800 Zuschauer sehen den Delbrücker 2:0-Sieg gegen den SV BW Atteln Delbrück jubelt spät

Von Timo Schäfers

Da ist das Ding: Nach dem 2:0 über den SV BW Atteln freut sich Westfalenligist Delbrücker SC über den Pokalsieg.
Da ist das Ding: Nach dem 2:0 über den SV BW Atteln freut sich Westfalenligist Delbrücker SC über den Pokalsieg. Foto: Agentur klick

Thüle (WB). Favoritensieg im Finale des Krombacher-Kreispokals. Vor 800 Zuschauern auf der Sportanlage in Thüle machte der SV BW Atteln dem großen Favoriten Delbrücker SC das Leben sehr schwer, musste sich letztendlich aber mit 0:2 (0:0) geschlagen geben.

»Wir freuen uns über diesen Titel, auch wenn sich die ganz große Freude über den Kreispokalsieg bei einem Westfalenligisten natürlich in Grenzen hält. Das Wichtige für uns ist, dass wir am Westfalenpokal teilnehmen dürfen, wir werden feiern«, kündigte DSC-Coach Detlev Dammeier kurz nach Abpfiff an.

Die Mannschaft des ehemaligen Bundesligaprofis musste gegen den SV Atteln bis zur 82. Minute zittern, dann besorgte der überragende Patryk Plucinski per Strafstoß die 1:0-Führung für den Westfalenligisten. Attelns Patrick Wöhning hatte zuvor DSC-Außenverteidiger Christian Volmari im Strafraum ungeschickt zu Fall gebracht. »Hätten wir den Gegner einfach bis zur Grundlinie abgelaufen, wäre nichts passiert. Das war ein klarer Elfmeter«, gab SVA-Trainer Frank Ewert fair zu. »Ich bin sehr stolz auf die Jungs, sie haben Delbrück kaum zur Entfaltung kommen lassen. Die Enttäuschung ist aber natürlich riesig, wenn man so nah dran ist«, sagte Ewert, der in der Nachspielzeit mitansehen musste, wie seine Mannschaft von den Delbrückern ausgekontert wurde. Zoltan Pataki schob das Spielgerät letztlich zum 2:0-Endstand über die Linie (90.+3).

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Ich bin sehr stolz auf die Jungs.

Attelns Trainer Frank Ewert

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Speziell in der ersten Halbzeit hatte aber auch Atteln einige Möglichkeiten. Der Bezirksligist präsentierte sich laufstark und aggressiv in den Zweikämpfen, was die Delbrücker durchaus vor einige Probleme stellte. Die erste Großchance gehörte aber dennoch dem Favoriten, der nach einer halben Stunde im Anschluss an einen Freistoß nur die Latte traf (30.). Kurz darauf hatte auch der SVA den Torschrei auf den Lippen, doch der auffällige Andre Mader schlenzte den Ball knapp über die Latte. So stand’s zur Pause 0:0.

Timo Becker vergibt, Patryk Plucinski trifft zur Führung

Delbrück kam dann besser aus der Kabine und hätte durch Sergio Pinto, der an Attelns Keeper Daniel Mantasl scheiterte (58.), und Zoltan Pataki, der aus zwei Metern über das Tor köpfte (67.), in Führung gehen müssen. Der SVA kam nach dem Seitenwechsel nur einmal gefährlich vor den Kasten von Daryoush Hosseini, doch Timo Becker fand im DSC-Torwart seinen Meister (65.). So fiel die Entscheidung erst in den letzten zehn Minuten. »Das ist dann auch einfach die Qualität einer Mannschaft wie Delbrück, die die Chancen irgendwann nutzt«, bilanzierte Ewert, der gemeinsam mit seiner Mannschaft nach Abpfiff von den mitgereisten Fans aus dem Altenautal minutenlang gefeiert wurde.

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