Fußball-Landesliga: Zufriedenheit in Westenholz, Probleme in Hövelhof Von fantastisch bis enttäuschend

Westenholz/Hövelhof (WB). Gemessen an ihren Saisonzielen sind die Trainer der beiden heimischen Fußball-Landesligisten SuS Westenholz und des Hövelhofer SV mit einer durchaus unterschiedlichen Gefühlslage in die Winterpause gegangen.

Von Ingo Tschiersch
Wie immer: Patrick Kosfeld führt die Westenholzer Torjägerliste nach den ersten 18 Spieltagen mit acht Treffern an.
Wie immer: Patrick Kosfeld führt die Westenholzer Torjägerliste nach den ersten 18 Spieltagen mit acht Treffern an. Foto: Jörn Hannemann

Für Peter Berhorst zählt in seinem ersten Jahr auf der Bank des SuS sportlich nur der Klassenerhalt. Und mit Platz neun sowie neun Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz sind die Westenholzer, die im vergangenen Jahr nur mit viel Mühe die Klasse hielten, auf dem besten Weg, ihr Ziel zu erreichen. Schwieriger gestaltet sich da die Situation beim Hövelhofer SV, denn der hat sich nach Platz neun in der Vorsaison eine tabellarische Verbesserung zum Ziel genommen. Davon ist der HSV als Elfter aber drei Ränge und immerhin sieben Punkte entfernt. Entsprechend enttäuscht ist Trainer Björn Schmidt.

SuS Westenholz

Nach bitteren 90 Minuten im Kreispokal in Neuenbeken und dem Aus in der ersten Runde erwischte Westenholz in der Liga einen richtig guten Saisonstart. Nach vier Siegen und drei Unentschieden musste der SuS erst am achten Spieltag erstmals dem Gegner die Punkte komplett überlassen. „Nach 18 Spielen ziehe ich ein positives Fazit, denn es hat niemand damit gerechnet, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison bereits 24 Punkte haben. Teilweise haben wir fantastische Spiele abgeliefert“, meint Berhorst. Dabei spielt er vor allem auf die Partien gegen Bruchmühlen (4:1), Eidinghausen-Werste (7:2), Brakel (2:2), Peckeloh (3:0) und Holsen (3:2) an. „Da haben wir mit richtig viel Tempo gespielt und viele Tore geschossen“, meint der Coach, der dem SuS mit Co-Trainer Steffen Höber auch in der kommenden Saison zur Verfügung steht. Wieder einmal war die mannschaftliche Geschlossenheit ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Westenholz. Dabei freut sich Berhorst auch über die Entwicklung der jungen Spieler. Er nennt hier Sören Hilgers, der es geschafft hat, sich zum Stammspieler zu entwickeln, sowie Bastian Voß und Jannik Klas, die noch bei den A-Junioren eingesetzt werden können, aber bereits Auftritte in der Landesliga feiern durften.

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Teilweise haben wir fantastische Spiele abgeliefert.

Peter Berhorst

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Die Mannschaft konnte ihre tolle Form jedoch nicht bis in den Dezember retten. „Vor Weihnachten ist uns die Luft ausgegangen. Wir hatten Probleme wegen vieler verletzter Spieler und die Trainingsbeteiligung war aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr so hoch wie zuvor. Der Akku war leer“, sagt der Trainer, der wie sein Vorgänger Wilfried Neuschäfer davor warnt, nachzulassen: „Geben wir keine 100 Prozent, sind wir nicht konkurrenzfähig. Wir sollten nun so schnell wie möglich die für den Klassenerhalt nötigen Punkte holen, denn am Ende der Serie warten mit Nieheim, Maaslingen und Espelkamp sehr schwere Gegner und da sollten wir möglichst schon sicher durch sein.“

Hövelhofer SV

Ganz andere Sorgen hat der Hövelhofer SV, denn ihn trennen aktuell nur zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. „Wir sind mit unserer Punkteausbeute natürlich nicht zufrieden. Nach der erfolgreichen Anfangsphase der Saison hat sich bei uns Bequemlichkeit eingeschlichen. Wir hatten das Gefühl, dass wir jedem Gegner überlegen sind, da wir zunächst auch bei weniger guten Spielen wie gegen Beckum und Bruchmühlen gepunktet haben. Daher waren wir anschließend in vielen Partien zu nachlässig“, sagt Trainer Björn Schmidt, der am Ziel festhält.

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Wir sind mit unserer Punkteausbeute natürlich nicht zufrieden.

Björn Schmidt

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Neben dem Kopfproblem verweist er auf die zahlreichen Verletzten. „Dadurch, dass wir nicht mehr jede Position doppelt besetzen konnten, fehlte es im Training an Konkurrenzkampf. Und wer im Training keine 100 Prozent gibt, schafft dies dann auch sonntags nicht“, meint der Hövelhofer Coach. Er bemängelt zudem, dass viele Spieler in den Partien zu früh abgeschaltet hätten, dadurch vermeidbare späte Gegentore gefallen und eigene Großchancen leichtfertig vergeben worden seien. So seien die Gegner oftmals gedanklich weiter gewesen als der HSV. „Ich weiß, dass wir bei weitem nicht bei 100 Prozent sind und das gibt mir die Hoffnung, dass wir in der Rückserie noch einiges an Leistung draufpacken können“, so Schmidt, der sich dafür eine gute Vorbereitung mit komplettem Kader wünscht.

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