Handball: Zweitliga-Konkurrenz des TuS N-Lübbecke verstärkt sich
Gummersbach rüstet auf

Lübbecke (WB/tip). Der TuS N-Lübbecke lässt mit seiner Runderneuerung die Konkurrenz aufhorchen. Acht neue Spieler kommen, sieben sind gegangen - nur wenige der anderen Handball-Zweitligisten bauen ihren Kader in diesem Sommer so radikal um. Doch was tut sich bei der Konkurrenz – insbesondere bei jenen drei Teams, die in der Abbruchsaison vor den Lübbeckern platziert waren?

Montag, 29.06.2020, 14:46 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 14:50 Uhr
Hier spielte er noch für die Rhein-Neckar Löwen: der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson in der Saison 17/18 in der Kampa-Halle Minden. Foto: Thomas F. Starke

Der VfL Gummersbach hat sich mit namhaften Neuverpflichtungen schon jetzt in die Favoritenrolle im Titelrennen gehievt. Das gilt vor allem für die Besetzung der Trainerposition. Dort nimmt mit dem Isländer Gudjon Valur Sigurdsson zwar ein Trainernovize Platz, doch seine Karriere als Spieler war gespickt mit großen Erfolgen. Sigurdsson hatte seine aktive Laufbahn nach der vergangenen Saison bei Paris Saint-Germain beendet. Mit seiner Verpflichtung ist den Oberbergischen nach eigenen Angaben ein ganz besonderer Coup gelungen. „Goggi ist einer der erfolgreichsten und besten Handballer der letzten 20 Jahre und somit jetzt schon eine Handballlegende. Er hat zum einen eine unfassbare Erfahrung als Spieler und brennt zum anderen auf seine neue Aufgabe als Trainer“, freut sich VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler. Sigurdssons Vertrag läuft bis Sommer 2022.

Beeindruckende Karriere

Als aktiver Profi legte der Isländer eine beeindruckende Karriere hin und gewann in 25 Jahren Profihandball 17 Titel in fünf verschiedenen Ländern – darunter drei deutsche Meisterschaften und ein Champions League-Titel. 1.875 Tore erzielte er zudem in 364 Spielen für die isländische Nationalmannschaft, wurde mit ihr Vize-Olympiasieger und EM-Dritter. Der ganz große Durchbruch zum Spitzenspieler gelang ihm dabei in Gummersbach. Von 2005 bis 2008 trug Sigurdsson das Trikot des VfL und avancierte binnen kürzester Zeit zum Publikumsliebling und Leistungsträger.

Ex-Lübbecker Alois Mraz ist nicht mehr Co-Trainer

Als neuer Co-Trainer in Gummersbach löst der 42-jährige Anel Mahmutefendic, der zuletzt bei den Füchsen Berlin tätig war, den früheren Lübbecker Profi Alois Mraz ab. Der 41-Jährige konzen­triert sich in der kommenden Saison ausschließlich auf seine Aufgabe als A-Jugend-Trainer. „Alois hat einen hervorragenden Job gemacht“, erklärt Schindler: „Jedoch haben wir in Gesprächen festgestellt, dass diese Doppelbelastung aus A-Jugend-Bundesliga und erste Herrenmannschaft zu groß ist.“

Klotzen statt Kleckern

Auch bei den Spielereinkäufen ist in Gummersbach eher Klotzen statt Kleckern angesagt. Nach der Verpflichtung des früheren Lemgoers Timm Schneider (MT Melsungen) haben die Gummersbach mit Linksaußen Raul Santos einen weiteren Erstligaakteur geholt. Der Österreicher lief bereits zwischen 2013 und 2016 für die Oberbergischen auf. Zuletzt war er für den SC DHfK Leipzig aktiv. Er ersetzt Marvin Sommer. Im Tor steht künftig der Portugiese Diogo Valério. Der 21-Jährige ist Nationalspieler und stand zuletzt für Os Belenenses zwischen den Pfosten.

Neuer Trainer für Orlowski und Genz

Der ASV Hamm, neue Heimat der bisherigen Lübbecker Profis Marian Orlowski und Jó Gerrit Genz, hat mit Michael Lerscht einen neuen Trainer. Der 35-Jährige war bislang als Spieler und Trainer beim TuS Ferndorf tätig und hat mit seinem alten Klub die Lübbecker schon des öfteren geärgert. „Der ASV ist ein ambitionierter Verein und eine sehr gute Adresse. Nach 15 Jahren in Ferndorf freue ich mich auf diesen Schritt, auf neue Perspektiven“, sagte Lerscht.

Die SG BBM Bietigheim, Tabellendritter in der Abstiegssaison setzt auf Kontinuität. Mit Jonas Link und Kreisläufer Jonathan Fischer hatten zwei Stützen ihre Verträge noch während der Saison verlängert. Jetzt hat der Klub mit dem 21-jährigen Nick Lehmann die zweite Torhüterposition hinter Aron Rafn Edvardsson besetzt. Lehmann kommt auf Kooperationsbasis vom Erstligisten TVB Stuttgart.

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