2. Basketball-Bundesliga: Starke Teamleistung führt zu klarem 91:70 über Baunach Baskets verschaffen sich Luft

Paderborn (WB). Was für eine Erleichterung bei den Uni Baskets: Am 17. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga gewannen die Paderborner nach vier Heimniederlagen in Folge deutlich mit 91:70 (44:30) gegen die Baunach Young Pikes und verschafften sich damit Luft im Tabellenkeller. Kapitän Ivan Buntic freute sich im Anschluss über eine »überragende Teamleistung«.

Von Timo Schäfers
Mit vollem Einsatz zum wichtigen Heimerfolg: Paderborns Luca Kahl (links) muss sich gegen Baunachs Nicholas Tischler durchsetzen. Am Ende gewinnen die Uni Baskets gegen den Tabellenvorletzten deutlich mit 91:70.
Mit vollem Einsatz zum wichtigen Heimerfolg: Paderborns Luca Kahl (links) muss sich gegen Baunachs Nicholas Tischler durchsetzen. Am Ende gewinnen die Uni Baskets gegen den Tabellenvorletzten deutlich mit 91:70. Foto: Agentur Klick

Die Ausgangslage war vor der Partie klar: Eine Niederlage durften sich die Baskets gegen das jüngste Team der Liga keinesfalls erlauben, ansonsten hätte ein ungemütlicher Jahresauftakt gedroht. Und die Baunacher machten den Paderbornern das Leben vor 1434 Zuschauern im Sportzentrum Maspernplatz zunächst schwer. Mit viel Tempo und spektakulären Angriffsaktionen forderten die Young Pikes die Baskets sehr, die ihrerseits aber gut dagegenhielten und mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung ins zweite Viertel gingen (20:18).

In diesem stellte die Mannschaft von Headcoach Uli Naechster die Weichen dann ganz klar auf Sieg. Mit starker Verteidigung und einem 14:0-Lauf setzten sich die Gastgeber bis zum Ende der ersten Halbzeit klar ab (44:30). »In der Pause haben wir den Jungs gesagt, dass es noch 0:0 steht. Wir wollten die Spannung hochhalten«, berichtete Naechster, dessen Ansprache Wirkung zeigte. Seine Schützlinge machten auch nach dem Seitenwechsel stark weiter und zogen bis auf 22 Punkte davon (68:46). Die Baunacher bewiesen dann aber Moral und kämpften sich im Schlussabschnitt noch einmal auf zwölf Zähler heran (75:63), wirklich gefährlich wurden sie den Baskets aber nicht mehr. »Wir mussten über die gesamte Spielzeit hinweg konzen­triert bleiben, Baunach hat uns immer gefordert«, so Naechster, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die jedes Viertel für sich entschied, zufrieden war: »Wir haben über 40 Minuten unseren Gameplan umgesetzt. Ich bin stolz auf den Auftritt meiner Mannschaft. Ich denke, dass dieser Sieg richtungsweisend dafür ist, was wir in der zweiten Saisonhälfte im Stande sind zu leisten.«

Seiferth erzielt 20 Punkte

Aus einer starken Teamleistung ragten die beiden Topscorer Martin Seiferth (20 Punkte, 5 Rebounds), Grant Benzinger (19 Punkte, 8 Rebounds) sowie Eigengewächs Luca Kahl (10 Punkte, 5 Rebounds, 6 Assists) heraus. Letzterer zeigte sich nach dem sehnlichst erwarteten Heimsieg erleichtert: »Es ist ein gutes Gefühl für uns, dass wir endlich mal wieder zuhause gewonnen haben und bewiesen haben, dass wir es noch können. Für mich persönlich ist das Spiel auch super gelaufen, Baunach scheint mir einfach zu liegen.« Neben Kahl war mit Hasan Demirbas ein weiteres Paderborner Talent mit dem Abend im Sportzentrum hochzufrieden. Der 18-Jährige durfte in der Schlussphase erstmals ProA-Luft schnuppern. Für Finn Fleute verlief der Samstag dagegen alles andere als nach Plan: Der Youngster verletzte sich beim Aufwärmen bei einem Zusammenstoß mit Ivan Buntic und musste ausgerechnet an seinem 19. Geburtstag kurzfristig passen.

Die Baskets haben ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge durch ihren siebten Saisonsieg auf sechs Zähler ausgebaut und haben sich zudem den direkten Vergleich gegen Baunach gesichert. Damit haben sich die Ostwestfalen zunächst einmal den größten Abstiegssorgen entledigt. Da die direkten Konkurrenten aus Gelsenkirchen und Tübingen zeitgleich Niederlagen hinnehmen mussten, kletterten die Paderborner gar auf Rang zwölf. Der Rückstand auf die Play-off-Ränge beträgt lediglich zwei Siege. Diesen können die Baskets am kommenden Freitag bei den Artland Dragons weiter verringern und dürften sich in Niedersachsen über lautstarke Unterstützung freuen. Der Fanclub Maspernpower wird mit einem Fanbus anreisen.

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