Paderborn Dolphins verlieren auch hier Heimspiel gegen Bonn 27:33 – es wird immer enger

Paderborn (WB/en). Die Paderborn Dolphins rutschen immer tiefer in den Abstiegskampf der German Football League 2 Nord. Der Vizemeister 2016, jahrelang für seine Heimstärke gefürchtet, verlor im Hermann-Löns-Stadion gegen die Bonn Gamecocks mit 27:33 (14:17), blieb zum sechsten Mal in Serie sieglos und verabschiedete so die Gäste aus dem Keller.

Daniel Greitens erwehrt sich der Angriffe der Bonner Verteidiger.
Daniel Greitens erwehrt sich der Angriffe der Bonner Verteidiger. Foto: Elmar Neumann

»Wenn wir gewonnen hätten, wäre es wohl ein Vierkampf um den Ligaver­bleib geblieben. Jetzt sind die Bonner aber aus meiner Sicht auf der sicheren Seite und wir spielen zusammen mit dem Tabellenletzten Lübeck und dem Vorletzten Essen die zwei Absteiger aus«, sagte der Vereinspräsident David Schmidtmann zur prekären Lage .

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Leider haben sich die Jungs zu viele Fehler geleistet.

David Schmidtmann

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Prekär – das trifft sowohl auf die Tabellen- als auch auf die Personalsituation zu. Die Partie gegen Bonn sahen sich Quarterback Justin Gomez und Wide Receiver Dominic Gröne nur verletzt von der Seitenlinie aus an. Gomez’ Job übernahm Grönes Receiver-Kollege Cameron Richmond. Der versuchte auf ungewohnter Position viel, lief selbst zu zwei Touchdowns und doch reichte es nicht zum dritten Saisonsieg. »Wir hätten diese Bonner auch ohne Justin besiegen können oder besiegen müssen, doch leider haben sich die Jungs einfach viel zu viele Fehler geleistet und unnötige Strafen gefangen«, sagte Schmidtmann.

Nach einem 0:10 verkürzten Richmond und Heiko Bals (Extrapunkt) auf 7:10. Die Kombination aus Markus Hachenberg (Touchdown) und Bals (Extrapunkt) stellte vor der Pause den Anschluss zum 14:17 her. In Hälfte zwei führten die Gamecocks dank eines Fieldgoals mit 20:14, ehe Richmonds zweiter Touchdown und der Extrapunkt von Marc Schröder den Dolphins die erste und einzige Führung des Nachmittags ermöglichten. Die Gäste aber blieben davon unbeeindruckt, zogen sogar auf 33:21 davon und nahmen den Touchdown des Ex-Bielefelders Max Nolte zum Endstand ganz gelassen zur Kenntnis.

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Die Spiele gegen Lübeck und in Essen sind Endspiele für uns.

David Schmidtmann

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Die Dolphins haben nun zwei Wochen Zeit, um sich von der neuerlichen Niederlage zu erholen. Dann, am Sonntag, 30. Juli, kommt es im Hermann-Löns-Stadion zum bislang wohl wichtigsten Saisonspiel, dem Duell mit dem Ligaletzten Lübeck Cougars. Wie Vizemeister Paderborn ist auch der Vorjahresvierte aus dem hohen Norden mit völlig anderen Erwartungen in diese Saison gegangen. Das 14:27 gegen die Rostock Griffins am Samstag war aber schon gleichbedeutend mit der achten Niederlage im zehnten Spiel. »Keine Frage, dieses Spiel und das Auswärtsspiel in Essen, drei Wochen danach, sind für uns zwei Finals. Die müssen wir einfach gewinnen«, sagte Schmidtmann, der die Hoffnung hegt, dass Justin Gomez seine Rippenprellung bis zum Lübeck-Spiel auskuriert hat. Der Quarterback kehrt vielleicht zurück, da droht schon der nächste längerfristige Ausfall eines Leistungsträgers. Defensivkraft Jan Prößdorf zog sich in der zweiten Halbzeit eine Nackenverletzung zu und musste mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Eine genaue Diagnose steht noch aus, Schmidtmann muss allerdings schon jetzt feststellen: »Das passt bei uns in diesem Jahr leider ins Bild.«

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