Der Delbrücker SC denkt noch nicht an ein Finale in Haltern Die Konzentration gilt nur Clarholz

Delbrück (WB). Über einen Heimsieg gegen Victoria Clarholz an diesem Sonntag (15 Uhr, Stadion Laumeskamp) zum Saisonfinale um den Westfalenliga-Titel und Oberliga-Aufstieg beim TuS Haltern – so lautet der Plan des Delbrücker SC. Der Tabellenzweite weiß aber, wie anspruchsvoll der erste Schritt sein wird.

Von Matthias Wippermann
Trainer Maniyel Nergiz im Gespräch mit Innenverteidiger Rino Capretti.
Trainer Maniyel Nergiz im Gespräch mit Innenverteidiger Rino Capretti. Foto: Agentur Klick

»Wir denken noch keine Sekunde an das Spiel in Haltern, weil wir wissen, wie schwierig die Aufgabe Clarholz ist. Der gilt unsere gesamte Konzentration, die wir auch benötigen werden«, sagt DSC-Coach Maniyel Nergiz. Spitzenreiter Haltern lieferte den nur einen Punkt entfernten Delbrückern am vergangenen Sonntag das passende Beispiel. Zwar gewann der TuS mit 2:0 gegen Clarholz, doch die Treffer fielen recht spät (66. und 86. Minute). Halterns Trainer Magnus Niemöller bescheinigte Clarholz anschließend, überragend verteidigt zu haben. Nergiz weiß um die Stärke des Tabellenelften: »Clarholz ist eine sehr unangenehme Mannschaft mit einem guten Umschaltspiel. Da müssen wir die richtige Mischung aus Spielkontrolle und dem Verhindern von Kontern finden.«

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Wir denken noch keine Sekunde an das Spiel gegen Haltern.

Maniyel Nergiz

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Dass dem DSC im letzten Heimspiel der Saison das Nervenkostüm einen Strich durch die Rechnung macht, glaubt Nergiz nicht. »Seit fünf, sechs Wochen gehen wir in jede Partie, als wenn sie ein Endspiel wäre. Daher haben wir diese Situation schon oft erfolgreich simuliert und kennen sie.« Bei den Delbrückern herrscht eher eine Vorfreude: »Es ist eine besondere Situation, auf die wir eine ganze Saison lang hingearbeitet haben, um sie zu haben«, erklärt Nergiz.

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Die Jungs waren am Boden.

Frank Sundermeier

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Dabei war es nicht selbstverständlich, dass es dem DSC gelingt, nach den Rückschlägen der nichtsdestotrotz starken Saison 2015/16 wieder oben mitzuspielen. »Nach den verlorenen Begegnungen der vergangenen Serie im Westfalenpokal-Halbfinale und in der Relegation ist die Mannschaft zunächst in ein Loch gefallen. Die Jungs waren am Boden, das hat man Anfang der laufenden Spielzeit gemerkt. Aber unser Trainergespann hat es geschafft, das Team wieder zu motivieren«, meint DSC-Geschäftsführer Frank Sundermeier. »Egal, wie diese Saison ausgeht, wir haben unsere Ziele jetzt schon erreicht. Sollte uns das i-Tüpfelchen nicht gelingen, wären wir natürlich enttäuscht, aber wir würden uns davon die Saison nicht kaputt machen lassen. Man darf ja nicht vergessen: Wir haben zuletzt Ende Oktober eine Niederlage kassiert«, sagt er und fügt hinzu: »Unser Plus ist, dass wir gerne aufsteigen würden, es aber nicht müssen. Der Druck liegt bei Haltern. Der TuS hat schon vor der Saison das Ziel formuliert, aufsteigen zu wollen – mit einem Etat, der dreimal so hoch ist wie unserer.«

Mit einem Heimsieg gegen Clarholz würde Delbrück den Druck hochhalten und sich erneut ein tolles Saisonfinale bescheren.

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