Fußball-Bezirksliga: 21 der 31 Spieler in Mastbruchs Kader entstammen eigener Jugend
Die DJK bleibt besonders

Mastbruch (WB/en). Die DJK Mastbruch ist und bleibt ein besonderer Fußball-Bezirksligist. 31 Spieler umfasst der Kader von Trainer Roberto Busacca, 21 davon entstammen der eigenen Jugendarbeit. Wo andere Klubs mit einem Euro mehr locken, hat die DJK einen Teamgeist zu bieten, der seinesgleichen sucht.

Donnerstag, 08.08.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 09:54 Uhr
Die Neuzugänge der DJK Mastbruch (hinten von links): Trainer Roberto Busacca, Ole Bremer, Dennis Tegethoff, Co-Trainer Jörg Brückner, (vorne von links) Lukas Kanzlsperger, Jonas Kell und Moritz Berger.

»Wir werfen nicht mit Geld um uns, sondern setzen auf echte Mastbrucher und holen nur mal den einen oder anderen externen Neuen, um für etwas frischen Wind zu sorgen«, sagt Busacca. Die Eigengewächse, die in dieser Saison eingebaut werden sollen heißen Lukas Kanzlsperger und Moritz Berger. Während Letztgenannter aufgrund eines dreimonatigen USA-Aufenthalts erst zur Rückrunde zur Verfügung stehen wird, verbindet Bu­sacca mit dem 19-jährigen Kanzlsperger schon jetzt große Hoffnungen: »Lukas ist ein junger, großer Linksfuß, der über eine tolle Spielübersicht verfügt und garantiert seinen Weg machen wird.« Über die drei externen Neuen Jonas Kell (SV GW Anreppen), Dennis Tegethoff (SC GW Espeln), und Ole Bremer (SV Heide) sagt der Trainer: »Die helfen uns sportlich weiter, sind aber vor allem menschlich echte Granaten. Sonst hätten wir sie aber auch gar nicht erst verpflichtet.«

Mit Mastbruch ist zu rechnen

Die Auftritte in der Vorbereitung und in den beiden Kreispokalpartien lassen darauf schließen, dass mit der DJK auch in dieser Saison zu rechnen ist. Vor allem mit dem 4:1-Erfolg in der zweiten Runde beim PSV Stukenbrock-Senne zeigte sich Busacca sehr einverstanden, und so kann er sich eine kleine Spitze in Richtung des SV Heide nicht verkneifen: »Dort so zu bestehen, wie wir es getan haben, ist keine Selbstverständlichkeit. Das hat aus unserer Liga bekanntlich nicht jeder geschafft.« Zur Einordnung dieser mit einem Augenzwinkern versehenen Aussage: Der SV Heide Paderborn ist in Runde eins mit einer 7:8-Niederlage nach Elfmeterschießen am ambitionierten A-Liga-Aufsteiger gescheitert.

Busacca traut zwölf Teams »alles« zu

Mit dem dezent überarbeiteten Kader geht der Fünfte der vergangenen Saison ein bekanntes Ziel an: wieder Fünfter werden – mindestens. »Wir wollen diese Platzierung bestätigen. Ich gehe aber davon aus, dass das schwieriger wird als in der Vorsaison. Da gab es mit Nieheim eine Übermannschaft. Jetzt sehe ich bis zu zwölf Teams, denen ich von Platz eins bis zwölf alles zutraue«, sagt Busacca. Sein besonderes Augenmerk gilt dem auf dem Transfermarkt ausgesprochen aktiven Post TSV Detmold sowie dem SV Heide Paderborn, dem SV Dringenberg sowie SCV Neuenbeken, wobei er mit Blick auf den Vizemeister auch anmerkt: »Die Neuenbekener sind jetzt zweimal in Folge in der Aufstiegsrelegation gescheitert. Da muss man mal sehen, wie die das verkraftet haben.«

In den Vergleichen mit den Topmannschaften der Staffel 3 darf die DJK auch in dieser Spielzeit wieder auf ihren Ausnahmeangreifer Julius Brinkmann setzen, der in der vergangenen Saison allein 38 der 87 Mastbrucher Treffer erzielt hat. Auch dem Topstürmer bleibt der Teamgeist wichtiger als der eine oder andere Euro mehr, den er in höheren Ligen problemlos verdienen könnte. Dabei sagt der Trainer über den 22-jährigen Torgaranten sogar: »Abgesehen von Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn fällt mir im Kreis Paderborn keine Mannschaft ein, in der Julius nicht eine sehr, sehr gute Rolle spielen könnte.«

Das Personalbuch

Zugänge: Jonas Kell (SV GW Anreppen), Dennis Tegethoff (SC GW Espeln), Ole Bremer (SV Heide Paderborn), Lukas Kanzlsperger, Moritz Berger (eigene Jugend) Abgänge: Benni Riedel (rückt als Torwarttrainer ins Trainerteam) Kader ohne Zugänge: Lukas Raspel, Timo Leifeld, Tim Wycisk, Joel Plaßhenrich, Niklas Fischer, Moritz Seifert, Yannick Fuchs, Marius Seifert, Dennis Fortak, Niklas Hagen, Torben Hartmann, Niklas Leppich, Denis Inschakov, Filipe de Ramos Pereira, Dennis Kuhlmann, Thorsten Peters, Louis Schulte, Erik Brückner, Jan Kell, David Kremin, Dominik Malossek, Steffen Klesser, Sven Kröger, Mario Sternik, Tim Heggemann, Julius Brinkmann. Trainer: Roberto Busacca (6. Jahr)

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