HSG Altenbeken/Buke nach 23:20 über TV Isselhorst wieder Zweiter
Torhüter und Abwehr harmonieren

Altenbeken (WB). Die HSG Altenbeken/Buke hat sich den zweiten Tabellenplatz in der Handball-Verbandsliga zurückerobert. Nach dem 23:20 (11:9)-Heimsieg über den TV Isselhorst, der erst vor einer Woche an Altenbeken/Buke vorbeigezogen war, tauschten die beiden Kontrahenten die Plätze.

Montag, 02.03.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:01 Uhr
Autsch: Für dieses Foul an HSG-Linksaußen Lennart Unkell sieht Isselhorsts Niklas Reckmann in der 58. Minute die Rote Karte. Foto: Markus Schlotjunker

Wie so oft in diesem Jahr musste HSG-Trainer Jan Schwensfeger auch vor diesem Topspiel seine Formation wieder umstellen. Mit Felix Bahrenberg (Sperre), Florian Weißelstein (Rücken) sowie den beiden beruflich verhinderten Jannik Grebe und Hendrik Schubert fielen erneut vier Stammkräfte aus. Dafür stand Nerdin Vunic (war aus persönlichen Gründen in seiner bosnischen Heimat) zum ersten Mal anno 2020 im Kader. Er spielte gleich von Beginn an.

Vunic erstmals in diesem Jahr wieder im Kader

Schwensfeger hatte sich für den Start eine Angriffsvariante ohne Kreisläufer ausgedacht. Mit Alex­ander Jungeilges, Pascal Richter und Marin Vitic bildete Vunic einen vierköpfigen Rückraum. Der Coach löste dies aber nach etwa einer Viertelstunde wieder auf und brachte Malte Werning für den Kreis sowie den Abwehrinnenblock. In der Folge gab es mehrfach Wechsel, so dass die nur acht Feldspieler, die Schwensfeger einsetzte, Erholungsphasen bekamen. Die waren auch notwendig, da die Gastgeber besonders eines vorzüglich taten: In der Abwehr kämpften sie über 60 Minuten unverdrossen, legten so den Grundstein für den Sieg und sorgten nebenbei noch für einen TVI-Negativ-Rekord. Seit ihrem Aufstieg in die Verbandsliga 2018 haben die Isselhorster noch nie so wenig Tore erzielt. „Ja, das war eine sehr gute Verbindung zwischen uns Torhütern und der Abwehr“, meinte HSG-Keeper Thomas Stennes.

HSG-Keeper Stennes und Harst überzeugen

Dass er und sein Kollege Christian Harst, der in der 48. Minute eingewechselt wurde, die Sieger dieser Partie seien, wollte Stennes nicht so bejahen: „Wir haben gesehen, was wir auch mit schmalem Kader erreichen können, wenn wir mannschaftlich geschlossen 60 Minuten lang Einsatz zeigen.“

In Zahlen sah das so aus, dass der Gastgeber bis zur 40. Minute dank der zahlreichen Stennes-Paraden fast immer vorne lag, dann aber von 14:13 auf 15:18 zurückfiel. Coach Schwensfeger stoppte diesen Lauf der Gäste per Auszeit. Harst kam nach Absprache mit Stennes ins Tor, hielt inklusive eines Siebenmeters die ersten drei Würfe auf seinen Kasten und sorgte für Ballbesitz, den seine Vorderleute zu einem 6:0-Lauf auf 21:18 nutzten. Das Schöne daran war, dass sich alle HSG-Spieler die Würfe nahmen und trafen.

Zwei Rote Karten sorgen für unschönes Ende

Ob Jungspund Pascal Richter, ob Routinier Jan Wendte oder Marin Vitic und Werning: Alle Bälle, die sich die Gastgeber in der Abwehr holten, ob nach Paraden oder geblockten Würfen des Gegners, wurden nun vorne verwertet. Sehenswert war, wie Vitic sich in der eigenen Abwehr den Ball schnappte und am Ende des folgenden Angriffs auch noch selbst zum 22:19 verwandelte. Unschön waren am Ende eines fairen Spiels nur die Roten Karten für Vunic (beim Strafwurf erwischte er den TVI-Keeper im Gesicht) und Niklas Reckmann, der Lennart Unkell mit der Faust am Kinn traf.

HSG: Stennes, Harst – Vitic (4), Vunic (4/1), Werning (4), Güldner, Schadomsky (1), Wendte (1), Richter (5), Unkell, Jungeilges (4)

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