Aufbau- und Angriffsspiel kamen die Gäste immer wieder zu schnellen Gegenstößen, die auch alle erfolgreich abgeschlossen wurden. „Tempohandball ist unser Spiel, wenn wir über die erste oder zweite Welle kommen. Im gebundenen Spiel haben wir dagegen unsere Probleme. Da müssen unsere teilweise noch jungen Spieler ruhiger werden“, merkte Fröbel an.

Umstrittene Szenen

Bei so einem intensiv geführten Spiel, in dem 60 Minuten lang alle Spieler jederzeit in Bewegung waren und es etliche Zweikämpfe gab, sind die Auswirkungen letzterer sowie deren Beurteilungen durch die Schiedsrichter diskutabel. In der ersten Halbzeit gab es zwei umstrittene Szenen. Bei der ersten prallte Bahrenberg bei einer Abwehraktion mit einem Gegenspieler zusammen, kam zu Fall und knallte mit dem Kopf auf den Boden. „Das muss ich mir noch auf dem Video anschauen“, hielt sich Schwensfeger kurz nach der Partie mit einem Urteil zurück. Es war dann aber doch eher ein unglücklicher Zusammenprall.

In der zweiten Szene sah es so aus, als ob Harsewinkels Malik St. Claire nachschlägt. „Das sah komisch aus“, meinte Schwensfeger. „Malik will eigentlich nach dem Ball schlagen, der aber in dem Moment schon weg ist, und wischt deshalb ins Leere“, erklärte Fröbel.

In Hälfte zwei blieb bei einem Zweikampf, den Malte Werning zwar erfolgreich abschloss, aber dabei unfair angegangen wurde, ebenfalls die Strafe aus. Die bekam dann aber Werning wegen Meckerns. Da hätte sich manch einer mehr Fingerspitzengefühl der Referees gewünscht.

Spannende „Crunchtime“

Denn es war nach Sieben-Tore-Rückstand aus Gastgebersicht Mitte der zweiten Hälfte in der „Crunchtime“ dann doch nochmal richtig spannend. HSG-Keeper Thomas Stennes parierte einige Bälle, seine Vordermänner zwangen den Spitzenreiter ins ungeliebte Positionsspiel, und schon bekam die TSG Probleme. Hätte sich Altenbeken/Buke nicht seinerseits Fehlwürfe geleistet, wäre der Ausgleich oder mehr möglich gewesen. Schwensfeger versuchte jedenfalls alles, um die Offensive in Schwung zu halten. So wechselte der HSG-Trainer erst Benedikt Goesmann (Comeback neun Monate nach seinem letzten Spiel für das Verbandsliga-Team) ein, brachte dann Pascal Richter für Jannik Grebe auf Rückraum Mitte und wurde mit drei Toren von Richter für diese Entscheidung belohnt. Der Kampf der Gastgeber blieb dagegen ohne zählbaren Lohn. Aber trotz des intensiven Spiels vor zahlreichen Zuschauern, die lautstark ihre Mannschaften anfeuerten, zollten am Ende sowohl Harsewinkels Fröbel als auch HSG-Trainer Schwensfeger dem Gegner ihren Respekt.

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