Baseball-Bundesliga: Im Viertelfinale zwischen Paderborn und Heidenheim steht es 1:1 U’s sind eine hohe Hürde

Paderborn (WV). Nach den ersten beiden Spielen im Play-off-Viertelfinale der Baseball-Bundesliga ist alles offen. Zwischen den Untouchables Paderborn und den Heideheim Heideköpfe steht es 1:1. Nachdem die U’s die erste Partie mit 5:3 gewannen, mussten sie sich in Spiel Nummer zwei mit 1:9 geschlagen geben.

Von Matthias Wippermann
Dominik Buder (am Boden) gibt alles, um die Base zu erreichen. Die Untouchables Paderborn sind gegen den Favoriten Heidenheim Heideköpfe auf Augenhöhe und eine hohe Hürde.   Nach zwei Spielen steht es im Play-off-Viertelfinale 1:1.
Dominik Buder (am Boden) gibt alles, um die Base zu erreichen. Die Untouchables Paderborn sind gegen den Favoriten Heidenheim Heideköpfe auf Augenhöhe und eine hohe Hürde. Nach zwei Spielen steht es im Play-off-Viertelfinale 1:1. Foto: Matthias Wippermann

Trotzdem war Paderborns Headcoach Stefan Fechtig äußerst zufrieden. »Wir spielen auf jeden Fall vier Begegnungen, das ist eine Partie mehr als Baseball-Deutschland gedacht hat«, sagte »Red«. Heidenheim ging als Vizemeister, ambitionierter Zweitplatzierter aus der Süd-Gruppe und somit als klarer Favorit in das Duell mit den Untouchables, Dritter aus dem Norden.

»Auf den kleinen Optimismus, den wir vorher hatten, ist eine ordentliche Schippe draufgekommen. Nichtsdestotrotz bleiben wir Außenseiter«, meinte Fechtig.

Als dieser präsentierten sich die Paderborner in der ersten Begegnung vor 300 Zuschauern im Ahorn-Ballpark gar nicht. Die Gäste von der Ostalb gingen im ersten Inning mit 1:0 in Führung, doch die Paderborner drehten bereits im dritten Durchgang mit vier Runs die Partie und erhöhten im vierten Inning auf 5:1.

Zwar kamen die Heideköpfe im sechsten Abschnitt auf 3:5 heran, doch die U’s ließen anschließend nichts mehr anbrennen. Mit zwei Singles, einen Double sowie einen RBI und einen Run war Daniel Hinz der erfolgreichste Untouchables-Hitter.

Insgesamt setzte Fechtig gegen die gefährlichste Offensive der Südstaffel fünf Pitcher ein. Es begann Philipp Neuhäuser, nach zwei Innings folgte Benjamin Thaqi. »Die Rechnung, mit den jungen Pitchern zu starten, ging auf. Sie haben das richtig gut gemacht«, sagte der Coach.

Im vierten Durchgang betrat Daniel Rahn den Mound, dann Matt Kemp und schließlich sicherte Routinier Eugen Heilmann den Sieg. »Das war Bilderbuch-Baseball und Werbung für diesen Sport«, meinte Fechtig.
In der zweiten Begegnung ging zunächst sein Team vor 350 Zuschauern durch Till Schade in Führung, es sollte aber der einzige Paderborner Run in dieser Partie bleiben. Die Gäste-Pitcher Tyler Lockwood und am Ende Robert Gruber hielten die Untouchables-Offensive in Schach.

Lockwood gab in sieben Innings nur einen Run bei vier Hits und einem Walk ab. Zwölf Batter schickte er per Strikeout in den Dugout zurück. Fechtig setzte diesmal sogar sechs Werfer ein (Neuhäuser, Thaqi, Heilmann, Rahn, Kemp und Daniel Hinz), doch diesmal brachte die Pitching-Rotation nichts ein. »Wir haben im fünften Inning zu viele Fehler gemacht. Gegen so eine Qualität wie Heidenheim sie hat, werden diese knallhart bestraft«, meinte Fechtig.

Dennoch haben die U’s gezeigt, dass sie für den Favoriten aus Heidenheim eine hohe Hürde sind, und Fechtig spekuliert: »Wer weiß, vielleicht gelingt uns ja auch in Heidenheim eine Überraschung, und wenn es ins fünfte Spiel geht, ist alles möglich. Wir haben bewiesen, dass man auch mit einer Mannschaft ohne ausländische Spieler sehr gut agieren kann.«

Die dritte Begegnung des Viertelfinals ist am kommenden Samstag (14 Uhr), die vierte am Sonntag (13 Uhr/beide in Heidenheim). Ein mögliches fünftes Spiel würde direkt nach dem vierten folgen.

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