2. Bundesliga wird aufgestockt: Vier Aufsteiger aus der 3. Liga – Coburg und Essen steigen auf
Saisonabbruch – TuS N-Lübbecke ist Sechster

Lübbecke (WB). Die Hängepartie ist vorüber. Die Handball-Bundesligen haben ihre Saison wegen der Corona-Pause abgebrochen. Die Spielzeit 19/20 wird mittels der Quotientenregelung gewertet. Absteiger gibt es nicht, Aufsteiger schon. Coburg und Essen, die beiden führenden Teams, steigen in die 1. Liga auf. Der TuS N-Lübbecke wird in der errechneten Abschlusstabelle auf Platz sechs geführt. Das wäre auch so gewesen, wenn die Saison nach Punkten gewertet worden wäre.

Dienstag, 21.04.2020, 13:54 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 15:24 Uhr
Der Ball ruht endgültig in den Handball-Bundesligen. Die HBL hat die Saison 19/20 abgebrochen. Foto: dpa

„Es ist sehr schade, dass die Saison jetzt abgebrochen wird, aber selbstverständlich richtig“, äußerte sich Trainer Emir Kurtagic: „Vor der Unterbrechung hatten wir einen richtig guten Lauf . Wir haben es geschafft, unsere Leistung auf die Platte zu bringen und unser Publikum wieder zu begeistern. Jetzt gilt es, dass wir mit einem veränderten Team nach der Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebs an diese spielstarke Leistung anknüpfen, um in der nächsten Saison vorne mit dabei zu sein“, sagte Emir Kurtagic weiter.

Sein Team bekommt es in der kommenden Saison mit mindestens einem Gegner mehr zu tun. „Nach Abstimmung mit dem Deutschen Handballbund steigen statt wie im Grundlagenvertrag vorgesehen drei Teams, in der kommenden Saison vier Klubs aus den vier 3. Ligen in die 2. HBL auf“, heißt es in der HBL-Erklärung: „Zum jetzigen Zeitpunkt würde sich durch obige Saisonbewertung eine Aufstockung der HBL von 18 auf 20 Klubs sowie in der 2. Handball-Bundesliga von 18 auf 19 Klubs ergeben (HSG Krefeld hatte keine Lizenz erhalten und steht als Absteiger aus der 2. HBL fest).“

Diese Umstände sind für alle Sponsoren, Fans und Anhänger eine extreme Herausforderung.

Arnim Gauselmann, Beiratsvorsitzender

Der TuS N-Lübbecke hatte sich weiter die Sollstärke von 18 Teams gewünscht, stimmte aber dem Vorschlag des Präsidiums des Ligaverbands zu. Dazu sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel: „Aktuell sehe ich keine Chance auf einen fairen Wettbewerb in der 2. Handball-Bundesliga. Auch ist unsere Merkur Arena gesperrt und wir haben derzeit nicht die Möglichkeit, uns vernünftig auf potenzielle Spiele vorzubereiten“, so Appel: „Geisterspiele, wie sie derzeit im Fußball favorisiert und vorangetrieben werden, stellen für uns keine Option dar. Viel zu wichtig sind beim Handball die generierten Einnahmen durch die Zuschauer vor Ort in der Halle“, erklärte Torsten Appel die Entscheidung aus Sicht des Klubs. „Oberste Priorität hat aber in der aktuellen Situation die Gesundheit aller. Ich hoffe sehr, dass wir in der neuen Saison wieder vor unserem tollen Publikum spielen und wieder gemeinsame Handballfeste in Lübbecke feiern können“, ergänzte Appel, der nun seinen Blick noch fokussierter auf die kommende Spielzeit richten kann.

„Für die 44-jährige Zugehörigkeit des TuS zur Handball-Bundesliga ist dies eine noch nie dagewesene Situation. Diese Umstände sind für alle Sponsoren, Fans und Anhänger eine extreme Herausforderung, die nicht nur den Handball, sondern das komplette Zusammenleben und –wirken aller betrifft. Ich sehe aber auch, dass wir als starke Handballregion mit allen Beteiligten sehr gut zusammenhalten, uns gegenseitig unterstützen und Hilfe leisten. Das bestärkt mich in der Hoffnung, dass wir diese momentane Krise alle gemeinsam gut meistern und gestärkt daraus hervorgehen werden“, sagte Armin Gauselmann, Vorsitzender des Beirats des TuS N-Lübbecke.

 

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