Handball: TuS N-Lübbecke verliert beim TBV Lemgo Lippe mit 18:31 (9:17)
Lemgo überrollt das Kurtagic-Team

Lemgo/Lübbecke (WB). Aufschlussreiche Lehrstunde für den TuS N-Lübbecke: Der Handball-Zweitligist musste sich am Freitagabend im Testspiel beim TBV Lemgo Lippe mit 18:31 (9:17) geschlagen geben.

Samstag, 26.09.2020, 12:35 Uhr aktualisiert: 26.09.2020, 12:38 Uhr
Der TuS N-Lübbecke musste sich im Testspiel beim TBV Lemgo-Lippe am Freitagabend deutlich geschlagen geben. Foto: Ingo Notz

Nach dem 28:28-Unentschieden im ersten Testspiel beider Teams gegeneinander während der laufenden Saisonvorbereitung ist ein solch gutes Ergebnis für den TuS beim „Rückspiel“ in Lemgo schon früh außerhalb jeder Reichweite geraten. 5:5 stand es nach elf Minuten auf der „Platte“ – danach folgten aber zu viele platte Minuten des TuS. Nach 17 Minuten zog TuS-Trainer Emir Kurtagic seine erste Auszeit, um den Lauf der Gastgeber zu unterbrechen und seine Mannschaft neu einzustellen. An der Lemgoer Treffsicherheit änderte dies allerdings nichts, das Kehrmann-Team zog auf 10:5 (21.) davon. Lemgo bestrafte die zu hohe Fehlerquote der Lübbecker Offensive im Passspiel und Torabschluss mit schnellen Gegenstößen, die zu vielen leichten Toren für den Erstligisten führten. Beim 8:17-Rückstand drohte Lübbecke mit einer Zehn-Tore-Packung in die Halbzeit geschickt zu werden, ehe mit der Schlusssirene der ersten 30 Minuten Tom Skoblien den Rückstand auf acht Tore verkürzte.

Die deutlichen Worte von Emir Kurtagic in der Pause blieben ohne Wirkung. Lemgo zeigte auch in den zweiten 30 Minuten, wer Chef auf der Platte war. Acht Minuten dauerte es bis zum ersten TuS-Treffer zum 22:10, wenig später lagen die Lübbecker mit 14 Toren hinten – der Rest war ein Schaulaufen der Lipper, das auch nicht von der letzten Auszeit von Kurtagic (52.) aufgehalten werden konnte.

Bis auf die ersten fünf Minuten haben wir eine sehr gute konzentrierte Leistung auf die Platte gebracht.

Florian Kehrmann (Trainer TBV Lemgo-Lippe)

TBV-Trainer Florian Kehrmann war entsprechend zufrieden mit dem Test: „Bis auf die ersten fünf Minuten haben wir eine sehr gute konzentrierte Leistung auf die Platte gebracht. Die 6:0-Abwehr hat dann sehr gut funktioniert und vorne haben wir richtig konsequent im Angriff gespielt. Wir konnten Lübbecke immer wieder vor Aufgaben stellen, die sie zu Fehlern gezwungen haben. Insgesamt war es sicherlich ein sehr deutliches Ergebnis. Nichtsdestotrotz werden wir uns jetzt weiter gut vorbereiten, versuchen, noch besser zu werden, und dann freuen uns alle schon sehr auf den Auftakt am kommenden Donnerstag im Spiel gegen den HSC 2000 Coburg.“

Wir waren eine Klasse schlechter als Lemgo, Lemgo war aber auch sehr gut und hat jeden unserer Fehler gnadenlos bestraft!

Emir Kurtagic (Trainer TuS N-Lübbecke)

Lübbeckes Trainer Emir Kurtagic war naturgemäß unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir waren eine Klasse schlechter als Lemgo, Lemgo war aber auch sehr gut und hat jeden unserer Fehler gnadenlos bestraft. Im Sechs-gegen-Sechs-Spiel war es gar nicht so schlecht, aber der Gegner war hoch motiviert und bei uns hat die Absage des ersten Spiels gegen Hamburg ein Übriges dazu beigetragen. Es ist aber gut, dass uns das jetzt noch einmal so vor Augen geführt worden ist, weil uns das in der Saison ja auch immer wieder passieren könnte.“ Offen ist noch, ob der TuS in der kommenden Woche ein kurzfristiges Testspiel in den Terminplan einschieben kann. Stand jetzt gilt für Emir Kurtagic und sein Team die Devise: „Die Testphase ist jetzt beendet und nun gilt unsere ganze Konzentration dem ersten Spiel in Eisenach!“

TBV Lemgo Lippe: Johannesson, van den Beucken; Elísson (11/4), Kogut (1), I. Guardiola, Carlsbogård (3), Schagen (3), Timm (3), Hangstein, Suton (2), Zerbe (2/1), G. Guardiola (3), Geis (1), Reimann, Baijens (2)

TuS N-Lübbecke: Rezar, Jepsen; Becvar, Heiny (1), Ebner (5), Petreikis (4), Bagaric (1), Strosack (2), Mundus, Dräger, Spohn (1), Artmeier, Speckmann, Skroblien (4/3).

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