Handball: TuS N-Lübbecke beginnt mit einer zweiwöchigen Vor-Vorbereitung
TuS startet im Juli

Lübbecke (WB). Die Handball-Bundesliga (HBL) hat einen Plan und ihre Vereine haben eine Perspektive: Am 1. Oktober soll die nächste Saison in den beiden höchsten deutschen Profiligen wieder starten – nach Möglichkeit vor Zuschauern. Das teilte der Ligaverband nach einer Telefonkonferenz mit Vereinsvertretern am Mittwoch mit. „Alle sind glücklich, dass wir die Ersten sind, die etwas zur neuen Saison sagen können“, berichtete TuS-Geschäftsführer Torsten Appel aus dem virtuellen Treffen. In der Tat: Mit dieser Ankündigung sind die Handballer den anderen Ballsportlern einen Schritt voraus.

Donnerstag, 25.06.2020, 12:59 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 13:02 Uhr
Lübbecker Hoffnungsträger: (von links) Rolf Hermann, Emir Kurtagic und Torsten Appel fiebern dem Neustart mit dem TuS N-Lübbecke entgegen.

Für den TuS N-Lübbecke bedeutet das: Am 3. oder 4. Oktober steht für die runderneuerte Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic in der 2. Bundesliga das erste Meisterschaftsspiel der Spielzeit 20/21 an. Ob es für den TuS zuhause oder auswärts losgeht, steht noch nicht fest. Entsprechende Informationen will der Ligaverband den Vereinen in Kürze zukommen lassen. Eine Veröffentlichung der Spielpläne ist bis Ende Juli geplant. „Ich glaube, jeder Verein wünscht sich, mit einem Heimspiel zu starten – gerade in der aktuellen Situation“, sagte Appel. Was aber feststeht: Die neue Saison dauert länger als in der Vergangenheit. Gespielt wird bis Ende Juni. Das ist zum einen dem späteren Start geschuldet und zum anderen der Tatsache, dass die 2. Liga auf zehn Klubs aufgestockt worden ist.

Es geht zunächst darum, sich wieder an den Ball und die Halle zu gewöhnen, aber auch, Verletzungen vorzubeugen. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf Dinge, die allein nicht so gut geübt werden können.

Rolf Hermann (Verantwortlicher für den Sportlichen Bereich)

Nach der Entscheidung des Ligaverbandes ist beim TuS N-Lübbecke sofort gerechnet worden, um den exakten Fahrplan bis zum Saisonstart festzuzurren. Weil der Zeitraum bis zum ersten Spiel länger als in den Vorjahren ist, läuft die Vorbereitung nach einem ungewohnten Schema ab. Am 13. Juli geht es mit einer zweiwöchigen „Vor-Vorbereitung“ los, wie es Rolf Hermann nennt, der beim TuS für den Sportlichen Bereich verantwortlich ist: „Es geht zunächst darum, sich wieder an den Ball und die Halle zu gewöhnen, aber auch, Verletzungen vorzubeugen. Dabei legen wir den Schwerpunkt auf Dinge, die allein nicht so gut geübt werden können.“

Es gibt von Seiten des Kreises Vorgaben und Regelungen, an die wir uns zu halten haben. Und wir werden entsprechende Hygienekonzepte vorlegen, um den Trainingsbetrieb unter den Corona-Maßnahmen gewährleisten zu können.

Torsten Appel (Geschäftsführer TuS N-Lübbecke)

„Wir werden am 13. Juli in der Kreissporthalle trainieren dürfen“, betonte TuS-Geschäftsführer Appel, der sich mit den Vertretern des Kreises in enger Abstimmung weiß. Appel: „Es gibt von Seiten des Kreises Vorgaben und Regelungen, an die wir uns zu halten haben. Und wir werden entsprechende Hygienekonzepte vorlegen, um den Trainingsbetrieb unter den Corona-Maßnahmen gewährleisten zu können.“ Nach einer kurzen Pause beginnt die eigentliche Vorbereitung dann am 10. August – acht Wochen vor dem ersten Meisterschaftsspiel. Für Rolf Hermann geht es jetzt darum, entsprechende Testspiele zu arrangieren, die allerdings – nach dem jetzigen Stand der Bestimmungen – wohl ohne Zuschauer ausgetragen werden müssen.

Der Starttermin ist unabhängig davon, ob wir mit oder ohne Zuschauer spielen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht, ob wir Zuschauer, und wenn ja, wie viele, einlassen dürfen. Aber im schlechtesten Fall müssen wir auch ohne Zuschauer spielen.

Torsten Appel (Geschäftsführer TuS N-Lübbecke)

Ob beim Saisonauftakt wieder Publikum zugelassen sein wird, bleibt vorerst offen. „Der Starttermin ist unabhängig davon, ob wir mit oder ohne Zuschauer spielen werden. Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir nicht, ob wir Zuschauer, und wenn ja, wie viele, einlassen dürfen. Aber im schlechtesten Fall müssen wir auch ohne Zuschauer spielen“, sagte Appel. Er hatte immer betont, dass Geisterspiele für ihn die schlechteste aller Möglichkeiten seien. Anders als in den vergangenen Jahren wird es dieses Mal eine Woche vor dem geplanten Saisonstart keine DHB-Pokalspiele geben, da es diesen Pokalwettbewerb in der gewohnten Form in der kommenden Saison nicht geben wird.

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