SuS Westenholz steht vor seiner vierten Landesliga-Saison
Vorfreude trifft auf Unsicherheit

Westenholz (WB). Mit deutlich verkleinertem Kader, Vorfreude aber auch einer gewissen Unsicherheit aufgrund der besonderen Situation im Amateursport geht der SuS Westenholz in seine vierte Landesligasaison.

Dienstag, 04.08.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 05:03 Uhr
Trainer Peter Berhorst (links) und Co-Trainer Steffen Höber (rechts) rahmen die bislang drei Westenholzer Neuzugänge Marvin Thoms, Marcel Daniel und Christoph Niermann ein. Der SuS steht vor seiner vierten Landesliga-Saison. Foto: SuS Westenholz/Daniel Hansmeier

Nach der sehr guten vergangenen Serie, als der SuS zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf Rang sieben platziert war, traut sich Trainer Peter Berhorst die Nennung eines tabellarischen Ziels für die anstehende Serie nicht zu. „Für mich gibt es zum aktuellen Zeitpunkt zu viele Unwägbarkeiten, um mich auf eine Platzierung festzulegen. Keiner weiß, was passieren wird und ob wir die Saison überhaupt zu Ende spielen können. Daher möchte ich nur, dass wir die Anzahl an Gegentoren reduzieren und die an Siegen erhöhen. Bei fünf Absteigern muss man natürlich direkt zu Beginn schauen, dass man sich unten raushält“, meint der Coach.

Ich hätte im September noch nicht begonnen.

Peter Berhorst

Dabei freut er sich, dass es in der Staffel I nun vier Vertreter aus dem heimischen Kreis gibt. „Ich glaube, dass Neuenbeken in der Spitzengruppe eine gute Rolle spielen kann. Auch Holsen und Kaunitz traue ich einiges zu“, sagt Berhorst. Er geht davon aus, dass, nachdem Espelkamp und Peckeloh die Staffel verlassen haben, es mit einem breiten Mittelfeld ausgeglichener zugehen wird.

Berhorst muss in Kauf nehmen, dass sich sein Kader verkleinert hat. Aktuell stehen sechs Abgängen nur drei Zugänge gegenüber. „Der Kader hat auch einiges an Erfahrung verloren, dafür haben wir gute junge Spieler dazubekommen. Der Abgang von Daniel Schledde schmerzt besonders, denn er war als erfahrener zweiter Kapitän wichtig für die Mannschaft. Ich hoffe, dass wir uns bis zum Saisonstart noch in den Bereichen Sturm und Abwehr verstärken können“, so Berhorst.

Das kann gutgehen, muss aber nicht.

Peter Berhorst

Der kleine Kader kann gerade in dieser Serie bei der unsicheren Gesundheitslage große Probleme bereiten. Denn durch die Aufstockung der Staffel I auf 18 Teams wird es nicht nur mehr Partien, sondern auch Wochenspieltage geben, für die ein Personalpolster nicht von Nachteil sein dürfte. „Wichtig wird für uns natürlich sein, dass wir von Verletzungen und Sperren verschont bleiben. Ich gehe ohnehin davon aus, dass es eine sehr unruhige Saison wird. Ich hätte im September noch nicht mit dem Pflichtspielbetrieb begonnen, sondern abgewartet. Was passiert, wenn es positiv getestete Spieler gibt und die komplette Mannschaft in Quarantäne gehen muss? Und wie sollen bei dem dichten Spielplan dann ausgefallene Spiele nachgeholt werden?“, fragt sich der Trainer und verweist zudem darauf, dass man bei Auswärtsspielen auch in Nachbarkreisen, in denen die Gesundheitslage eine ganz andere sein kann, unterwegs ist. „Die Profis werden regelmäßig getestet und spielen ohne Zuschauer. Bei uns gibt es auf dem Platz eine Toilette, eine Bratwurst- und eine Bierbude für maximal 300 Zuschauer. Das kann gutgehen, muss aber nicht“, zeigt sich der Westenholzer Coach in seiner zweiten Saison beim Club hinsichtlich des angesetzten Saisonstarts skeptisch.

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