SC Paderborn II verliert Oberliga-Premiere gegen ASC 09 Dortmund mit 3:4 Falsche Pfiffe mit Folgen

Paderborn (WB). Schwacher Schiri, mangelhafte Effektivität und naives Defensivverhalten: Diese Mixtur reicht normalerweise für deutliche Niederlagen. Der SC Paderborn II verlor gestern die Oberliga-Premiere gegen ASC 09 Dortmund nur knapp mit 3:4. 

Marcel Salokat (links, hier im Duell mit seinem Dortmunder Gegenspieler Kevin Brümmer) und Marcel Rump (im Hintergrund), trafen für den SCP II . Ihre Treffer reichen aber nicht für ein Remis. Der SCP startet mit einer Niederlage ins erste Oberligajahr.
Marcel Salokat (links, hier im Duell mit seinem Dortmunder Gegenspieler Kevin Brümmer) und Marcel Rump (im Hintergrund), trafen für den SCP II . Ihre Treffer reichen aber nicht für ein Remis. Der SCP startet mit einer Niederlage ins erste Oberligajahr. Foto: Christoph Rusch

»Das war heute ein turbulenter Auftakt. Wir müssen die Niederlage akzeptieren, auch wenn viel mehr drin war. Wir haben viele Chancen liegen gelassen, aber wenn das Spiel nur zehn Minuten länger dauert, hätten wir trotzdem noch gewonnen.«, sagte Paderborns Trainer Mirko Dickhaut.

Bereits nach 14 Minuten brachte Marcel Rump den Paderborner Oberliga-Neuling mit 1:0 in Führung. Er schloss einen wunderschönen Angriff über Marcel Salokat und Mirnes Pepic in bester Torjägermanier ab. Doch ab Minute 22 drehte sich die Partie. Ein Sonntagsschuss von Marcel Münzel genau ins linke Toreck brachte die bis dahin schwachen Gäste zurück ins Spiel. Ein sicher verwandelter Strafstoß von Kapitän Tim Schwarz (31.) bescherte den Dortmundern sogar die Führung.

Paderborns Ahmet Aydincan hatte Sebastian Stein gelegt. Dortmunds 2:1 war zu diesem Zeitpunkt schmeichelhaft, weil der SCP die Partie klar dominierte und längst deutlicher führen musste. Doch es kam noch schlimmer, weil auch der miserable Unparteiische Alexander Wensing durch zwei falsche Pfiffe massiv ins Spiel eingriff.

Fehlentscheidungen

Fehlentscheidung Nummer eins fällte er in Minute 39: Ein Foul an Salokat pfiff er nicht, den anschließenden Konter schlossen die ASCer in Person von Michael Seifert zum 3:1 ab. Zehn Minuten nach der Pause folgte Fehlpfiff Nummer zwei: Dortmunds Schwarz spielte den Ball mit der Hand, auch das blieb ungeahndet. So konnte der Spielführer maßgerecht seinen Sturmpartner Seifert bedienen und der traf zum 4:1.

Das war aber noch lange nicht die Entscheidung. Paderborn gab nie auf, hatte durch Mirnes Pepic (61.) und Sergio Pinto (66.) weitere Chancen, doch es dauerte bis zur 81. Minute, ehe Salokat nach einem Eckball von Aykut Soyak auf 2:4 verkürzen konnte. Die Partie wurde nun immer hektischer und glitt Wensing mehr und mehr aus den Händen.

Paderborn in Überzahl

Nach einem üblen Tritt gegen Cagagtay Karaca flog Dino Dzaferosi (84.) vom Feld. In Überzahl erhöhte Paderborn den Druck, es reichte aber nur noch zur Ergebniskosmetik: Nach einem Foul von Beilfuß an Kaynak verwandelte Salokat den fälligen Strafstoß zum 3:4 (87.).

Über den Schiri wollte Dickhaut hinterher nichts sagen, wohl aber zur Gesamtleistung seiner Elf: »Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, denn wir haben unsere Gäste bei den Gegentoren förmlich eingeladen, uns teilweise sehr naiv angestellt und selbst unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Jetzt müssen wir sehr schnell lernen und da wird es spannend werden, wie wir uns in den nächsten Wochen präsentieren.«

SCP: Brammen – Yanik (62. Pinto), Aydincan, Brauer (67. Karaca), Köhler – A. Safonov, Soyak, Pepic, Saric (76. Kaynak) – Rump, Salokat

Tore: 1:0 Rump (14.), 1:1 Münzel (22.), 1:2 Schwarz (31.), 1:3 Seifert (39.), 1:4 Seifert (55.), 2:4 Salokat (81.), 3:4 Salokat (87./Fouelfmeter) Rote Karte: – / Dzaferoski (84.)

Kommentare

Da ist wohl einer...

...unzufrieden darüber, dass seine Mannschaft verloren hat. Anders kann man das nicht lesen. Als Unbeteiligter lese ich hier nicht raus, dass der Schiri "schwach" war, sondern dass der Autor enttäuscht ist. Womöglich ist er auch regeltschnisch nicht ganz auf der Höhe:
1.: War es wirklich ein Foul, wenn der Schiri das nicht pfeift? Warum meint ein Journalist, dass er das (ohne Kamera und aus schlechterer Position) besser beurteilen kann?!

2.: Mit der Hand spielen heißt nicht, absichtlich Hand zu spielen. Und nur das ist strafbar.

Also: Ich lese hier nicht, dass der Schiri schwach war, sondern einen Artikel, aus dem lediglich Frust hervorgeht.

Um mit den Worten Ihres Berichtes zu schließen: "Schwacher Artikel"

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