Handball-2. Bundesliga: Der TuS N-Lübbecke erwartet den HSV Handball in der Merkur Arena
„Wir sind deutlich stabiler!“

Lübbecke -

Es wird der nächste Härtetest auf dem Weg an die Spitze: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke erwartet den HSV Handball Hamburg. Anwurf in der Merkur Arena ist am Dienstag um 19.30 Uhr.

Montag, 30.11.2020, 19:10 Uhr aktualisiert: 01.12.2020, 12:20 Uhr
Die Handball-Asse des TuS N-Lübbecke wollen auch heute wieder mit einer stabilen Defensive die Grundlage für einen Heimerfolg legen. Foto: Oliver Krato Foto: Oliver Krato

Spitzenmannschaft, Geheimfavorit im Aufstiegsrennen, ein großer Name mit ehemals und auch aktuell nicht gerade kleinen Ambitionen in der Weltmetropole Hamburg: Der HSV Handball Hamburg hat zumindest eine Gemeinsamkeit mit dem vergleichsweise beschaulichen Lübbecke, den Sprung in die Erste Liga würden beide Vereine nicht ablehnen. Vor dem großen Sprung stehen aber viele kleine Schritte und zwischen denen liegen auch noch zahlreiche potenzielle Stolpersteine. Wer beim Duell des Tabellensechsten aus Lübbecke gegen den trotz eines Verlustpunktes mehr auf dem Konto auf Rang drei liegenden HSV heute Abend für wen zum Stolperstein wird, das hängt laut TuS-Trainer Emir Kurtagic vor allem von seinen Schützlingen ab. Respekt ja, zuviel Ausrichtung nach dem Gegner nein: Kurtagic bleibt nach drei Siegen in Serie auch gegen den HSV seiner erfolgreichen Linie treu und sieht keinen Grund, seine zuletzt meist überzeugende Mannschaft zu sehr nach dem HSV auszurichten. „Das ist eine relativ junge, talentierte Zweitliga-Mannschaft, die zusammengewachsen ist und auf einem guten Niveau vernünftigen Handball spielt“, sieht der Lübbecker Trainer im kommenden Gegner eine absolut ernst zu nehmenden Gegner. Das sei allerdings auch jeder andere Kontrahent in dieser Zweiten Bundesliga auch, „ob Konstanz oder Fürstenfeldbruck. Klar haben die Hamburger ein, zwei Spieler, auf die man achten muss“, sieht Kurtagic die individuelle Qualität der Hanseaten auf einem höheren Level als beim vergangenen Gegner aus Bayern. Bei den Gästen gelte es dabei, auf Spielgestalter Leif Tissier oder Kreisläufer Niklas Weller ebenso ein waches Auge zu haben wie auf den Rückraum, der vor allem dank Linkshänder Jan Forstbauer für „viele einfache Tore“ sorgen könne, dennoch sei der HSV noch keine Mannschaft aus der absoluten Spitze der Liga: „Ich sehe Hamburg nicht als Topfavorit auf eine gute Platzierung, das sind andere Mannschaften“, will Emir Kurtagic den kommenden Gegner nicht künstlich größer reden, als er als Tabellendritter eh schon ist: „Die laufen viel, haben natürlich ihre Stärken und Schwächen, wie alle anderen auch. Hamburg spielt ein gewisses Niveau über 60 Minuten“, hat der Lübbecker Trainer analysiert und erwartet daher eine durchweg konzentrierte Vorstellung von seinen Schützlingen.

In gewohnter Manier sollen sich seine Schützlinge vor allem auf sich selbst und ihr Spiel konzentrieren und nicht zu sehr nach den Stärken des nächsten Gegners richten. Mit den jüngsten Erfolgen im Rücken sei das auch nicht zu schwer, zumal seine Mannschaft immer wieder einen fortschreitenden Reifeprozess nachweisen würden: „Wir sind deutlich stabiler geworden, das passt“, freut sich Kurtagic über die Entwicklung unter seiner Leitung, dabei seien sich die TuS-Stars auch über ihre Aufgabe hier am Wiehen bewusst. Und vor allem, auf den Punkt gebracht: „Sie stellen unter Beweis, dass sie gut sind!“

In Sachen Corona konnten die Lübbecker gestern Nachmittag Entwarnung geben: Am Tag vor dem Spiel sind alle TuS-Tests einmal mehr negativ ausgefallen, so dass Trainer Emir Kurtagic gestern bis auf den Langzeitverletzten Florian Baumgärtner seinen kompletten Kader in die finale Phase der Spielvorbereitung mit einem nachmittäglichen Videostudium schicken konnte. Bereit, den nächsten Härtetest auf dem Weg an die Spitze zu bestehen!

 

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