Verletzungen trüben Vorbereitung des Handball-Oberligisten HSG Augustdorf/Hövelhof Der Mittelblock ist gesprengt

Augustdorf (WB). Seit fast einer Woche läuft beim Handball-Oberligisten HSG Augustdorf/Hövelhof die heiße Phase der Vorbereitung auf die neue Saison. Am vergangenen Wochenende gab es den ersten Härtetest für die Mannschaft.

Von Markus Schlotjunker
Nico Schmeckthal und Florian Hengsbach (von rechts), Kreisläufer und Abwehr-Mittelblockspieler der HSG Augustdorf/Hövelhof sind verletzt. Matthias Struck (links daneben) hat die HSG verlassen und ist nun Spielertrainer bei Lemgo II.
Nico Schmeckthal und Florian Hengsbach (von rechts), Kreisläufer und Abwehr-Mittelblockspieler der HSG Augustdorf/Hövelhof sind verletzt. Matthias Struck (links daneben) hat die HSG verlassen und ist nun Spielertrainer bei Lemgo II. Foto: Markus Schlotjunker

Der neue HSG-Trainer Micky Reiners hatte die Spieler zu einem Trainingslager in die heimische Witex-Halle einberufen. Neben etlichen Trainingseinheiten wurden auch zwei Testspiele absolviert. Am Samstag hieß es nach dreimal 25 Minuten gegen Reiners’ ehemalige Mannschaft, dem Drittliga-Aufsteiger SG Mende Sauerland Wölfe, 34:44.

Am Sonntag verlor die HSG gegen Oberliga-Konkurrent VfL Mennighüffen 28:32. »Die Ergebnisse sind in der Phase zweitrangig. Vor dem Menden-Spiel hatten wir vier Stunden trainiert«, erläutert Co-Trainer und Teammanager Udo Schildmann. »Jetzt gilt es, dass sich die Mannschaft findet«, sagt Schildmann.

Der Kader, der zum Start am Donnerstag erstmals komplett mit allen Neuzugängen war, dünnte sich aber schnell etwas aus. Torwart Christoper Weber zog sich im Training eine leichte Oberschenkelzerrung zu. Beim Test gegen Menden verdrehte sich Kreisläufer Florian Hengsbach die Hüfte, sodass er nicht auftreten konnte. Weber und Hengsbach werden aber schnell wieder im Kader zurückerwartet.

Schlimmer erwischte es Hengsbachs Kollegen am Kreis: Nico Schmeckthal verletzte sich am rechten Sprunggelenk und bekam im Krankenhaus erst einmal einen Gipsschuh angelegt. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Klärung soll eine MRT schaffen. »Wir hoffen natürlich, dass nichts gebrochen ist. Nico ist zu einer Säule im Mittelblock der Abwehr geworden und hat sich gut entwickelt«, erklärt Schildmann.

Der neue HSG-Coach Reiners muss improvisieren

Durch den Ausfall beider Kreisläufer und Abwehr-Mittelblockspieler musste Coach Reiners improvisieren und beorderte die Außenspieler David Honerkamp und Dominik Schmidt an den Kreis. Überhaupt soll sich jeder Spieler zeigen und seine Position finden. Einen wichtigen Part nimmt natürlich Neuzugang Sven Suton ein. Der 24-Jährige soll auf der Mitte das Spiel führen, war allerdings wegen einer alten Verletzung in der ersten Vorbereitungsphase noch nicht dabei. »Jetzt ist er da und wird langsam herangeführt«, berichtet Schildmann.

Um das Zusammenspiel weiter zu fördern, sind bis zum Saisonbeginn am 9. September noch einige Testspiele angesetzt. Am 12. August erwartet die HSG die Lemgo Youngsters (3. Liga) und am 18. August die Ahlener SG (3. Liga). Einen Tag später nimmt Augustdorf/Hövelhof an einem Turnier des TV Isselhorst teil und am 27. August an einem in Hamm. Am 25. August testet die HSG in Nordhemmern und am 2. September kommt die TSG Altenhagen-Heepen in die heimische Witex-Halle.

Die Findungsphase ist also im vollen Gang. Bleibt zu hoffen, dass es Schmeckthal nicht so hart getroffen hat und weitere Verletzungen ausbleiben. Davon unabhängig ist Schildmann weiterhin auf der Suche nach einem Linkshänder für den Rückraum.

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