Handball: Landesligist TSV Schloß Neuhaus gewinnt viermal in Folge Der Aufsteiger genießt die Serie

Schloß Neuhaus (WB). Mit dem 25:20 bei der HSG Petershagen/Lahde schafften die Handballer von Landesliga-Aufsteiger TSV Schloß Neuhaus am Freitag den vierten Sieg in Folge und können bei jetzt 8:4 Punkten und Platz fünf den fünf bis Jahresende noch anstehenden Spielen zuversichtlich entgegensehen.

Von Markus Schlotjunker
Er spielt nur noch bis Mitte Dezember für den TSV Schloß Neuhaus und geht dann ins Ausland: Felix Schuster.
Er spielt nur noch bis Mitte Dezember für den TSV Schloß Neuhaus und geht dann ins Ausland: Felix Schuster. Foto: Markus Schlotjunker

Zum Beginn schaute es für Schloß Neuhaus in der neuen Klasse noch anders aus. Sowohl das Landesliga-Premierenspiel daheim gegen den TuS SW Wehe wie auch die Partie auswärts beim TuS Gehlenbeck wurden verloren, wobei insbesondere die erste Halbzeit in Gehlenbeck, als die Schlossherren 5:16 zurücklagen, schmerzte. Inzwischen hat sich der Neuling aber akklimatisiert. »Das ist uns überraschend schnell gelungen. Wir haben gesehen, dass wir die Körperlichkeit und die Kaderbreite haben, um in dieser Liga zu bestehen«, sagt TSV-Trainer Michael Steffan, der 8:0 Punkte in Serie natürlich genießt. Bis Weihnachten sollen noch so viel Punkte wie möglich geholt werden, um im neuen Jahr und der Rückrunde Ruhe zu haben.

Das Ziel, sich im Mittelfeld zu platzieren, scheint durchaus möglich. »Eine Niederlage wird es auch wieder geben, ob das diesen Samstag gegen den Vorletzten Bünde-Dünne oder eine Woche später beim Tabellenführer Bad Salzuflen passiert, spielt keine Rolle. Es wird uns nicht aus der Spur bringen«, ist sich Steffan sicher, der die Liga für sehr ausgeglichen hält. Bis auf den Spitzenreiter, der in einer anderen Klasse spiele, in der sich der TSV nicht bewege, meint Stefan. Seine Mannschaft sei aber so gefestigt, trete so selbstsicher auf und habe so eine gute Einstellung, dass es ihm eine Freude sei, berichtet der Coach. »Bei manch anderem Aufsteiger wären nach einem 0:4-Start wohl die Köpfe nach unten gegangen«, sagt der Trainer.

Schuster-Trio wird gesprengt

Ein Mann sei für die Motivation sehr wichtig: der Kapitän. Steffan kann sich auf Fabian Schuster voll verlassen. »Fabian ist ein echter Leader, der die Mannschaft mitreißen kann. Er ist die Verbindung nach außen und füllt die Position hervorragend aus«, lobt Steffan. Fabian hat noch zwei Brüder: Felix und Dominik. Dieses Dreigestirn hat relativ viele Spielanteile, was Steffan etwas abfedern möchte: »Wir wollen unser Spiel schon auf mehrere Schultern verteilen und es breiter machen.« Das wird er auch müssen, denn mit Felix wird einer des Triumvirats nur noch bis Mitte Dezember für den TSV spielen und dann ins Ausland gehen.

Da der Kader des Aufsteigers aber so groß ist, wird Steffan schon etwas austüfteln, um den Abgang zu kompensieren. So schlug auch die Positionierung vom früheren Linksaußen Nico Kuhlenkamp auf Rückraum Mitte voll ein. Noch ein Beispiel ist Torwart Mattis Lippe, der jetzt den zuvor überragenden Ruben Süß ablöste und sich in seinen ersten Landesliga-Minuten als starke Alternative anbot. Überhaupt ist die Defensive das große Plus beim TSV. In den vergangenen vier siegreichen Partien ließ Schloß Neuhaus im Schnitt nur 22,75 Gegentore zu. Im Angriff lebt der TSV zurzeit laut Steffan noch zu sehr von der individuellen Klasse der Schuster-Brüder. »Da werden wir beim Training in Kleingruppen weitere Konzepte einzustudieren«, berichtet der TSV-Coach, dem etwas anderes sehr gefällt: »Gehen wir in Führung, ist uns der Sieg nicht mehr zu nehmen.« Das gilt es nun in den nächsten beiden Partien, die von der Konstellation nicht unterschiedlicher sein könnten, zu beweisen. Aber egal wie die ausgehen, der TSV ist auf dem richtigen Weg.

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