TuS N-Lübbecke fügt Eisenach mit 26:24 (14:13) die erste Heimniederlage zu Der nächste Favoritensturz

Eisenach (WB). Dem TuS N-Lübbecke ist der nächste Favoritensturz gelungen. Nach dem Coup bei Tabellenführer TuSEM Essen gelang es dem TuS, mit dem 26:24 (14:13)-Erfolg als erste Mannschaft in dieser Saison, die Punkte aus der gefürchteten Werner-Aßmann-Halle mitzunehmen.

Von Lars Krückemeyer
Frei vor Torwart Denis Karic: Peter Strosack erzielt in der Schlussphase wichtige Tore für den TuS N-Lübbecke in Eisenach.
Frei vor Torwart Denis Karic: Peter Strosack erzielt in der Schlussphase wichtige Tore für den TuS N-Lübbecke in Eisenach. Foto: Frank Arnold

„Es war ein Sieg, der auf mehrere Schultern verteilt war. Nur auf diese Weise kannst Du solch eine Partie auch für Dich entscheiden“, fasste Trainer Emir Kurtagic zusammen. Neun verschiedene Torschützen verdeutlichen die gute Mannschaftsleistung, zu der auch ein starker Peter Tartai im Tor gehörte. Patryk Walczak entschied die umkämpfte Partie (jeweils fünf Zeitstrafen) mit seinem einzigen Treffer 45 Sekunden vor Schluss zum 26:24.

Vor 1.837 Zuschauern startete der Gast verheißungsvoll. Hinten stand die 6:0-Deckung gut und vorne war jeder Wurf ein Treffer – das 5:1 durch Roman Becvar zwang Eisenach nach sieben Minuten schon zur ersten Auszeit. Fünf Minuten später musste dann Kurtagic das Spiel stoppen, denn nach einer Zeitstrafe für Walczak und Paraden des eingewechselten Denis Karic war Eisenach beim 5:6 wieder dran (12.). Mehr noch: Durch Gegenstöße und Tore von Außen zogen die Thüringer in der 19. Minute trotz Unterzahl sogar auf 10:8 davon.

Peter Strosack wirft zum Ende der Partie wichtige Tore

Beide Mannschaften ließen in der Folge viele Chancen liegen, so dass dem TuS das Spiel in dieser wichtigen Phase nicht entglitt. Drei Tore in Folge bedeuteten das 11:10 für die Lübbecker, die den knappen Vorsprung in die Pause retteten.

Mit Beginn der zweiten Hälfte sahen sich die Gäste einer von 6:0 auf 5:1 umgestellten Abwehr gegenüber. Mehr als den 14:14-Ausgleich erlaubten sie dem ThSV aber nicht mehr. Es war bereits der letzte Gleichstand der Partie. Der für Jens Bechtloff eingewechselte Jan-Eric Speckmann traf in der 38. Minute zum 18:14 und in der 40. auf 19:15 – eine komfortable Führung für das letzte Drittel des Spiels.

So richtig abschütteln ließ sich Aufsteiger Eisenach allerdings nicht. Beim 20:21 und 21:22 durch einen gekonnten Kempatrick des neunfachen Torschützen Adrian Wöhler war alles wieder offen. Peter Strosack (zweimal von Rechtsaußen) und Dominik Ebner per Stemmwurf trafen zum 25:22 für den TuS.

„Wir haben nicht unser Maximum abgerufen“

Kritisch wurde es zweieinhalb Minuten vor Schluss, nachdem Walczak und Speckmann Zeitstrafenn kassiert hatten und Eisenach per Siebenmeter auf 23:25 verkürzte. Der folgende Angriff endete im Zeitspiel, brachte aber wertvolle Zeit. Eisenach traf im Konter zum 24:25, 52 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Kurtagic seine letzte Auszeit. Ganze sieben Sekunden später machte Patryk Walczak trotz der Unterzahl alles klar.

„Am Schluss wird es nochmal eng. Da haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Wir lösen das dann aber erneut sehr souverän, einfach Klasse“, freute sich Emir Kurtagic . „Wir haben nicht unser Maximum abgerufen. Unser linker Rückraum strahlte kaum Torgefahr aus“, analysierte Sead Hasanefendic, dessen Co-Trainer Kurtagic einst war.

Der TuS N-Lübbecke empfängt am Samstag um 20 Uhr den punktgleichen Tabellensechsten Handball-Sport-Verein Hamburg zum letzten Heimspiel des Jahres. Der SV bezwang Sonntag Emsdetten erwartungsgemäß mit 37:17.

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