Handball: TuS N-Lübbecke verliert 21:22 gegen Nordhorn-Lingen
Knappe Niederlage im ersten Test

Lingen/Lübbecke -

Guter Testspielauftakt des TuS N-Lübbecke: Der Handball-Zweitligist hat am Samstag seine erste Partie des neuen Jahres nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung allerdings nicht gewonnen. Beim Erstligisten HSG Nordhorn-Lingen musste sich das Team vom Wiehen mit 21:22 (11:9) geschlagen geben.

Samstag, 23.01.2021, 17:43 Uhr aktualisiert: 23.01.2021, 18:00 Uhr
Der TuS N-Lübbecke hat sein erstes Testspiel des Jahres beim Erstligisten Nordhorn-Lingen knapp verloren. Foto: Oliver Krato

Gut gespielt, aber knapp verloren. Mit einer starken Abwehrleistung haben die Lübbecker die Anfangsphase in der Lingener Emsland-Arena geprägt. Keeper-Routinier Aljosa Rezar hatte zwischen den Pfosten einen großen Anteil an der guten Startphase, in den ersten zehn Minuten hat die Lübbecker Nummer eins unter anderem zwei Siebenmeter gehalten. Zusammen mit einer flexiblen und beweglichen Abwehr war dies einer der Grundpfeiler für die 5:3-Führung.

Aber auch Rezars Gegenüber, der langjährige Mindener und Kurzzeit-Lübbecker (2004/05 per Zweitspielrecht sowie 2008/09) Björn Buhrmester, seit 2009 im Tor der HSG, machte eine gute Figur, dafür lag beim Kubes-Team,auch der HSG-Coach hat eine bewegte Lübbecker Vergangenheit, einiges im Argen. Die Trefferquote ließ aus Sicht der Gastgeber einiges zu wünschen übrig, was nicht zuletzt auch an einer glänzenden Leistung von Aljosa Rezar lag. Auch wenn Tom Skroblien vom Punkt zunächst nur den linken Pfosten traf, legte er später aus dem Spiel heraus zum 6:4 nach. Danach reagierte Daniel Kubes und nahm seine erste Auszeit, wechselte vor allem im Rückraum munter durch, zudem bekam nun auch Nordhorns Winterneuzugang Nils Torbrügge seine Chance gegen seinen ehemaligen Verein.

Nach einer guten Auftaktviertelstunde kamen Florian Baumgärtner und Valentin Spohn im Lübbecker Rückraum zum Zug. Beim 8:5 hatten die Lübbecker einen Drei-Tore-Vorsprung, der vor allem auf die drei gehaltenen Siebenmeter bis zu diesem Zeitpunkt zurückzuführen war.

Nordhorn probierte es in der Schlussphase der ersten Halbzeit bei einem 7:9-Zwischenstand mit einer offensiveren Deckung, um nicht mit einem Rückstand in die Halbzeit zu gehen. Dafür blieb die Fehlerquote aber zu hoch und Lübbecke konterte eiskalt zum 10:7. Gegen eine noch offensivere 3:2:1-Deckung der Nordhorner hielten die Lübbecker durch Benas Petreikis aber ihren Vorsprung zum 11:8, zur Pause lagen die Gäste nach einer guten Leistung immer noch mit 11:9 vorne, wobei das Resultat nicht zuletzt aber auch ein Ergebnis der hohen Fehlerquote, vor allem auf Nordhorner Seite, war.

Nachdem in der Halbzeitpause der Hallen-DJ musikalisch appellierte, den Gauben nicht zu verlieren (Keep the Faith/Bon Jovi), setzte Daniel Kubes im Zuge des munteren Testspiel-Wechsels im Tor zunächst auf seinen zweiten Keeper, auch Emir Kurtagic ließ Johannes Jepsen starten. Zunächst hatte das noch keine Auswirkungen auf die Kräfteverhältnisse.

Tom Skroblien sorgte vom Siebenmeterpunkt mit dem 13:10 dafür, dass die Gäste ihren Vorsprung auch im zweiten Abschnitt konservierten und wenig später auf 14:10 erhöhten. Danach leisteten sich die Lübbecker allerdings einige torlose Minuten, so dass Nordhorn den Rückstand halbieren konnte und beim 13:14 in der 39. Minute wieder den Anschluss geschafft hatte. Nach 42 Minuten gelang Nordhorn der erste Ausgleich nach der Startphase. Tom Skroblien holte die Führung aber umgehend per Siebenmeter zurück, danach blieb es zunächst ein spannendes Hin und Her, wobei die Gäste ihre Probleme mit der offensiven Abwehr des Kubes-Teams hatten und nicht immer die beste Lösung fanden. In Überzahl kassierte Lübbecke den ersten Rückstand nach dem 0:1 und lag 15 Minuten vor dem Ende mit 15:16 zurück. In eigener Überzahl, Lübbeckes Dräger musste auf die Strafbank, baute Nordhorn den Vorsprung erstmals auf zwei Tore aus: 17:15 (47.). Nach dem 18:16 (49.) zeigte der TuS Moral und kam zunächst zum 19:19 zurück, ehe Nordhorn doppelt zum 21:19 (57.) zurückschlug. Danach fehlte aber der Zugriff in der Abwehr und Nordhorn leistete sich jetzt keine maßgeblichen Fehler mehr. Tom Skroblien hielt den TuS per Siebenmeter beim 21:22 weiter im Spiel, ehe knapp 30 Sekunden vor Ende Florian Baumgärtner, diesmal bester Feldtorschütze der Gäste, mit dem letzten Lübbecker Wurf an Björn Buhrmester scheiterte. Das war die letzte Chance, den Ausgleich zu erzielen, so blieb es bei einer knappen 21:22-Niederlage. Trotz des verpassten Sieges blieb nach dem ersten Test des Jahres, geprägt von zahlreichen Wechseln nicht zuletzt bei den Nordhornern, das positive Fazit für die Lübbecker: Ein Klassenunterschied im Kräftemessen mit dem Erstligisten war am Samstag nicht zu sehen.

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen – Heiny (1), Baumgärtner (4), Ebner (2), Petreikis (3), Bagaric, Strosack (1), Mundus (1), Dräger (1), Spohn, Nissen, Speckmann (2), Skroblien (6/4)

 

 

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