TuS N-Lübbecke bezwingt den VfL Gummersbach verdient mit 29:27 (14:14).
Tatai und Orlowski sichern den Sieg

Lübbecke (WB). Wieder auf Kurs: Mit einer über weite Strecken starken Teamleistung und einem überragenden Peter Tatai im Tor hat der TuS N-Lübbecke das Duell der Altmeister für sich entschieden. Mit 29:27 (14:14) setzte sich der Zweitligist am Freitagabend in einem spannenden Duell gegen den VfL Gummersbach durch und bot den Heimfans vor allem in der Schlussphase eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Freitag, 06.03.2020, 21:37 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 21:50 Uhr
Starke Vorstellung: Marian Orlowski übernahm im Rückraum in wichtigen Momenten Verantwortung und steuerte acht Treffer zum TuS-Sieg bei. Foto: Oliver Krato

Bei einer 25:19-Führung sprach neun Minuten vor Schluss bereits alles für die Hausherren, die dem Tabellenvierten nach der Pause mit einer starken Abwehr mehr und mehr den Schneid abgekauft hatten. Doch im trügerischen Gefühl des sicheren Sieges ließen die Lübbecker auf allen Positionen nach – und den Gegner beim 25:24 wieder zurück ins Spiel (55.).

Gerade rechtzeitig fanden die Lübbecker aber wieder in die Spur. Nach dem einzigen Treffer des Abends von Dominik Ebner zum 26:24 und einer weiteren Parade von Tatai war der Weg wieder frei. Marian Orlowski stellte den Sieg in den letzten Minuten mit drei Treffern sicher. Die Lübbecker konnten damit die Niederlage in Ferndorf ein Stück weit vergessen machen und zum Tabellenvierten Gummersbach nach Punkten aufschließen.

Wir haben positiv auf das Negative reagiert.

TuS-Trainer Emir Kurtagic

“Wir haben positiv auf das Negative reagiert. Es war ein sehr gutes Zweitliga-Spiel. Wir hatten am Ende mehr Fortune, gewinnen aber auch verdient”, meinte Trainer Emir Kurtagic und zog positive Bilanz: “Nach dem schwachen Spiel in Ferndorf können wir heute den Sieg genießen.”

1734 Zuschauer hatten sich auch von der Angst vor dem um sich greifenden Corona-Virus nicht vom Besuch der Merkur Arena abhalten lassen. Keine Frage: Dieses Duell zwischen den beiden Traditionsklubs versprach eine interessante Auseinandersetzung, die sich die Fans nicht entgehen lassen wollten.

Schade ersetzt Bagaric im Mittelblock

Die Hausherren starteten das Projekt Wiedergutmachung für die Ferndorf-Pleite mit Moritz Schade im Innenblock, der den verletzten Marko Bagaric vertrat. Im Rückraum vertraute Trainer Emir Kurtagic neben Spielgestalter Marian Orlowski und Dominik Ebner zunächst überraschend auf Roman Becvar auf der halb-linken Position. Valentin Spohn nahm nur auf der Bank Platz.

Die Partie gleich Fahrt auf. Für Abtasten blieb keine Zeit. Der TuS fand besser in die Partie und warf bis zur 9. Minute eine 5:3-Führung heraus. Allerdings lief in der Folgezeit nicht alles nach Plan: Im Angriff unterlief den Hausherren der ein oder andere Fehlwurf, die Abwehr griff einige Male nicht so konsequent ein, wie Peter Tatai sich das gewünscht hätte. Nachdem er sich den Anschlusstreffer zum 6:5 gefangen hatte, schimpfte der Torhüter wie ein Rohrspatz mit seinen Teamkollegen.

Lübbecker Drei-Tore-Führung ist vor der Pause Geschichte

Im Angriff lief es dafür weiter wie gewünscht: Lübbecke konterte durch den dritten Treffer von Peter Strosack zum 8:5 (12.). Ein Indiz dafür, dass die Hausherren ihre Angriffe – anders noch als bei der Pleite in Ferndorf – diesmal wieder mehr in die Breite zogen. Gummersbach zeigte sich vom Drei-Tore-Rückstand nicht beeindruckt und kam, angetrieben vom lautstarken Gäste-Anhang, wieder zurück. Lukas Blohme glich zum 11:11 aus (23.). Beim 12:13 kassierte der TuS dann sogar den ersten Rückstand der Partie, konnte in Person des eingewechselten Jo-Gerrit Genz (in Unterzahl) und Jan-Eric Speckmann aber wieder auf 14:13 vorbeiziehen. Yonatan Dayan stellte den 14:14-Halbzeitstand für den VfL her.

TuS-Abwehr greift nach dem Wechsel besser zu – 21:17

Nach dem Wechsel gelang den Gästen der erste Treffer, danach steigerte sich der TuS aber. Gestützt auf eine besser zupackende, jetzt offensiver agierende Deckung mit einem starken Tatai dahinter, der gegen Marvin Sommer den zweiten Siebenmeter des Abends parierte, zogen die Hausherren auf 20:17 davon (41.), ehe nach einer Auszeit der Gummersbacher sogar das 21:17 folgte.

Besonders in der Abwehr mit dem vorgezogenen Moritz Schade entwickelten die Lübbecker nun die nötige Leidenschaft, Gummersbach verfing sich des Öfteren im neu gestrickten Abwehrnetz. Eine Viertelstunde vor Schluss sprach somit Einiges für den vierten Sieg im fünften Spiel des Jahres. Beim 22:17 gelang Jens Bechtloff die erste Fünf-Tore-Führung der Partie (47.), die beim 25:19 (51.) auf sechs Treffer anwuchs. In der Folge leistete sich der TuS dann aber einen mehrminütigen Wackler – der dank Tatai und Orlowski nicht bestraft wurde.

TuS N-Lübbecke: Tatai, Jepsen (53. bis 55.) – Brune, Becvar (2), Genz (2), Bechtloff (4), Ebner (2), Gierak (2), Strosack (4), Mundus, Spohn (1), Schade, Orlowski (8), Schade, Speckmann (4/3).

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