Nach Yasmin Kwadwo schließt sich auch ihre Schwester Keshia der Trainingsgruppe von Thomas Prange an LC Paderborn wird noch schneller

Paderborn  (WB). Der LC Paderborn wird, wie berichtet, ab Januar 2020 mit Yasmin Kwadwo (TSV Bayer 04 Leverkusen) eine weitere Topsprinterin der deutschen Spitze in seinen Reihen begrüßen dürfen – und damit nicht genug. Vor dem 30. November, dem Ende der Wechselfrist in der Leichtathletik, steht fest, dass auch die jüngere der beiden sprintstarken Kwadwo-Schwestern, Keshia, in der kommenden Saison im roten LC-Dress an den Start gehen wird!

Zwei schnelle Schwestern, zwei Olympiakandidatinnen: Keshia Kwadwo (links) und Yasmin Kwadwo sprinten ab 2020 im Dress des LC.
Zwei schnelle Schwestern, zwei Olympiakandidatinnen: Keshia Kwadwo (links) und Yasmin Kwadwo sprinten ab 2020 im Dress des LC. Foto: imago

Die angehende Bundespolizistin, aktuell in Kienbaum, wechselt vom TV Wattenscheid an die Pader. Die 20-jährige steht ihrer großen Schwester in punkto Erfolg in nichts nach. Auch sie kann bereits zahlreiche internationale Erfolge verbuchen. Gemeinsam mit Jennifer Montag (Bayer Leverkusen), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Lisa Nippgen (MTG Mannheim) lief die gebürtige Bochumerin in diesem Sommer zu Gold bei den U23-Weltmeisterschaften im schwedischen Gävle.

„Ich denke, dass das eine gute Zusammenarbeit wird.“

Keshia Kwadwo blickt ihrer sportlichen Zukunft durchweg positiv und professionell entgegen: „Ich erhoffe mir durch die Zusammenarbeit mit Thomas Prange eine bessere Zukunft. Mein primäres Ziel ist es, verletzungsfrei und gesund durch die kommende Saison zu kommen. Dann wird sich, denke ich, schon das ein oder andere ergeben. Ich bin sehr dankbar, dass der LC Paderborn mir entgegenkommt und versucht, meine Wünsche und Träume für nächstes Jahr zu erfüllen. Ich denke, dass das eine gute Zusammenarbeit wird.“

Ebenfalls vom TV Wattenscheid 01 wechselt Hürdensprinterin Monika Zapalska (25) zum LC. Die weilt bereits seit einigen Wochen im Training in Paderborn und hat sich der Trainingsgruppe von Thomas Prange und Kathi Panitz angeschlossen. Mit einer starken Bestzeit von 13,21 Sekunden über die 100-Meter-Hürden, 11,71 Sekunden über die 100 Meter flach und mehreren DM-Medaillen mit der Wattenscheider Staffel ist auch sie eine sprintstarke Unterstützung für den Verein. „Seit Jahren stagniert meine Leistung. Es musste eine Veränderung her. An erster Stelle war es mir wichtig, einen guten Trainer zu finden, der mich nach vorne bringen kann. Und das ist Thomas Prange“, sagt Monika Zapalska. „Ich vertraue ihm bei dem, was er macht und glaube, er kann mir helfen, mich zu verbessern. Wir arbeiten viel an meinen Schwachstellen, was für mich wichtig ist, um besser zu werden und mich weiterzuentwickeln. Es fühlt sich gut an, und es macht auf jeden Fall Spaß.“ Zudem freut sich der LC Paderborn, dass Topsprinterin Tatjana Pinto ihrer Erfolgsheimat auch im Olympiajahr treu bleibt. Neben Pinto bleibt auch der Rest des Bronze-Staffelquartetts aus Berlin, Chantal Butzek, Alina Kuß und Janina Kölsch, dem LC erhalten.

