Die »Herren der Ringe« gewinnen 44:15 und klettern auf Platz fünf SG Paderborn feiert Oberligaverbleib

Paderborn (WB). Jubel bei den Turnern der SG Paderborn: Der entscheidende Oberliga-Wettkampf bei der SG Langenei-Kickenbach/Gleidorf – es ging um Abstieg oder Klassenverbleib – konnte gewonnen werden und zwar unerwartet deutlich. 44:15 Punkte standen am Ende des Tages für Paderborn auf dem Board.

Die Turner der SG Paderborn bejubeln den mit dem fünften Platz verbundenen Oberligaverbleib, von links. Moritz Brüggemann, Felix Pott, Marcel Jörgens, Alejandro Peters, Marc Lemperle, Thomas Kirchhoff und Dominik Kürpick.
Die Turner der SG Paderborn bejubeln den mit dem fünften Platz verbundenen Oberligaverbleib, von links. Moritz Brüggemann, Felix Pott, Marcel Jörgens, Alejandro Peters, Marc Lemperle, Thomas Kirchhoff und Dominik Kürpick.

Somit veredelte die SG Paderborn ihren Kampfgeist vom Vorwochenende, als sie Tabellenführer und Oberligameister TSV Kierspe durchaus zu ärgern wusste und beim 26:38 zwei wichtige Gerätepunkte holte. Teamchef Felix Pott hatte seine Crew zuvor eingeschworen: »Lasst uns Kierspe an ein paar Stellen piksen.«

Seniorturner Thomas Kirchhoff am Boden mit einer zwar recht einfachen, aber fehlerfreien Übung; Marcel Jörgens, der seine Leidenschaft unzähliger Längsachsendrehungen im Salto in Perfektion auslebte, und Marc Lemperle bauten das Punktekonto auf 9:4 Zähler aus. Thomas Kirchhoff (12,80) und Dominik Kürpick (12,75) erturnten danach Bestwerte – 13:18. Es folgte der Sprung. Hier wurde dank Marcel Jörgens (3 Scorepunkte) und Marc Lemperle (3) ein weiterer Stich gesetzt. Der zweite Gerätepunkt ging mit 6:5 an die Paderturner. Auch an den letzten beiden Geräten Barren und Reck brauchten sie sich trotz Niederlage nicht zu verstecken und sicherten sich insgesamt sieben Scorepunkte.

Sieben Paderborner gegen einen Gegner in Bestbesetzung

Dieses erfreuliche, weil unerwartet gute Ergebnis weckte Motivation und Kampfstärke für den Entscheidungswettkampf in Gleidorf. Die klare Botschaft: »Wir werden im Sauerland siegen!« Obgleich die Reise einmal mehr dezimiert, mit nur sieben Aktiven, angetreten werden musste. Dort traf die SG Paderborn auf einen Gegner in Bestbesetzung. Gleichwohl kalkulierte sie mit einem realistisch erscheinenden Sieg. Die ersten beiden Geräte entpuppten sich als sportlicher Schlagabtausch auf Augenhöhe; auch deshalb, weil die beiden stärksten Paderborner Turner jeweils unfreiwillig auf der Bodenfläche saßen. Trotz dieser Schreckmomente konnten die vier Bodenspezialisten das Gerät knapp mit 6:4 Scorepunkten für sich entscheiden.

Am Lieblingsgerät läuft es wie aus dem Lehrbuch

Am Pauschenpferd schenkten sich die beiden Mannschaften nichts und teilten sich ebenbürtig die Gerätepunkte – 10:8 für Paderborn. Die Hoffnungen, sich an den Ringen ein kleines Punktepolster zu erturnen, kristallisierten: Am Lieblingsgerät lief es wie aus dem Lehrbuch. Mit vier starken Übungen setzten die Paderturner ein Ausrufezeichen und entschieden dieses Gerät mit 12:2 Punkten für sich – der Startschuss des Pader-Expresses, der von nun an unaufhaltsam durchs Sauerland rollte!

Aufgrund der verbesserungsfähigen Gerätevoraussetzungen am Sprung kam der Gast hier über ein 4:4 nicht hinaus. Das war nicht weiter tragisch, da der Sprung nicht unbedingt zu den Paderborner Stärken zählt. Der Barren wiederum schon! Doch dieses Gerät war auch eines der stärksten der Gleidorfer. Die SG, wie im Rausch, erturnte mit vier bärenstarken Übungen ein 7:1. Dadurch war die Führung mittlerweile auf 33:15 angewachsen.

Nun galt für die Domstädter nur noch ein Motto: Ruhe bewahren und konzentriert durch das schwächste Gerät der Riege kommen, das Reck. Doch auch hier sollte es alles andere als knapp werden. Mit vier fantastischen Übungen und zementierten Abgängen unterstrichen die Paderborner abermals, dass sie in dieser Liga konkurrenzfähig sind. Mit 11:0 Scorepunkten am Reck zeigten sie ihre gute Verfassung und gewannen den Wettkampf unter dem Strich mehr als verdient mit 44:15 Punkten. Dank vier gewonnenen Geräte und zweier Unentschieden gelang es der Mannschaft sogar noch, mit 4:8 Zählern auf den fünften Platz der Abschlusstabelle zu klettern und TZ Bochum-Witten II zu überholen.

"

Ich bin sehr sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft.

Felix Pott

"

Ein versöhnliches Ende, wie Teamchef Felix Pott meinte: »Ich bin sehr sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Klar war es dieses Jahr keine einfache Saison für uns. Mit so vielen Ausfällen ist es schwer, in der Oberliga zu überleben. Aber wir haben uns gut an die Gegebenheiten angepasst und letztendlich unser Ziel erreicht. Ich hoffe allerdings, dass noch so eine Saison mit dermaßen viel Personalproblemen vorerst nicht mehr eintreffen wird.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7089773?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2352966%2F2514646%2F