Sieg in Hüttenberg zeigt: TuS N-Lübbecke hat viele Optionen – Skroblien weiter „on fire“ – Criciotoiu im Kommen
Anrufe sorgen für Unruhe im Bus

Wetzlar/Lübbecke -

„Aus der Breite dieses Kaders könnte man auch zwei Teams bilden und beide würden um den Aufstieg spielen“, hatte Frederick Griesbach im Vorfeld – leicht überspitzt – auf die personellen Bedingungen beim TuS N-Lübbecke hingewiesen.

Sonntag, 22.11.2020, 19:09 Uhr aktualisiert: 22.11.2020, 19:58 Uhr
Tom Skroblien fliegt vor leeren Rängen in der Rittal Arena seinem nächsten Treffer entgegen. Der Lübbecker Linksaußen setzte beim Auswärtssieg seinen starken Lauf fort und gehört zu den Top-Scorern der 2. Bundesliga. Foto: Marc Thürmer

Im Spiel zeigte sich am Freitagabend dann, was der Coach des TV Hüttenberg gemeint hatte. Gerade im Rückraum verfügt der immer besser eingespielte Aufstiegskandidat aus dem Mühlenkreis nach der Rückkehr von Dominik Ebner über etliche Variationsmöglichkeiten, aus denen TuS-Coach Emir Kurtagic die passenden Konstellationen wählen kann. Gegen die offensive Deckung der Gastgeber erwies sich diesmal das Trio Heiny/Ebner/Petreikis als Idealbesetzung. Vor allem nach der Pause, als die Lübbecker Zweitliga-Handballer ihren „Groove“ gefunden hatten, war der Gäste-Express nicht mehr zu stoppen.

Weiter in Top-Form präsentiert sich Tom Skroblien: Lübbeckes Linksaußen setzte seinen Lauf mit weiteren neun Treffern fort und schob sich in der Torschützenliste in die Top Ten vor. Allerdings: Während Skroblien für seine 37 Tore insgesamt nur fünf Spiele benötigte, hat die Nummer eins Jakub Hrstka (58/Dessau) bereits neun Spiele auf dem Konto. Den bisherigen Tore-Schnitt verzeichnet der TuS-Goalgetter.

Einen Schritt nach vorne hat derweil auch Bogdan Criciotoiu gemacht. Der zu Saisonbeginn vom TuS nachverpflichtete Linkshänder verdiente sich in Hüttenberg mehr Einsatzminuten. „Er war sofort drin, wirkt jetzt wie ein Teil der Mannschaft“, sagte Kurtagic über den Rumänen, dem man bei den ersten Einsätzen noch seine lange Handballpause angemerkt hatte.

Einen bangen Augenblick erlebte der Trainer auf der Hinfahrt. „Ich hatte zwei verpasste Anrufe von Torsten Appel auf dem Handy. Da dachte ich kurz: ‚Wird jetzt doch nicht gespielt?‘“, so Kurtagic. Das Gegenteil war der Fall: Der Geschäftsführer wollte bloß durchgeben, dass Hüttenbergs Team negativ getestet worden war. Dem Spiel stand somit nichts im Weg.

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