Peter Emelieze holte 2016 DM-Bronze

Neben den erfolgreichen Damen wird 2020 Peter Emelieze (ASV Köln) für den Paderborner LC an den Start gehen. Der gebürtige Nigerianer, seit 2016 deutscher Staatsbürger, weist eine Bestzeit von 10,18 Sekunden über die 100 Meter auf und holte 2016 DM-Bronze. Er trainierte schon in früheren Jahren gemeinsam mit Thomas Prange und wird sich ihm für die kommende Saison erneut anvertrauen.

Das Team Prange bekommt zusätzlich Zuwachs durch die beiden Mindener Marvin Ortmann (TSV 1860 Minden/wir berichteten) und Maximilian Busse (TuS Eintracht Minden) sowie Julius Gerke vom TSV 09 Twiste und Isabel Bierwirth vom Bremer LT/TuS Komet Arsten. Busse konnte bereits in der Jugend (U16) den Deutschen Meistertitel im Block Wurf (2015) für sich verbuchen und weist mit 7,26 Metern eine bereits beachtliche Bestleistung im Weitsprung auf.

LC-Geschäftsführer Woischner von der Trainerqualität überzeugt

LC-Geschäftsführer Ulrich Woischner ist überzeugt von der Trainerqualität in Paderborn: „Im Laufe der Jahre spricht sich natürlich herum, über welche Trainerqualität der LC Paderborn verfügt. Besonders mit dem Sprintgespann Thomas Prange und Kathi Panitz versteht sich der LC Paderborn als Magnet, Sprinterinnen und Sprinter an die Sportstadt Paderborn zu binden. Ich bin besonders stolz darauf, dass die hervorragende Arbeit sich über NRW und die Grenzen hinaus positiv herumgesprochen hat“, so Woischner.

Auch im Mehrkampf- und Lauf-Bereich bekommt OWLs größter Leichtathletikverein Zuwachs. Von der LG Kreis Gütersloh wechselt Katharina Trapphoff in die Mehrkampfgruppe von Wladimir Diesendorf, der im kommenden Jahr auch weiter Simon Büthe betreuen wird. Jana Hoffmann (LG Unterlüß Faßberg Oldendorf) und Noah Kluwe (TV Bad Driburg) werden die Trainingsgruppe um LC-Vorsitzenden Michael Krusemark verstärken. Bereits seit einem Jahr trainiert Finja Berenbrinker (TSV Schloß Neuhaus) unter Mittelstreckentrainer Tim Raabe und konnte hier schon die ersten nationalen und regionalen Erfolge verzeichnen. Ab Januar 2020 starten sie dann offiziell im LC-Trikot. „Wir sind für den Sommer gut aufgestellt und wollen den Vereinsrekord mit der 4 x 100-Meter-Staffel angreifen“, freut sich auch der seit November wieder hauptamtliche Trainer Thomas Prange – eine Kooperation mit den Baseballern der Untouchables macht’s möglich – nach einer „Findungsphase“ auf die neue Herausforderung.

LC-Vorsitzender Krusemark freut sich besonders für den Sprintbereich

„Dass sich in diesem Jahr neben einigen starken Nachwuchsathleten auch viele leistungsstarke Athleten dem LC Paderborn anschließen, bestätigt mich, dass wir mit unserem Gesamtkonzept im Verein in die richtige Richtung gehen. Die Athleten sind aus eigenen Stücken an unseren Verein herangetreten. Für sie waren in den meisten Fällen vor allem unsere hervorragenden Rahmenbedingungen ausschlaggebend“, erklärt LC-Vorsitzender Michael Krusemark. „Ich freue mich, dass wir nun besonders im Sprintbereich für das Olympiajahr 2020 sehr stark aufgestellt sind und hoffe, dass neben Tatjana Pinto auch weitere Athletinnen und oder Athleten auf den Olympiazug aufspringen können. Auch unser eigener Nachwuchs, der nun punktuell verstärkt werden konnte, wird sicherlich im kommenden Jahr von sich hören lassen.“

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