Handball: Trotz der jüngsten Niederlage in Ferndorf bleibt Kapitän Marian Orlowski positiv
Verfolgerduell mit viel Tradition

Lübbecke (WB). Früher triumphierten sie in legendären Europapokalschlachten, aktuell kämpfen sie in der 2. Handball-Bundesliga um den Anschluss an die Spitze: Der TuS N-Lübbecke und der VfL Gummersbach haben schon bessere Zeiten erlebt. Wenn sich die beiden Traditionsvereine an diesem Freitag (Beginn: 19.30 Uhr) in der Merkur Arena mal wieder gegenüberstehen, dann ist es zwar nicht wie früher. Dennoch geht es um viel: Weder der TuS noch der VfL wollen im engen Aufstiegsrennen der 2. Liga den Kontakt zu den führenden Teams abreißen lassen.

Donnerstag, 05.03.2020, 10:00 Uhr
TuS-Kapitän Marian Orlowski möchte gegen den VfL Gummersbach an die Leistung aus dem Dormagen-Spiel anknüpfen. Foto: Oliver Krato

Drei Punkte und zwei Plätze trennen momentan den Sechsten aus Lübbecke vom Vierten aus Gummersbach, und noch trennt beide Teams nicht allzu viel von den Aufstiegsplätzen. Daran hat auch die ärgerliche TuS-Niederlage am vergangenen Wochenende in Ferndorf nach zuvor vier Siegen nichts Wesentliches geändert. Ein Fernglas benötigt der TuS für den Blick auf die Topteams der Liga jedenfalls noch nicht. Um ihnen in den kommenden Wochen aber auch wieder näherzukommen, ist es erforderlich, so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Nichts anderes haben die Lübbecker gegen die seit Jahresbeginn ungeschlagenen Gummersbacher (8:2-Punkte seit der EM-Pause) vor. „Wir wollen am Freitag mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel herausgehen“, sagte am Mittwoch TuS-Trainer Emir Kurtagic, der frühere Gummersbacher, der seine Profitrainerlaufbahn 2011 beim VfL begonnen hat.

Wir wissen, dass wir gut sind.

TuS-Kapitän Marian Orlowski

Die heimischen Handballfans freuen sich auf das Treffen der Traditionsvereine. „Man merkt, dass der Name Gummersbach noch immer zieht“, berichtete TuS-Pressesprecherin Nina Wehmeyer von einem erhöhten Publikumsinteresse. „Unsere Mannschaft zieht aber auch“, betonte Kurtagic im gleichen Atemzug. Mit seinen Worten erinnerte der Trainer an die spektakulären Heimspielauftritte des TuS N-Lübbecke in diesem Jahr und daran, dass seine Spieler damit viel Werbung in eigener Sache betrieben haben. Emsdetten, Coburg, Dormagen: Drei Mal trat der TuS seit dem Jahreswechsel vor heimischer Kulisse an: Drei Mal war es ein Genuss, dabei gewesen zu sein, drei Mal mündete eine gute Leistung der Lübbecker in einen verdienten Sieg. Festzustellen bleibt: Der TuS hat 2020 vor heimischen Publikum noch keinen Punkt abgegeben.

Wenn es nach TuS-Profi Marian Orlowski geht, soll dies auch so bleiben: „Ich habe das Gefühl, dass wir alle ziemlich heiß sind, ein anderes Gesicht zu zeigen. Es ist einfach schlecht gelaufen für uns in Ferndorf.“ Die Niederlage sei aber kein Grund, jetzt „an irgendetwas zu zweifeln oder alles zu hinterfragen“, betonte der Lübbecker Kapitän: „Wir wissen, dass wir gut sind. Wir trainieren gut, die Mannschaft ist intakt, und wir freuen uns auf die Chance, es besser zu machen. Wir haben richtig Bock, an diesem Freitag gegen Gummersbach zu spielen.“

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