2. Bundesliga: Lübbeckes Torjäger Dominik Ebner genießt das Vertrauen des Trainers
Der Team-Gedanke steht über allem

Lübbecke -

Er ist einer der Erfolgsgaranten des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke: Dominik Ebner hat einen Lauf. Der Toptorjäger des TuS will auch heute Abend gegen den HSV Handball Hamburg zuschlagen und sein Team im Aufstiegsrennen gegen die zu erwartende steife Brise aus dem hohen Norden auf Kurs halten.

Dienstag, 01.12.2020, 12:32 Uhr
Dominik Ebner hat mit dem TuS N-Lübbecke derzeit einen Lauf. Foto: Oliver Krato

Dominik Ebner ist gut drauf. Auf der Platte und auch außerhalb der Handball-Halle. „Es macht Spaß!“, bringt der letztjährige Neuzugang vom TBV Lemgo die derzeitige Gesamtsituation und auch eine nicht zu unterschätzende Zutat im Erfolgsrezept von Emir Kurtagic auf den Punkt. Nach einem Eingewöhnungsjahr („Mittlerweile bin ich mit den Kollegen viel eingespielter, wir vertrauen uns alle im Spiel!“) sei schon im Sommer nach der langen Corona-Pause vieles besser gelaufen, gerade auch für ihn persönlich: „Ich hatte schon in der Vorbereitung ein gutes Gefühl und ich spüre das Vertrauen des Trainers!“ Eben jener Emir Kurtagic hält große Stücke auf seinen Toptorjäger und das nicht erst, seitdem der Rückraumrechte auch für den TuS spielt: „Ich kenne ihn ja schon aus der Jugend und ihn hat schon im frühen Alter seine Torgefahr ausgezeichnet. Dominik hatte in Lemgo dann nicht die Rolle wie hier, das ist auch ein Prozess der Reife und Entwicklung bei ihm, das ist eine individuelle und persönliche Entwicklung bei ihm. Durch die vielen Spielzeiten bei uns wird er auch sicherer. Dass er Tore werfen und Handball spielen kann, das wissen wir. Früher hat er sich nach Fehlwürfen geärgert, jetzt verwirft er und freut sich auf den nächsten Wurf!“, sieht Kurtagic nicht zuletzt auch vor allem im mentalen Bereich beim 26-Jährigen einen deutlichen Fortschritt. Die nächsten Schritte will sich der gebürtige Detmolder in jeder Einheit neu erarbeiten: „Ich versuche, mir im Training eine gewisse Selbstsicherheit zu holen.“ Das wirke sich auch in den Spielen immer positiver aus: „Wenn Du dann in einen Flow kommst, dann kann Dich auch eine schlechte Aktion nicht runterziehen.“

Die Versuchung, angesichts seiner derzeitigen Galaform und zuletzt sieben Treffern gegen Fürstenfeldbruck mit einem Auge auf die Torjägerliste der Zweiten Bundesliga und auf die Kanone zu schielen, sei nicht gegeben, betont Ebner: „Das ist mir völlig egal!“ Viel wichtiger sei im Zweifelsfall, wenn er sich zwischen der Torjägerliste und der Tabelle entscheiden müsste, eine Platzierung, die dem TuS N-Lübbecke die Rückkehr in die Erste Bundesliga ermöglichen würde: „Was über allem steht, ist der mannschaftliche Erfolg! Mein Ziel ist es, da meinen bestmöglichen Beitrag zu leisten, ob ich im Spiel dann zwei oder zehn Tore werfe. Klar macht es bei zehn Toren vielleicht mehr Spaß, aber wenn ich bei zwei Toren mit ein paar Anspielen mehr der Mannschaft helfen kann, nehme ich das auch gerne mit. Was die Torjägerkanone angeht, da sind aber keinerlei Ambitionen vorhanden!“ Die hat Ebner dafür mit der Mannschaft gemeinsam, mit der er gerne seine persönliche Rückkehr in die Erste Liga feiern würde. Aus dem Lemgoer Schattendasein ins Lübbecker Rampenlicht. Das dann am liebsten vor einer voll besetzten Merkur Arena: „Wir sind froh, dass wir überhaupt spielen können, aber natürlich würden wir das noch viel lieber vor einer vollen Halle machen. Mittlerweile haben wir uns aber daran gewöhnt, nachdem es sich anfangs eher wie Training angefühlt hat“, geht Ebner lieber vor den eigenen Fans auf Torejagd als vor einer Geisterkulisse. Das Wichtigste ist aber das Ergebnis und das soll auch gegen den HSV stimmen. Nicht zuletzt dank der Tore von Dominik Ebner.

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