Handball: Torsten Appel dankt den Sponsoren – Zweitligist ist sportlich und finanziell auf einem guten Weg
TuS N-Lübbecke erhält Lizenz ohne Auflagen

Lübbecke -

Die nächste gute Nachricht: Der TuS N-Lübbecke hat die Lizenz für die nächste Saison in der 1. und 2. Liga ohne Auflagen erhalten. Keinen Freifahrtschein bekam GWD Minden von der zuständigen Lizenzierungskommission ausgestellt.

Dienstag, 20.04.2021, 15:17 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 17:28 Uhr
Das Schlimmste ist möglicherweise überstanden: Auch dank der breiten Unterstützung seiner treuen Sponsoren hat der TuS N-Lübbecke anstandslos die Lizenz für die nächste Profi-Saison erhalten. Geschäftsführer Torsten Appel ist dankbar. Foto: Oliver Krato

Sportlich läuft es beim TuS N-Lübbecke in diesen Tagen äußerst gut und die Mannschaft hat sich inzwischen auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Handball-Bundesliga hervorgearbeitet. Auch finanziell gab es am heutigen Dienstag (20. April) vom Handball-Bundesliga e.V. für die zukünftige finanzielle Planung des TuS N-Lübbecke grünes Licht. Der TuS hat die Lizenz für die kommende Spielzeit 2021/22 für die 1. und 2. Handball-Bundesliga ohne Auflagen und Bedingungen erhalten.

Trotz der Anstrengungen und erheblichen Mehrkosten - zum Beispiel aufgrund der mehrfachen wöchentlichen Corona-PCR-Testungen - steht der TuS N-Lübbecke finanziell auf einem soliden Fundament. „Dass wir mitten in der Corona-Krise so dastehen, verdanken wir zu einem sehr großen Teil unseren Sponsoren“, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel, der auch die Gelegenheit nutzte, sich zu bedanken: „Alle, vom größten Hauptsponsor bis zum kleinsten Unterstützer, haben dazu beigetragen, dass der TuS N-Lübbecke die historisch schwierigen Umstände, denen alle Klubs derzeit ausgesetzt sind, meistern kann. Darum bedanke ich mich auch nochmals bei unseren Sponsoren und Gönnern! Außerdem geht mein Dank an alle, die uns in diesem Jahr durch den Kauf von Solidaritätstickets - in Form unserer ‚Stream-Team-Tickets‘ - unterstützen. Sie alle bekennen sich zum Bundesligahandball in Lübbecke und zeigen einmal mehr den tollen Zusammenhalt und die Wertschätzung, die sie dem TuS N-Lübbecke entgegenbringen. Das macht mich sehr stolz und lässt mich positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken“, schloss Torsten Appel.

Die guten Signale aus den Sponsorenkreisen der Bundesligaklubs werden auch von den Mitgliedern der Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga wohlwollend zur Kenntnis genommen: „Positiv wirkt sich aus, dass die Sponsoren in dieser wirtschaftlich schwierigen Lage den Klubs weitestgehend verbunden bleiben – sicher auch, weil es gelungen ist, den Spielbetrieb der Ligen bis dato aufrechtzuerhalten und so auch die TV-Präsenz mit sehr guter Reichweite zu sichern.“, lobte Olaf Rittmeier (Steuerberater und Mitglied der Lizenzierungskommission) in der Pressemitteilung der Handball-Bundesliga die Arbeit in den Klubs.

Der unabhängigen Lizenzierungskommission gehören neben dem Vorsitzenden Rolf Nottmeier, Richter am Arbeitsgericht Minden, Olaf Rittmeier, Steuerberater, und Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga GmbH an. Unterstützung erfährt die Kommission zudem von Mattes Rogowski, Leiter Sport und Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH.

Trainer Frank Carstens (L) und der Sportliche Leiter bei GWD Minden, Frank von Behren, müssen mit ihrem Team auch in der kommenden Saison möglicherweise in der Merkur Arena in Lübbecke antreten. Die Lizenz für die Kampa-Halle hängt von Vorbedingungen ab.

Trainer Frank Carstens (L) und der Sportliche Leiter bei GWD Minden, Frank von Behren, müssen mit ihrem Team auch in der kommenden Saison möglicherweise in der Merkur Arena in Lübbecke antreten. Die Lizenz für die Kampa-Halle hängt von Vorbedingungen ab. Foto: Thomas F. Starke

Mühlenkreis-Rivale GWD Minden hat die Bundesliga-Lizenz für die kommende Saison ebenfalls erhalten – allerdings nur unter Auflagen! So besteht für den Spielort Minden die Auflage zur Erfüllung infrastruktureller Voraussetzungen, und zwar mit der Schaffung eines VIP-Raums in der Kampahalle. Sollte diese Auflage nicht fristgerecht erfüllt werden, muss GWD Minden in der kommenden Spielzeit erneut die Heimspiele in der Kreissporthalle in Lübbecke austragen.

Rittmeier: „Das Lizenzierungsverfahren für die Saison 2021/2022 fällt trotz sehr angespannter Lage aufgrund mehrerer Faktoren positiv aus. Es ist den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der Klubs gelungen, über einen längeren Zeitraum laufende Kosten, auch durch Gehaltsverzichte der Spieler, erheblich zu senken.“ Mattes Rogowski, Leiter Sport und Lizenzierungsverfahren bei der HBL GmbH, ergänzt: „Nach über einem Jahr Corona-Pandemie zahlt es sich aus, dass die Klubs in den vorherigen Jahren solide gewirtschaftet haben und sukzessive negatives Eigenkapital abgebaut haben. Auch wenn das rettende Ufer noch ein ganzes Stück entfernt liegt, ist die Erteilung der Lizenzen nach intensiver Prüfung – wenn auch teils unter Auflagen – sehr erfreulich.“

Das vorrangige Ziel bei GWD Minden ist nun die Rückkehr des Spielbetriebs in die Heimatstadt. Geschäftsführer Markus Kalusche appelliert erneut an die Politik, hier eine gemeinsame Lösung zu finden und macht noch einmal deutlich, wie wichtig die Unterstützung der Partner in dieser schwierigen Zeit ist: „Dieser Lizenzantrag stand ganz im Zeichen der Herausforderungen der aktuellen Corona-Pandemie. Unter dem Gesichtspunkt, dass wir bis heute keine Gelder aus der Corona Überbrückungshilfe des Bundes für den Profisport erhalten haben, möchten wir an dieser Stelle ganz besonders allen Partnern von GWD Minden danken, die uns in dieser schwierigen Zeit die finanzielle Stabilität geben und zur Erfüllung der finanziellen Lizenzkriterien den entscheidenden Beitrag geleistet haben. Ohne Sie wäre Spitzenhandball in Minden nicht realisierbar.“

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