SG Paderborn erfüllt sich vor heimischem Publikum den Traum vom Titelgewinn Der Turn-Gala folgt die Aufstiegsparty

Paderborn (WV). Der Traum ist Realität geworden. Die Turner der SG Paderborn haben sich vor eigener Kulisse auf eindrucksvolle Art und Weise die Meisterschaft in der Verbandsliga gesichert. Dieser Titelgewinn ist gleichbedeutend mit dem Oberliga-Aufstieg.

Jubel ohne Grenzen: Im zehnten Jahr des Bestehens feiert die SG Paderborn den Aufstieg in die Oberliga.
Jubel ohne Grenzen: Im zehnten Jahr des Bestehens feiert die SG Paderborn den Aufstieg in die Oberliga. Foto: Ulrich Petzold

Zwölf Vereine mit mehr als 100 Turnern aus der Landes- und Verbandsliga des Westfälischen Turnerbundes fanden sich zum Ligafinale in der Halle der Friedrich-von-Spee-Gesamtschule ein, um ein letztes Mal in dieser Saison gegeneinander anzutreten. Die Paderborner um Teamchef Felix Pott hatten es an diesem Wettkampftag mit dem Schlusslicht aus Plettenberg zu tun. Die Vorzeichen standen also günstig.

Mehr als 200 Zuschauer

Vor mehr als 200 Zuschauern begannen die Gastgeber hoch motiviert an einem ihrer Paradegeräte, dem Boden. Und es gelang ein Start nach Maß. Die vier eingesetzten Turner brannten ein Feuerwerk ab. Mit 14,55 Punkten erzielte Marc Lemperle den Tageshöchstwert am ersten Gerät.

Getragen von der Euphorie des ersten Teilerfolges, ging es weiter an das eher ungeliebte Pauschenpferd. Doch hier lief es erstaunlich gut. Lediglich Moritz Brüggemann musste das Gerät unfreiwillig verlassen. Hervorzuheben ist die Übung von Thomas Kirchhoff: Der Topscorer erturnte 12,95 Punkte und sicherte den zweiten Gerätesieg zu Gunsten der Paderborner.

Schwierige Übungen an den Ringen werden belohnt

An den Ringen, dem Lieblingsgerät der Mannschaft, gab es die mit Abstand schwierigsten Übungen zu bewundern. Dieser Einsatz wurde belohnt. Mit einem sicheren Vorsprung von 16 Punkten nach drei Geräten ging es an den Sprung. Auch hier hätte es nicht besser laufen können. Marcel Jörgens und Marc Lemperle sprangen sich in die Herzen des Publikums, das die Darbietungen mit tobendem Applaus honorierte. Mannschaftsführer Felix Pott verzichtete neben seinem Startplatz am Boden auch am Barren und ließ den »jungen Wilden« den Vortritt. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Alle vier Übungen waren auf den Punkt geturnt. Der Tageshöchstwert am Barren kam abermals aus den Reihen der SG. Andreas Trykacz sicherte dem Team starke 14,30 Punkte – Saisonbestleistung. Der Vorsprung vor dem letzten Gerät, dem Reck, betrug nun stolze 26 Punkte. Da durfte nichts mehr anbrennen. Marc Lemperle ging als Letzter ans Gerät. Nachdem er seinen Doppelsalto-Abgang felsenfest in den Stand gezimmert hatte, gab’s kein Halten mehr. Die Mannschaft lag sich jubelnd in den Armen. »Es hat riesigen Spaß gemacht. Was will man mehr? Mit 235,60 Punkten erzielen wir vor heimischem Publikum unsere Saisonbestleistung und steigen zum zehnjährigen Jubiläum als Meister in das Oberhaus Westfalens auf. Nun wird natürlich erst mal ausgiebig gefeiert«, sagte Moritz Brüggemann. Schon jetzt ist die Vorfreude auf die Oberliga-Saison – und den nächsten Heimwettkampf auf diesem Niveau – riesengroß.

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