Interview mit Delbrücks Trainer Detlev Dammeier
»Wir schaffen den Klassenerhalt«

Delbrück (WB). Fünf Partien in Folge hat der Delbrücker SC in der Fußball-Westfalenliga nicht mehr gepunktet. In diesem Zeitraum gab es 17 Gegentore. Der Abstand zum Tabellenkeller wird immer kleiner. Im Interview mit Mark Heinemann zählt DSC-Coach Detlev Dammeier die Gründe für die Krise auf und sagt, warum er trotzdem optimistisch in den Endspurt geht.

Mittwoch, 08.05.2019, 04:00 Uhr
Trainer Detlev Dammeier hat mit dem Delbrücker SC seit fünf Spielen nicht mehr gepunktet, ist aber überzeugt davon, dass sein Team im Abstiegskampf bestehen wird. Foto: Agentur Klick

Herr Dammeier, steckt der DSC im Abstiegskampf?

Detlev Dammeier: Ja. Die Situation kann man nicht anders bewerten. Ich bin mir aber sicher, dass wir die Saison zu einem guten Ende führen werden.

 

Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Folge. Neun Punkte sind noch zu vergeben, der DSC hat nur fünf Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Was macht Sie trotzdem derart sicher?

Dammeier: Ich bewerte die Partie auch inhaltlich und nicht nur nach dem Ergebnis. Wir hätten in drei der fünf Spiele punkten müssen. Nur Mesum und Emsdetten waren schwach von uns. Ich bin positiv gestimmt, weil das Team immer wieder aufgestanden ist. Wir haben am Wochenende gegen Tabellenführer Preußen Münster II zweimal einen Rückstand aufgeholt. Das Gleiche haben wir schon gegen Neuenkirchen geschafft. Leider gab es dann immer noch ein Gegentor, wodurch wir am Ende verloren haben – und die Konkurrenz punktet derzeit. Aber die Mannschaft nimmt die Situation an und wehrt sich. Dadurch wird sich unser Spielpech auch wieder in Spielglück verwandeln. Wir werden die nötigen Punkte noch einfahren, die wir brauchen.

 

Liegt das Problem bei 17 Gegentoren in fünf Begegnungen vor allem in der Defensive?

Dammeier: Ja, wir kassieren derzeit zu viele Gegentore. Vor diesen fünf Partien waren es insgesamt 24 – ein Wert, der absolut im Rahmen ist. Ich muss die alte Fußballweisheit bemühen, dass es einfach gegen einen läuft, wenn man unten steht. Es sind die Kleinigkeiten. Distanzschüsse gehen vom Innenpfosten rein und springen eben nicht raus, oder sie werden abgefälscht und landen im Tor. Das ist uns regelmäßig passiert. Aber natürlich können und müssen wir in den dann entscheidenden Zweikämpfen enger dran sein.

 

Hängen dem DSC immer noch die zwei erfolgreichen Jahre nach, als der Verein knapp den Oberligaaufstieg verpasst hat? Es sind aus der Zeit einige Spieler im Kader, die aktuell aber nicht an die Leistung von damals herankommen.

Dammeier: Nein, das ist mir zu plakativ und als Begründung zu einfach. Wenn man die Kader von damals und heute vergleicht, dann hat sich schon deutlich etwas geändert. Das Team ist jünger geworden und wird zur neuen Saison noch einmal jünger werden. Zur Wahrheit gehört auch, dass viele der damaligen Leistungsträger in dieser Saison lange Zeit ausgefallen sind. Patryk Plucinski und Lukas Cramer konnten die Sommervorbereitung wegen ihrer Bandscheibenvorfälle nicht mitmachen. Marco Rüskaup war fast die komplette Rückserie verletzt. Matthias Riemer, Mario Freise und Andrea Cesa haben kaum eine Rolle gespielt. Es sind andere in die Bresche gesprungen. Lange Zeit lief das gut. Jetzt lernt gerade jeder, wie es ist, mit solch einer Situation und mit Druck umzugehen. Das kann auf längere Sicht speziell für die jüngeren Spieler eine hilfreichere Erfahrung sein, als wenn es um Platz vier oder fünf geht. Klar ist, wir haben zu Hause nicht die Punkte geholt, die wir holen wollten. Das ist ein Ansatz für die neue Saison.

 

Das Restprogramm hat es mit den Auswärtsspielen in Herford und Maaslingen sowie mit dem Heimspiel gegen Vreden in sich.

Dammeier: Ich denke derzeit nur an Herford am kommenden Wochenende. Die haben sich die Rückrunde anders vorgestellt, sind individuell aber gut besetzt. Wenn wir an die Leistungen aus Neuenkirchen oder zuletzt Münster II anknüpfen, dann können wir etwas holen, denn dort waren unsere Auftritte gut.

 

Schafft der DSC den Klassenerhalt?

Dammeier: Davon bin ich absolut überzeugt.

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