Alle Tests negativ, aber: TuS N-Lübbecke in Dormagen weiter ohne Dominik Ebner
Aufatmen um Mitternacht: Dem Auswärtstrip steht nichts mehr im Weg

Lübbecke (WB). Zitterpartie vor dem Auswärtsspiel: Erst in der Nacht zu Samstag konnte Rolf Hermann endlich aufatmen. Um Mitternacht erhielt der Sportliche Leiter des TuS N-Lübbecke aus dem Labor im Mindener Klinikum die Ergebnisse aus der zweiten Testreihe seiner Zweitliga-Handballer in dieser Woche. „Alle Corona-Tests waren negativ“, so Hermann. Dem Auswärtstrip zum TSV Bayer Dormagen am heutigen Samstagabend (19.30 Uhr) steht also nichts im Weg.

Samstag, 31.10.2020, 10:10 Uhr aktualisiert: 31.10.2020, 10:14 Uhr
Mentale Abschottung, Fokus aufs Wesentliche: Benas Petreikis (Mitte) hat sich mit seinen Lübbecker Teamkollegen konzentriert auf das dritte Saisonspiel vorbereitet. „Wir haben hart trainiert“, sagte Trainer Emir Kurtagic. Foto: Sascha Fromm

Ein Spieler ist allerdings auch weiterhin nicht an Bord beim TuS: Dominik Ebner fehlt im Lübbecker Kader. Dabei war der Rückraumspieler rund zwei Wochen nach seiner Corona-Infektion am Dienstag aus der Quarantäne entlassen worden. Die Rückkehr ins Mannschaftstraining verzögerte sich aber, weil der erste Test bei Ebner in dieser Woche immer noch ein positives Ergebnis aufwies – was in medizinischer Hinsicht aber normal ist.

„Auch wenn das Gesundheitsamt Herford grünes Licht gegeben hat und Dominik höchstwahrscheinlich nicht mehr infektiös ist, wollten wir kein Risiko eingehen. Wir werden Dominik, auch im Hinblick auf das Verletzungsrisiko nach zwei Wochen Trainingspause, behutsam aufbauen“, sagte der Sportliche Leiter Rolf Hermann über den Verzicht auf den Leistungsträger, dem es aber gut geht. „Er ist symptomfrei“, berichtete Hermann.

Bis auf Ebner stehen TuS-Coach Emir Kurtagic am Samstag voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung. Auch die beiden Spieler, die als Kontaktpersonen Ebners galten und vorübergehend ebenfalls in Quarantäne waren, mischen seit Mittwoch wieder mit. „Wir haben hart und konzentriert gearbeitet“, sagt Kurtagic über die fokussierte Spielvorbereitung. Das größte Problem beider Teams dürfte der fehlende Rhythmus sein. Sowohl der TuS als auch Dormagen kommen vor dem sechsten Zweitliga-Spieltag erst auf zwei Einsätze und verzeichnen mit jeweils 2:2 Punkten die gleiche Ausbeute.

Heimstarke Dormagener: Kurtagic rechnet mit einer schweren Prüfung

Kurtagic rechnet in Dormagen mit einer schweren Prüfung für sein Team. Seine Einschätzung wird auch durch die 24:31-Niederlage an gleicher Stelle in der Hinrunde der Vorsaison untermauert. Kur­tagic: „Auch diesmal können wir eine böse Überraschung erleben, wenn wir nicht den maximalen Einsatz zeigen.“

Zumal der Gegner für seine Heimstärke bekannt ist. Die Tat­sache, dass am Samstagabend keine Zuschauer zugelassen sind, könnte daher dem TuS etwas in die Karten spielen. In personeller Hinsicht hat Kurtagic den Gegner zwar analysiert, will aber keinen Spieler herausheben. „Sie kommen übers Kollektiv, überzeugen mit Ausgeglichenheit. Das ist eine Mannschaft, die an sich glaubt“, unterstreicht er. Der Wunsch, die Punkte einzufahren, müsse bei seinen Spielern mindestens genauso ausgeprägt sein.

Im rechten Rückraum sind Criciotoiu und Mundus gefordert

Durch das weitere Fehlen von Dominik Ebner stehen im rechten Rückraum erneut TuS-Neuzugang Bogdan Criciotoiu und Youngster Marvin Mundus im Blickpunkt. „Bogdan ist jetzt drei Wochen bei uns und findet immer besser ins System rein“, sagt Kurtagic über die Fortschritte des Rumänen. Ebner soll möglichst in der kommenden spielfreien Woche wieder ins Training integriert werden.

Die Ergebnisse der vorgeschriebenen zweiten Testreihe der Mannschaft ließen am Freitag ungewöhnlich lange auf sich warten. „Ohne die Ergebnisse könnten wir Samstagmittag nicht nach Dormagen fahren“, meinte Rolf Hermann, für den die Verzögerung der Beweis dafür war, dass auch das Labor im Mindener Klinikum derzeit am Anschlag arbeiten muss. Am Ende hielt der TuS N-Lübbecke die notwendigen Dokumente aber rechtzeitig in den Händen. Auch aus Dormagen gab es keine negativen Nachrichten, so dass das dritte Punktspiel der Lübbecker am Samstagabend wohl steigen kann.

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