Fußball-Oberliga: Quirlige Paderborner Profileihgabe muss nach Gerangel vom Platz
Gueye glänzt erst und sieht dann Rot

Paderborn (MH). Bis zur 40. Minute war die Schlagzeile schon geschrieben: »Dank Profileihgabe Babacar Gueye schlägt die U21 des SC Paderborn 07 die Hammer SpVg.« Am Ende hieß es 4:2 (3:1) – trotz einer Roten Karte gegen Gueye in der 41. Minute.

Montag, 04.11.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 12:00 Uhr
Gut 40 Minuten machte Profi-Leihgabe Babacar Gueye (links) ein starkes Spiel. Dann sah er die Rote Karte. Foto: Mark Heinemann

»Wir machen Hamm stark. Heute ist es gut gegangen. Aber die Rote Karte ist dumm. Das geht nicht«, ärgerte sich SCP-II-Trainer Michél Kniat. Paderborns Reserve war gegen den Tabellenletzten in Halbzeit eins hocheffektiv. Das lag auch an Gueye. Nachdem die Gäste einen Kopfball abgegeben hatten (10.), machte der 24-jährige Angreifer erstmalig den Unterschied aus. Nach einem langen Ball von Dominik Bilogrevic ließ Gueye alle stehen und umspielte auch noch Hamms Torwart Ivan Mandusic. Statt den Ball selbst auf das Tor zu spielen, legte er uneigennützig für Drilon Demaj auf, der zum 1:0 traf (16.).

Auch Angriff zwei saß. Marcel Hilßner legte quer auf Bilogrevic, der aus zentraler Position einnetzte (20.). Das 3:0 leitete wiederum Gueye ein. Er steckte für Ioannis Tsingos durch, der in der Mitte Sebastian Woitzyk fand. Paderborns rechter Verteidiger schob ein (25.). »Babacar ist sehr dynamisch. Bis zur Roten Karte hat er super gespielt«, urteilte Kniat. Zuvor hatte sich bereits die SCP II-Defensive einen Bock geleistet. Jan Luca Rumpf brachte Bilogrevic mit seinem Pass in Bedrängnis. Patrick Franke spurtete dazwischen, war frei vor SCP-II-Keeper Leon Brüggemeier und markierte den Anschluss (31.).

In Folge eines Fouls an Bilogrevic ließ sich Gueye auf ein Gerangel ein. Schiedsrichter Florian Exner zeigte ihm wegen eines Griffs an den Hals glatt Rot (41.). Paderborn erhielt nach der Pause den nächsten Nackenschlag. Brüggemeier rutschte ein harmloser Schuss von Niklas Sewing durch die Arme (49.), alles schien wieder offen. »Der Rest war Mentalität. Die Jungs haben gekämpft und sich belohnt«, lobte Kniat. Hendrik Mittelstädt machte noch das 4:2 (90.+4.).

Statistik

SC Paderborn II: Brüggemeier – Woitzyk, Driller, Rumpf, Reineke – Bilogrevic, Sieben (82. Muharemovic) – Tsingos (59. Mittelstädt), Hilßner (73. Agnew), Demaj (67. Czok) - Gueye

Tore: 1:0 Demaj (16.), 2:0 Bilo­grevic (20.), 3:0 Woitzyk (25.), 3:1 Franke (31.), 3:2 Sewing (49.), 4:2 Mittelstädt (90.4.)

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