Bezirksliga: Delbrücker SC II hat sich bewusst für einen kleinen Kader entschieden
»Die Uhren stehen wieder auf Null«

Delbrück  (WB/MH). Nach dem Aufstieg ist es stets die gleiche spannende Frage: Wohin geht die Reise? Für die U23 des Delbrücker SC sind in der Bezirksliga, Staffel 3, beide Richtungen möglich.

Samstag, 03.08.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 13:00 Uhr
Die Neuen der Delbrücker U23 um Trainer Benjamin Braune (links) und »Co« Daniel Mehlich (rechts), von links: Nick Penner, Phillip Pfeiffer, Jabil Diri und Leonard Gockel. Foto: Mark Heinemann

»Wir haben eine junge Mannschaft. Wenn der Start holprig wird, kann auch die Saison so werden. Andererseits könnten wir durchstarten, wenn wir direkt in einen Lauf kommen. Unser Saisonziel ist, möglichst frühzeitig nichts mehr mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben«, beschreibt Trainer Benjamin Braune die beiden Ex-treme, zwischen denen sich der Delbrücker II bewegt. Klar ist: Der formidable Aufstieg ohne Niederlage, mit 80 Punkten aus 28 Spielen sowie 100:21 Toren ist Geschichte. »Ich habe den Jungs damals gesagt, dass sie die Zeit genießen sollen. Mit Beginn der Vorbereitung stehen die Uhren wieder auf Null, und der Aufstieg zählt nicht mehr. Wir müssen uns alle wieder neu beweisen.«

»Wir sind kein Team, das abwartet und mauert«

Das gelte für jeden einzelnen Spieler im 20-Mann-Kader ebenso wie für das taktische System, das Braune und Co-Trainer Daniel Mehlich in der Vorbereitung verfeinert haben. »Wir weichen nicht von unserer offensiven Spielweise ab. Wir sind kein Team, das abwartet und mauert. Wir agieren gerne hoch und sind aktiv. Wir wollen den Ball haben, aber trotzdem kompakt verteidigen.«

Das verlangt ein hohes Maß an Konzentration und Laufbereitschaft, um etwa nicht in Konter zu laufen. »Unsere Gegner werden abgeklärter sein als mancher A-Ligist. Speziell die Teams aus den Kreisen Höxter und Lippe kann ich derzeit noch nicht einschätzen. Wichtig ist einfach, dass wir auf uns schauen«, betont Braune.

Verstärkung aus dem Westfalenligakader

Mit den genannten 20 Spielern ist der Kader nicht sonderlich breit aufgestellt, was für den 32-Jährigen aber kein Problem darstellt. »Ich hätte einen doppelt so großen Kader aufbauen können, weil so viele Anfragen da waren. Wir wollten den Kader nicht nur auffüllen. Es ist unser Weg, überwiegend mit jungen Spielern zu arbeiten, die eine Option für die erste Mannschaft sein können. Es sind ein paar dabei, die das Potenzial haben«, so Braune. Verteidiger Matthias Halfmann hat den Sprung vor der Saison geschafft. Weitere sollen folgen. Jabil Diri (Suryoye Paderborn) ist der einzige externe Neuzugang. »Er hat Landesligaerfahrung und wird uns helfen«, ist Braune sicher. Dazu werden regelmäßig Spieler aus dem Westfalenligakader in der U23 auflaufen. »Die Absprachen sind getroffen. Das läuft«, bestätigt Braune. Zum Auftakt hat der DSC II direkt einen Mitaufsteiger vor der Brust. Im Heimspiel kommt um 13 Uhr die SG Hiddesen-Heidenoldendorf auf den Kunstrasen Laumeskamp. Es wird das erste Signal, wohin die Reise für die U23 geht.

Das Personalbuch

Zugänge: Leonard Gockel (DSC U19), Phillip Pfeiffer (DSC U19), Nick Penner (DSC U19), Jabil Diri (Suryoye Paderborn)

Abgänge: Matthias Schulte (Karriereende), Matthias Halfmann (1. Mannschaft)

Kader ohne Neuzugänge – Tor: Hauke Ahlers, Maximilian Vlachos. Abwehr: Tobias Austerschmidt, Raphael Meiß, Nico Leifeld. Mittelfeld: Jonas Aydin, Jannik Diederichs, Artin Kahraman, Phillip Schütte, Leon Brinkmeyer, Bager Ogan, Hendrik Hermelingmeier, Daniel Weinberg. Sturm: Sahin Kurt, Christian Ilia, Rasheed Saad

Trainer: Benjamin Braune

Co-Trainer: Daniel Mehlich

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