Fußball-Bezirksliga 4: FSV-Trainer ist der Aufwand in der Staffel 4 zu hoch
Bleibt Brake nur bei Aufstieg?

Bad Wünnenberg (WB). In der Fußball-Bezirksliga 4 ist die FSV Bad Wünnenberg/Leiberg bisher die Überraschungsmannschaft. Nach den ersten zwölf Spielen steht der Vorjahresachte nach neun Siegen, zwei Remis und einer Niederlage mit 29 Punkten zwei Zähler hinter dem FC Arpe-Wormbach auf Platz zwei.

Mittwoch, 06.11.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 07:42 Uhr
FSV-Coach Ralf Brake stören die weiten Fahrten in der Staffel 4.

Einen großen Anteil am guten Saisonstart hat der neue Coach Ralf Brake, der im Sommer Christian Nolte abgelöst hat. Als Nolte, der mit der FSV im Sommer 2018 in die Bezirksliga aufgestiegen war, kurz vor Beginn der Rückrunde der vergangenen Saison seinen Wechsel zum VfB Marsberg bekannt gab, holten die FSV-Verantwortlichen mit Ralf Brake einen alten Bekannten ins Aatal zurück. »Ralf hat von allen Bewerbern den besten Eindruck gemacht. Zudem war er schon in seiner ersten Amtszeit bei uns von 1997 bis 2003 sehr erfolgreich«, so der Sportliche Leiter Michael Rieger.

Bereits zum Saisonauftakt Anfang Juli gab der ehemalige Oberligastürmer Brake bekannt, dass er sein Team unter einem anderem System spielen lassen wolle, als sein – ebenfalls sehr erfolgreicher Vorgänger Nolte – von 2017 bis zum Sommer 2019. Das von Brake favorisierte 4-4-2-System, das offensiver als das seines Vorgängers ausgerichtet ist, hat schon einige Gegner vor große Probleme gestellt. »In einigen Spielen haben wir unser System auch während des Spiels umgestellt. Das hat fast immer gut geklappt. Durch den neuen Kunstrasenplatz in Leiberg haben wir nun optimale Trainingsbedingungen, zumal 13 unserer 14 Ligakonkurrenten auf diesem Untergrund spielen. Da unser Rasen in Bad Wünnenberg beim Spiel gegen Eslohe vor zehn Tagen stark strapaziert wurde, werden wir die restlichen Heimspiele in diesem Jahr auf dem Kunstrasen austragen«, verrät Brake. Der 53-Jährige ist über das Umfeld und die Mannschaft der FSV voll des Lobes. »Bei der FSV ist viel in Bewegung. Die Stimmung im Verein ist sehr gut. Meine Spieler kennen sich teilweise schon seit vielen Jahren, machen auch privat viel zusammen und haben einen guten Charakter«, so Brake weiter.

Mühlenbein macht den Unterschied

Mit Hendrik Mühlenbein (17 Saisontore) hat Brake den mit Abstand besten Torjäger der Liga in seinen Reihen. »Er ist unser Unterschiedsspieler und fühlt sich bei seinem Heimatverein sehr wohl«, lobt Brake den 24-Jährigen, der durch seinen Auftritt an der Torwand im »Aktuellen Sportstudio« bundesweit bekannt wurde.

Überhaupt nicht zufrieden ist Brake mit den weiten Fahrten in der Bezirksliga 4. »Es ist eine Katastrophe, was unserem Verein vom Verband durch die Staffeleinteilung zugemutet wird. Auswärtsfahrten von 70 bis 120 Kilometern sind an der Tagesordnung. Dadurch hat der Verein höhere Kosten und aufgrund der fehlenden Derbys auch geringe Zuschauerzahlen als in der Staffel 3. Auch für mich als Trainer ist der Aufwand sehr groß. Für ein weiteres Jahr in dieser Gruppe würde ich höchstwahrscheinlich nicht zur Verfügung stehen, falls die FSV mit mir verlängern will«, spricht Brake Klartext. Eine Möglichkeit die ungeliebte Liga zu verlassen, wäre der Aufstieg in die Landesliga. »Ein Aufstieg im Sommer käme aus meiner Sicht noch zu früh. Wir würden ihn natürlich trotzdem wahrnehmen«, so Brake.

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