Baseball-Bundesliga: Strohdiek sieht, wie die U’s gegen Hamburg mit 2:6 und 4:7 verlieren Der Fortune bringt kein Glück

Paderborn (WB). Sein Verein trägt die Fortuna im Namen und doch brachte Christian Strohdiek den Untouchables kein Glück. Der Fußballprofi, seit dieser Serie für Düsseldorf aktiv, durfte bei seiner Rückkehr in die Heimat den First Pitch ausführen, sah dann aber von der Tribüne mit an, wie die U’s den Hamburg Stealers im ersten Heim-Doubleheader dieser Baseball-Saison mit 2:6 und 4:7 unterlagen.

Von Elmar Neumann
Christian Strohdiek kann nicht nur mit dem Fußball umgehen: Der langjährige Paderborner Profi, seit dieser Saison für Ligarivale Düsseldorf aktiv, bringt den First Pitch an den Mann, aber den Untouchables beim Heim-Doubleheader gegen Hamburg kein Glück.
Christian Strohdiek kann nicht nur mit dem Fußball umgehen: Der langjährige Paderborner Profi, seit dieser Saison für Ligarivale Düsseldorf aktiv, bringt den First Pitch an den Mann, aber den Untouchables beim Heim-Doubleheader gegen Hamburg kein Glück. Foto: Elmar Neumann

15 Jahre lang spielte Strohdiek für den SC Paderborn 07, ehe es ihn nach dem Erstliga-Abstieg im vergangenen Sommer in die Landeshauptstadt zog. »Wenn es die Zeit erlaubt und das Wetter gut ist, macht es Spaß, beim Baseball etwas Ablenkung zu finden«, sagt der 28-Jährige, der über den derzeit verletzten Routinier Björn Schonlau einen sehr guten Kontakt zu den Untouchables pflegt. Dank dieser Verbindung wurde ihm am Sonntagmittag auch die Ehre zuteil, den symbolischen ersten Wurf abzugeben. Dabei deutete der leidenschaftliche Golfer an, dass ihm auch diese Sportart nicht ganz fremd ist: »Zum einen hatten wir im vergangenen Jahr mit dem SCP das Vergnügen, mit diesen Jungs ein bisschen Baseball zu spielen. Zum anderen aber habe ich auch schon mal eine komplette Trainingseinheit mit dem Bundesliga-Team absolviert und in der Jugend bereits ein paar Bälle geschlagen.«

Strohdiek genoss diese angenehme Art der Abwechslung natürlich vor allem auch deshalb, weil es mit der Fortuna so gar nicht rund läuft. Für den Verein und für ihn persönlich. Der Innenverteidiger kam seit Mitte Oktober nur noch fünfmal und lediglich einmal über die vollen 90 Minuten zum Einsatz und zudem schweben die Düsseldorfer – wie der SCP – in akuter Abstiegsgefahr. »Das ist eine schwierige Situation, die ich mit zwei weinenden Augen verfolge. Ich kann nur hoffen, dass sich am Ende beide Vereine noch irgendwie retten«, sagt Strohdiek, der in Düsseldorf noch bis 2018 unter Vertrag steht.

Mit dem Abstieg sollten die Untouchables nichts zu tun haben, im Kampf um die Play-offs bedeuteten die beiden Heimniederlagen gegen die Stealers allerdings einen ersten Rückschlag. Dabei wäre vor allem im 13 (!) Innings dauernden ersten Vergleich mehr möglich gewesen. Nach vier ereignislosen Innings, in denen Paderborns Pitcher Matthew Kemp und sein Hamburger Pendant Jakob Claesson fast nichts anbrennen ließen, nahm U’s-Headcoach Stefan »Red« Fechtig einen Wechsel auf dem Mound vor. Den etwas unglücklichen Auftritt von Nachwuchspitcher Sean Cowan nutzten die Stealers, um im fünften Inning ihren ersten Run zu verbuchen. Kaum hatte Cowan für Philipp Neuhäuser Platz gemacht, stand es 0:2. Doch der sechsmalige Deutsche Meister arbeitete sich mit einem Run von Dominik Buder auf 1:2 heran und im neunten Inning sorgte Aljosha Heller für den Ausgleich. Es folgten drei Zusatzinnings ohne Ertrag auf beiden Seiten, ehe die Nordlichter im 13. Durchgang vierfach punkteten und Claesson erlösten. Der schwedische Nationalpitcher (204 Würfe, 12 Strikeouts) hatte die fast vier Stunden bis hierhin durchgespielt, derweil von Fechtig mit Eugen Heilmann für die letzten drei Innings noch ein vierter U’s-Werfer auf das Feld geschickt worden war.

Sonntag kommt Primus Solingen

Im zweiten Spiel drittelte Paderborns Coach die Arbeit auf dem Mound, ließ Daniel Thieben, Benjamin Thaqi und Daniel Hinz je drei Innings ran. Der Hamburger Solist hieß Louis Cohen und der US-Profi ließ nur sechs Hits und die vier Runs von Jendrick Speer, Aljosha Heller, Maurice Bendrien und Till Schade zu.

Weiter geht’s für die U‘s wieder im Ahorn-Ballpark. Am nächsten Sonntag kommt Primus Solingen. Strohdiek wird dann nicht vor Ort sein. Der Abstiegskampf mit seiner Fortuna hat natürlich Priorität.

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