GFL 2: Paderborn Dolphins wollen oben mitspielen, sind aber vorerst Schlusslicht Ernüchternde erste Ergebnisse

Paderborn (WB/wip). Zwei Niederlagen zum Auftakt: So hatten sich die Paderborn Dolphins den Saisonstart in die German Football League 2 Nord nicht vorgestellt. Nach Platz drei und zwei in den vergangenen Spielzeiten gaben die Verantwortlichen das Ziel aus, den nächsten Schritt machen zu wollen. Vom Titel sprachen sie offiziell zwar nicht, aber darüber, oben mitspielen zu wollen – es sollte in die Top drei gehen.

Dolphins-Quarterback Justin Gomez.
Dolphins-Quarterback Justin Gomez. Foto: Matthias Wippermann

Doch nach den ernüchternden ersten Ergebnissen mit 30 und 20 Punkten Rückstand (27:57 beim Aufsteiger Langenfeld Longhorns und 26:46 gegen Absteiger Düsseldorf Panther) zieren die Dolphins zunächst das Tabellenende. Was aber sind die Gründe für den Stolperstart? Die Vorbereitung lief alles andere als reibungslos.

Von den ursprünglich vier neu eingeplanten Importspielern sprangen Quarterback Jordan Moore, Linebacker Brenden Daley und der serbische Nationalspieler Aleksandar Blazic wieder ab. »Das ist natürlich alles nicht ideal gewesen, kam aber durch äußere Umstände zustande, die wir nicht beeinflussen konnten«, erklärt Dolphins-Präsident David Schmidtmann.

Probleme bei den Verpflichtungen

Allerdings gibt es auch bei den Nachverpflichtungen Probleme. Jerrod Shelby, der Ersatz auf der Position des Linebackers, steht noch nicht im Spiel an diesem Samstag bei den Bonn Gamecocks zur Verfügung, sondern erst in der übernächsten Partie am 21. Mai gegen die Rostock Griffins. Er schreibt derzeit seine Abschlussarbeit am College. Der als Defensiv Tackle eingeplante Mustafa Jalil muss aufgrund einer Knieverletzung seine Football-Karriere beenden. Für ihn werden die Dolphins in dieser Woche einen Ersatz präsentieren.

Die Trennung von Headcoach Carsten Weber nach der Auftaktpleite in Langenfeld hat zudem das Trainerteam durcheinandergewirbelt. Andreas Kegelmann ist bei den Spielen der offizielle Headcoach und teilt sich mit Quarterback Justin Gomez die Arbeit als Offense Coordinator. Defense Coordinator Luigi Figlia übernimmt zudem die Trainingsplanung und -leitung. »Das war ein Umbruch und auch ein Grund dafür, dass wir noch nicht so konstant spielen«, meint Figlia.

Es ist nicht alles schlecht gewesen

Aber es ist auch nicht alles schlecht gewesen in den ersten beiden Saisonspielen – insbesondere in der zweiten Partie gegen Düsseldorf vor 730 Zuschauern im Hermann-Löns-Stadion. »Das war eine deutliche Steigerung gegenüber der Niederlage in der ersten Partie in Langenfeld. Vor allem die zweite Halbzeit gegen Düsseldorf macht Hoffnung«, meint Präsident David Schmidtmann.

Auch Headcoach Andreas Kegelmann sieht gute Ansätze: »26 Punkte sind gegen eine starke Düsseldorfer Defense gut. Wir haben einige schöne Passkombinationen gezeigt und sind auf einem guten Weg, unser System zu etablieren«, sagt er und geht näher auf den neuen Quarterback Justin Gomez ein. »Justin hat eine gute Partie gemacht. Wir versuchen, unser Spiel auf seine Fähigkeiten abzustimmen.« Zur Personalie Gomez ergänzt Schmidtmann »Justin braucht nach den Umstellungen im Trainerteam noch Zeit.«

Doch mit der Zeit ist es im Sport so eine Sache. Diesen Samstag steht Paderborn beim Dritten in Bonn vor einer hohen Auswärtshürde, auch wenn die Gamecocks am vergangenen Wochenende mit 18:35 bei den Essen Assindia Cardinals verloren haben.

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