Volleyball-Zweitligist Delbrück kassiert gegen Essen das sechste 0:3 der Saison Wieder kein Punkt

Delbrück (WB). Kein guter Jahresabschluss für die DJK Delbrück. Im letzten Spiel vor der Feiertagspause verliert der Volleyball-Zweitligist zuhause am Driftweg gegen den VV Humann Essen glatt mit 0:3 (19:25, 22:25, 14:25).

Von Markus Schlotjunker
Fabian-Alexander Albrecht auf ungewohnter Position. Wegen des Ausfalls von Christian Wuttke stellte Delbrücks Trainer Uli Kussin den 20-Jährigen als Mittelblocker auf. Links beobachtet Zuspieler Johannes Grodde den Abschluss.
Fabian-Alexander Albrecht auf ungewohnter Position. Wegen des Ausfalls von Christian Wuttke stellte Delbrücks Trainer Uli Kussin den 20-Jährigen als Mittelblocker auf. Links beobachtet Zuspieler Johannes Grodde den Abschluss. Foto: Markus Schlotjunker

Die Delbrücker haben jetzt eine Woche trainingsfrei, fangen nach Weihnachten mit Kraftübungen an, um dann am 2. Januar wieder voll ins Training einzusteigen. Eine Pause zur Regenration ist auch dringend nötig. Das wurde in der Partie gegen Essen deutlich.

Der 20-jährige Fabian-Alexander Albrecht rückt in die Mitte

DJK-Trainer Uli Kussin war erneut gezwungen, seine Mannschaft umzustellen. Wegen des Fehlens von Christian Wuttke (Rückenprobleme) und Maximilian Protte (Verletzung am Daumen) rückte Fabian-Alexander Albrecht in die Mitte, Fabian Dicken spielte erstmals in dieser Saison als Außenangreifer, Benjamin Hunke, der in den vergangenen Wochen den verletzten Kevin Kreker als Libero vertreten hatte, übernahm die Position als Diagonalangreifer und Kreker stand erstmals seit September wieder das komplette Spiel als Libero auf dem Feld.

»Man hat dem einen oder anderen angemerkt, dass die Spielpraxis fehlt oder er aufgrund der Umstellungen etwas nervös war. Ich musste unter anderem die komplette Annahme ändern«, sagte Delbrücks Trainer Uli Kussin. »Sicherlich war ich etwas nervös. Insgesamt fand ich meine Leistung ganz okay«, meinte der 20-jährige Albrecht. Auch sein Coach war trotz der Niederlage nicht ganz unzufrieden. »Wir haben phasenweise das Beste aus unserer Situation gemacht, aber im ersten und zweiten Satz jeweils Punkte liegen gelassen. Knackpunkte waren, dass wir im ersten Satz nach dem 15:15 und im zweiten nach dem 9:10 haben abreißen lassen«, ärgerte sich Kussin doch.

Beim 20:22 im zweiten Satz scheint die Wende möglich

Im ersten Durchgang hatten die Gastgeber schon mit 8:12 hinten gelegen, erkämpften sich aber mit einer Aufschlagserie von Dicken den 12:12-Ausgleich, blieben bis zum erwähnten 15:15 gleichauf, um anschließend wegen mehrerer Annahme- und Abwehrfehler wieder zurückzufallen. Mit einem Aufschlag ins Netz endete der erste Satz. Im zweiten schienen die Essener beim 22:17 das 2:0 schon in der Tasche zu haben, als die DJK doch noch mal aufkam. Zweimal hintereinander punkteten die Delbrücker nun mit der Blockabwehr, die bis dahin gar nicht vorhanden war, und da die sonst recht solide spielenden Essener nun etwas wackelten und einen Fehler zum 20:22 produzierten, war die Wende plötzlich möglich. »Warum wir diese Chance leichtfertig durch eigene Fehler wieder aus der Hand gegeben haben, ist mir unerklärlich«, meinte Kapitän Tobias Daniels. Obwohl die Humänner nämlich in der Schlussphase zwei Aufschläge vergaben, setzten sie sich durch, weil die DJK ebenfalls eine Angabe ins Aus schlug (21:24) und sich beim 22:25 drei Delbrücker um die Annahme bemühten, der Ball aber in der Mitte des Trios auf den Boden fiel.

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Das ist die härteste Saison, seit wir in der 2. Liga sind.

Tobias Daniels

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Der dritte Satz war schnell durch. Lediglich bis zum 3:2 hielten sich die Gastgeber im Spiel, dann übernahm Essen das Kommando, ging 11:4 in Front und das 3:0 war nur noch Formsache. »Es fällt schwer, sich selbst und andere in so einer Situation noch zu motivieren«, gab Daniels zu. Er war einer von zwei, drei Spielern, die Normalform erreichten, »aber mit zwei oder drei gewinnst du kein Spiel«, erklärte Daniels. »Das ist die härteste Saison, seit wir in der 2. Liga sind«, sagte der Kapitän angesichts der vielen Ausfälle. »Wir werden trotzdem nicht absteigen«, ist sich Albrecht sicher.

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