2. Bundesliga: TuS N-Lübbecke kann sich über 25:25-Remis in Dormagen nicht freuen
Ein Punkt nach packender Schlussminute

Dormagen/Lübbecke (WB). Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke ist haarscharf am zweiten Saisonsieg vorbeigeschrammt. Die Partie beim TSV Bayer Dormagen endete am Samstagabend nach spannendem Spielverlauf mit 25:25 (13:12).

Samstag, 31.10.2020, 21:17 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 23:30 Uhr
Jan-Eric Speckmann zeigte sich in der ersten Halbzeit treffsicher. Die Lübbecker verlagerten ihr Spiel konsequent auf die Außen, Dormagen hatte Mühe, sich darauf einzustellen. Foto: Oliver Krato

In der dramatischen Schlussminute hatten beide Teams den Siegtreffer vor Augen: Zunächst trafen die Dormagener mit ihrem letzten Angriff den linken Pfosten. Den Lübbeckern blieb noch die Zeit für einen schnellen Gegenstoß: Der Ball landete bei Peter Strosack, der auf das Dormagener Tor zusteuerte, seinen Wurf allerdings in Bedrängnis per Aufsetzer über den Kasten setzte. Strosack wollte wie sein Trainer Emir Kurtagic ein Foul gesehen haben – doch die Schiedsrichter ließen sich auf keine Diskussionen ein. Die Gäste mussten sich mit einem Punkt begnügen.

Wir haben heute in der Abwehr nicht unseren besten Tag erwischt.

Rolf Hermann, Sportlicher Leiter

„Unsere Abwehr hatte heute nicht ihren besten Tag. Außerdem haben wir den Beginn der zweiten Halbzeit verschlafen. Valentin Spohn hat uns da mit seinen Brachial-Würfen im Spiel gehalten“, bilanzierte der Sportliche Leiter Rolf Hermann. Auch wenn die letzte Szene für Frust sorgte: Letztlich ging das Unentschieden nach einem wechselhaften Spielverlauf durchaus in Ordnung.

Einen 10:13-Rückstand hatten die Hausherren mit einem 7:1-Lauf in eine 17:14-Führung gedreht (43.). Die Lübbecker hatten zu Beginn des zweiten Durchgangs mit mehreren Unachtsamkeiten das Momentum wieder aus der Hand gegeben. Der Gast kämpfte sich aber, angeführt vom starken Valentin Spohn, zurück. Der fünfte Spohn-Treffer in der 55. Minute bedeutete die 24:23-Führung der Gäste, zwei Minuten vor Schluss brachte der Halb-Linke seine Mannschaft mit dem nächsten „Hammer“ mit 25:24 in Führung. Andre Meuser egalisierte für den Gegner.

Kaum Abschlüsse aus dem Rückraum: Kurtagic-Konzept geht auf

Um das schmerzhafte Fehlen von Dominik Ebner im rechten Rückraum zu kompensieren, hatte Emir Kurtagic seiner Mannschaft ein klares Konzept mit auf den Weg gegeben: Die Lübbecker, die mit Lutz Heiny und Bogdan Criciotoiu auf den Halbpositionen in die Partie starteten, verlagerten ihre Abschlüsse zunächst konsequent auf die Außenpositionen. Elf der 13 TuS-Treffer in Halbzeit eins gingen somit auf das Konto von Rechtsaußen Peter Strosack (5) sowie Tom Skroblien (3) und Jan-Eric Speckmann (3) auf der anderen Seite. Erst nach 25 Minuten erfolgte der erste Abschluss aus dem Rückraum: Lutz Heiny traf zur 12:10-Führung, die der TuS anschließend sogar erstmalig auf drei Treffer ausbaute.

Die starke Phase der Gäste dauerte aber nicht lange genug an, nach der Pause übernahm der TSV zunächst wieder das Kommando. Weil der erst ab der 25. Minute mitwirkende Valentin Spohn im linken Rückraum schnell „heiß“ lief, konnte der TuS sich wieder im Spiel zurückmelden. Nach einem Abend mit Licht und Schatten stand somit eine gerechte Punkteteilung.

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen – Petreikis, Skroblien (6/3), Strosack (6), Bagaric, Dräger (2), Heiny (2), Criciotoiu, Mundus, Spohn (6), Petrovsky, Speckmann (3).

 

 

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