3:28 – Dolphins verlieren auch das Rückspiel gegen die Assindia Cardinals
Eine harte Landung

Schloß Neuhaus (WB). Mindestens das Spiel gewinnen und idealerweise auch noch den direkten Vergleich für sich entschieden – mit diesen hohen Zielen sind die Paderborn Dolphins in das Gipfeltreffen der Regionalliga West gegen die Assindia Cardinals gegangen und ganz hart gelandet.

Montag, 08.07.2019, 05:00 Uhr
Die Offensivabteilung der Paderborn Dolphins kommt im Spitzenspiel gegen die Assindia Cardinals (3:28) kaum zu Zug. Hier wird Sören Griese unsanft gestoppt. Foto: Elmar Neumann

Nach dem 14:28 in der Hinrunde musste sich das Team von Coach »JJ« Fayed den Essenern auch beim Wiedersehen klar geschlagen geben. Diesmal hieß es vor der Saisonrekordkulisse von 1300 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion sogar 3:28.

Paderborn Dolphins - Assindia Cardinals 3:28

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  • Die Paderborn Dolphins verlieren das Regionalliga-Spitzenspiel gegen die Assindia Cardinals vor 1300 Zuschauern mit 3:28. Foto: Elmar Neumann
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»Wir fahren dahin, um zu gewinnen und um denen die erste Heimniederlage beizubringen«, hatte Gäste-Trainer Sherman »DJ« Anderson angekündigt und für dessen Cardinals nahm die bedeutende Begegnung von Beginn an den gewünschten Verlauf. Gleich in der ersten Angriffssequenz des Spiels leistete sich die Paderborner Offensive um Quarterback Kyle Faunce eine Interception und so stand es, die Partie hatte kaum begonnen, bereits 0:7. »Das hat uns richtig getroffen. Damit war das Momentum sofort auf Seiten der Essener und so richtig haben wir uns von dem Rückschlag nicht mehr erholt«, sagte der 2. Vorsitzende Jason Irmscher. Stattdessen legte der neue Tabellenführer weitere Zähler nach und stellte auf 0:14, ehe Heiko Bals per Fieldgoal die ersten und letzten drei Paderborner Punkte auf das Scoreboard bringen sollte. Aber noch vor der Halbzeitpause setzten die Essener mit Touchdown Nummer drei den nächsten Wirkungstreffer. Die Frage nach dem Sieger war spätestens nach zwei folgenschweren Szenen im dritten Viertel beantwortet: Zunächst fand Faunce in aussichtsreicher Lage nur einen gegnerischen Spieler in der Endzone, dann stellte der Gegner mit der anschließenden Angriffswelle auf 3:28.

Hier zeigt jetzt niemand mit dem Finger auf den anderen.

JJ Fayed

Dabei blieb’s und noch im obligatorischen Huddle kurz nach dem Spiel wurde aus den Reihen der Defense heftige Kritik an der Darbietung der Offense laut. Diesen Anflug gegenseitigen Zerfleischens erstickte Fayed jedoch zum frühstmöglichen Zeitpunkt. »Hier zeigt jetzt niemand mit dem Finger auf den anderen. Wir gewinnen als Team und wir verlieren als Team«, betonte der Trainer. Natürlich mangelte es den Offensivbemühungen an der nötigen Effizienz, aber Irmscher und Fayed gaben zu bedenken, wie es um die Personalsituation der Dolphins bestellt ist: »In unserer O-Line war heute ein einziger Starter dabei. Alle anderen Jungs waren Back-ups. Das ist gegen ein Top-Team wie Essen natürlich eine alles andere als vorteilhafte Ausgangslage.« Da nützt es auch nichts, dass auf der anderen Seite des Feldes Receiver Miguel-Marvin Kleinschmidt sein Comeback feierte und als eine der wenigen Offensivkräfte eine erfreuliche Zahl gelungener Aktionen verbuchen konnte.

Die Dolphins sind jetzt von OWL-Rivale Bielefeld abhängig

Weitaus weniger erfreulich ist nun die veränderte Ausgangslage im Titeldreikampf. Die Dolphins müssen hoffen, dass die Bielefeld Bulldogs am vorletzten Spieltag (24. August) in Essen gewinnen, um eine Woche später mit einem sehr hohen Derbysieg in Bielefeld das jetzt beinahe unmöglich Erscheinende doch noch möglich zu machen. »Wir haben es leider nicht mehr selbst in der Hand und brauchen auch eine große Portion Glück«, sagte Irmscher. Aber zu hart wollte er den geschlagenen Ligadritten nicht kritisieren: »Für das erste Jahr nach dem Abstieg aus der GFL2 verkaufen wir uns gut. An dem Urteil ändert auch diese klare Niederlage gegen extrem starke Essener nichts.«

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