Westfälische Meisterschaften der Voltigierer: Team Paderborn I belegt Platz acht Stork turnt aufs Treppchen

Paderborn (WB). Es war das Wochenende der großen Premieren beim RV Paderborn. Erstmalig hat der RV Paderborn die Westfälischen Senior Meisterschaften der Voltigierer ausgerichtet. Somit war die gesammelte Volti-Elite am Wochenende in der Füllers Heide.

Von Julia Pongratz
Britta Stork freut sich mit ihrem Vater Heiner Stork über die Bronzemedaille im Einzelvoltigieren.
Britta Stork freut sich mit ihrem Vater Heiner Stork über die Bronzemedaille im Einzelvoltigieren. Foto: Julia Pongratz

Dass es sich dabei um eine Großveranstaltung handelt, war den Beteiligten im Vorfeld klar. Der große Erfolg des Turniers, der die Reitanlage im Glanz alter Tage mit voll besetzten Tribünen und bester Stimmung versetzte, übertraf selbst die Erwartungen der Organisatoren.

Sportlich lief es besonders für Britta Stork im Einzelvoltigieren herausragend gut. Für die junge Turnerin waren es ganz besondere Westfälische Meisterschaften. Erstmalig ging sie bei den Senioren an den Start, da sie jetzt über 18 Jahre alt ist. »Eigentlich wollte ich einfach nur mitturnen«, verriet die sympathische Voltigiererin. »Dass es auf Anhieb so gut läuft in der neuen Altersklasse, hätte ich nicht erwartet.«

Bereits im ersten Durchgang auf Platz drei

Bereits im ersten Durchgang am Samstag setzte sich Britta Stork vom RV Salzkotten, die von ihrem Vater Heiner Stork auf dem familieneigenen Pferd Hermes longiert wird, auf den dritten Platz. Die Qualifikation für das Finale der besten zwölf Einzelvoltigierer, das dann am Sonntag ausgetragen wurde, hatte die Salzkottenerin damit ohnehin in der Tasche und durfte auf neue Ziele hoffen.

Auch im Finaldurchlauf zeigte sie durchweg überzeugende Leistungen. So turnte sie sich im Technik-Programm mit der Wertnote 6,161 auf Rang vier und überzeugte im Kür-Finale noch einmal das gesamte Richter-Kollegium. Hier belegte sie erneut Rang drei mit der Wertnote 7,758, was dann auch in der Meisterwertung den Bronzerang bedeutete.

Silber geht an Caroline Reckordt

Den Meistertitel sicherte sich bei den Damen Nathalie Döhnert aus Wehdem Oppendorf. Silber ging an Caroline Reckordt vom RV Oelde. Nachdem Britta Stork im vergangenen Jahr die Wintermonate, nach ihrem Abitur, von September bis Ende Januar in Australien verbracht hatte und somit erst spät wieder in das Training für die aktuelle Saison eingestiegen ist, ist dieser Erfolg umso höher einzustufen.

Da die Westfälischen Meisterschaften auch gleichzeitig als Sichtung für die Deutschen Meisterschaften, die vom 25. bis 27. August in Verden ausgetragen werden, war auch nach der Meisterehrung noch einmal für Spannung gesorgt. Das Sichtungsgremium zeigte sich aber vollends überzeugt von Britta Stork und ihrer Leistung, dass sie direkt in ihrem ersten Jahr bei den Senioren auch für die Deutschen Meisterschaften nominiert wurde.

RV Herne wird Vereinsmeister

Bei den Mannschaften war die erste Mannschaft des Veranstalters selbst am Start. Das Team Paderborn I, welches von Nicole Walter an der Longe auf Vierbeiner Eposs vorgestellt wird, gelang es vor heimischer Kulisse, sich für das Finale der besten acht Mannschaften zu qualifizieren. Hier belegten die Paderborner den achten Rang mit der Wertnote 6,360 und sind mit ihren Leistungen zufrieden.

»Wir haben saubere Runden geturnt und uns in beiden Durchgängen gut präsentiert. Es war unser Ziel, das Finale zu erreiche und das haben wir geschafft«, meinte Nicole Walter. Den Titel der Mannschaftsmeister sicherte sich das Team vom RV Herne, vor dem VV Volmerdingsen und dem VV Metelen.

Meisterschaften sind »Bereicherung für die Sportstadt«

Mit der finalen Meisterentscheidung hatten die Paderborner damit zwar nichts mehr zu tun, zeigten sich aber über das ganze Wochenende als perfekter Gastgeber. »Wir haben tollen und großartigen Voltigiersport gesehen«, fasste Ulrich Böhne, der 1. Vorsitzende des RV Paderborns, die Veranstaltung zusammen. »Diese Meisterschaften sind eine Bereicherung für die Sportstadt Paderborn. Es war die beste Entscheidung die Wettkämpfe in diesem Jahr nach Paderborn zu holen.«

Dem stimmte auch der stellvertretende Paderborner Bürgermeister, Dietrich Honervogt zu: »Paderborn war ein toller Gastgeber für die Voltigierer und ich würde mich freuen, wenn wir auch zukünftig solche Meisterschaften ausrichten.« Mit so viel Rückenwind darf sich Paderborn wohl auch in Zukunft auf derartige Großveranstaltungen im Voltigieren freuen.

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