Drittligaderby: 220 Fans sehen 4:4 zwischen Ostenland und Hövelhof Eine emotionale Premiere

Delbrück (WB). Aufsteiger SC Blau-Weiß Ostenland postete nach dem ersten Derby in der Regionalliga auf seiner Facebook-Seite : »4:4 gewonnen«. Beim Konkurrenten BC Phönix Hövelhof fiel die sportliche Bilanz nicht ganz so euphorisch aus, aber einen unumstrittenen Sieger haben beide Teams ausgemacht: die Sportart Badminton.

Von Elmar Neumann
Die Freude muss raus: Hendrik Wiedemeier bringt Ostenland dank des 18:21, 21:12, 25:23 gegen Niklas Kampmeier mit 3:2 in Führung. Das dramatische Derby endet 4:4.
Die Freude muss raus: Hendrik Wiedemeier bringt Ostenland dank des 18:21, 21:12, 25:23 gegen Niklas Kampmeier mit 3:2 in Führung. Das dramatische Derby endet 4:4.

»Keine Frage, diese Einschätzung muss man mit drei Ausrufezeichen versehen. Das war ein toller Tag für unseren Sport. Das Feedback, das ich erhalten habe, war überragend«, sagte Blau-Weiß-Trainer Dominik Ahlheit, was sein Phönix-Pendant Martin Brameyer gerne bestätigte: »Auch wir sind mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Die Ränge waren voll und die Badminton-Fans haben viele spannende Spiele gesehen. Das war eine richtig schöne Geschichte für die ganze Region.«

220 Zuschauer waren in die Delbrücker Dreifachhalle am Driftweg – die Ostenländer Ausweichheimat – gekommen, um sich das Premierenderby in der dritthöchsten Liga nicht entgehen zu lassen. Diese Zahl klingt schon so nicht schlecht, gewinnt aber enorm an Bedeutung, wenn man weiß, dass sie weit über dem Schnitt in der Bundesliga liegt, wo Werte jenseits der 200 keinesfalls die Regel, sondern eher die Ausnahme sind. So fühlte und hörte sich das erste direkte Duell für Neuling Ostenland, aber auch für die ein Jahr zuvor aufgestiegenen Hövelhofer ein bisschen wie Bundesliga an und der Stimmung auf der Tribüne sollten die Protagonisten auf den Feldern in nichts nachstehen. Die Gastgeber waren nach den zwei Wunscherfolgen gegen die wohl schwächsten Konkurrenten Brühl und St. Tönis auf Bonuspunkte aus, die leicht favorisierten Gäste hatten den ersten Sieg im Visier.

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Das war ein toller Tag für unseren Sport.

Dominik Ahlheit

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Dass diese hochemotionale Angelegenheit schließlich unentschieden endete, lag nicht zuletzt – und ausgerechnet – an Jan Santüns, der vor dieser Saison von Hövelhof nach Ostenland gewechselt ist. An der Seite von Hendrik Wiedemeier holte er im dramatischen ersten Herrendoppel gegen Niklas Kampmeier und Sven Falkenrich den ersten Punkt für die Blau-Weißen (19:21, 21:13, 21:19) und zusammen mit Sanne Schra im entscheidenden Mixed gegen Ilija Pavlovic und Melanie Gräßer auch den letzten Zähler (21:19, 21:16). Neben dem Punktgewinn gab es für Santüns noch ein dickes Lob. Sozusagen von Ex-Hövelhofer zu Ex-Hövelhofer, denn auch Coach Ahlheit hat eine lange Phönix-Vergangenheit hinter sich: »Für Jan war es natürlich ein ganz besonderes Spiel. Wie er den Drucksituationen im Doppel, aber dann gerade auch im Mixed standgehalten hat, das war alles andere als selbstverständlich.«

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Wir alle fiebern bereits jetzt dem Wiedersehen entgegen.

Martin Brameyer

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Das trifft auch auf den Ausgang des Derbys zu. Ahlheit räumte offen ein, dass es für die Seinen kaum besser hätte laufen können: »Bei uns hat fast jeder am Optimum gespielt. Viel besser geht es nicht.« Dagegen stellte Brameyer – eingedenk der eigenen 4:3-Führung und der Tatsache, dass die Hövelhofer auch das zweite ganz enge Spiel (Kampmeier unterlag Wiedemeier mit 23:25 im dritten Satz) verloren – fest: »Wenn eine Mannschaft etwas näher am Sieg war, dann waren wohl wir das.«

Die leise Enttäuschung im Lager der Gäste wurde aber fix von der Vorfreude auf das Rückspiel abgelöst. »Wir alle fiebern bereits jetzt dem Wiedersehen entgegen und hoffen, dass wir dann einen Punkt mehr holen«, blickte Brameyer. auf den 13. Januar 2019. Zuvor wartet der Ligaalltag. Während der SC BW Ostenland ein freies Wochenende genießt, ist für den BC Phönix Hövelhof am Sonntag (13.30 Uhr) gegen das Schlusslicht St. Tönis ein Heimsieg Pflicht.

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