Birgit Barre richtet mit dem Fahrclub »Zwölf Eichen« ein Nachwuchsturnier aus, bei dem sie auf »Ernstfall« den Sprung zum Bundeschampionat schafft.
»Junge Sterne« sind ganz unter sich

Stemwede-Drohne (WB/sr).  Birgit Barre vom Fahrclub »Zwölf Eichen« ist mit ihrem Vierbeiner »Ernstfall« für das Bundeschampionat der Fahrpferde in der Kategorie »Schweres Warmblut« vom 15. bis 18. August in Moritzburg/Sachsen qualifiziert. Gelöst hat die Fahrsportlerin das Ticket für die bedeutende Veranstaltung im sächsischen Landgestüt jetzt vor heimischer Kulisse in Stemwede. Mit dem »Tag der jungen Sterne« bot die Vereinschefin ein Turnier nur mit Eignungsprüfungen für Fahrpferde und Fahrponys zwischen vier und sieben Jahren an.

Mittwoch, 10.07.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 15.07.2019, 15:10 Uhr
Birgit Barre qualifizierte sich auf dem Heimturnier mit ihrem Rappen »Ernstfall« für das Bundeschampionat. Als Beifahrer unterstützte sie Ralf Hellmich. Foto: Rohlfing

»Ein Pferd mit sympathischer Ausstrahlung«, urteilten die Richter über Birgit Barres »Ernstfall« und vergaben als Einzelnote für Gesamteindruck und Harmonie eine 8,0 auf der Skala bis 10,0. Das Pferd stehe noch ganz am Anfang seiner Ausbildung, merkten sie zu dem vierjährigen Wallach an. Er habe sich aber bereits absolut sicher im Halten und in den Übergängen durchlässig gezeigt. Im Schritt und Trab könne der Ostfriese/Alt-Oldenburger noch energischer abfußen, wünschten sich die Unparteiischen.

Erste Prüfung für »Ernstfall«

»Es war die erste Prüfung für das Pferd. Das wird ein Guter«, ist sich Birgit Barre bei dem großrahmigen Rappen mit etwa 1,74 Metern Rückenmaß sicher. Den ersten Auftritt beendeten die Beiden auf Rang vier. In der zweiten Prüfung steigerten sie sich im Dressurteil und im Kegelfahren und landeten mit der Endnote 7,36 gemeinsam mit Heinz Künstler von der RG Hübeck-Grefrath und seiner vierjährigen Stute »Ebby« auf Rang zwei. Den 77-jährigen Rheinländer und die braune Stute hatten die Richter in der ersten Eignungsprüfung auf A-Niveau auf Platz eins gesehen (Endnote 7,71).

Die zweite A-Prüfung gewann Rainer Rethmeier vom RFV von Lützow Herford mit Divina (7,79). In der M-Prüfung siegte Stefanie Knitt vom RV St. Martin Greven-Bockholt mit Nessaja’s Golden Rush (7,5).

20 Gepsanne in drei Prüfungen

Bewertet wurden Schritt, Trab, Tritte verlängern, das Hindernisfahren sowie der Stand der Ausbildung mit den Kriterien Losgelassenheit, Dehnungsbereitschaft, Durchlässigkeit und Gehorsam. Außerdem wurde eine Note für den Gesamteindruck vergeben. Eine Endnote von 7,0 und höher ist notwendig, um ein Ticket für das Bundeschampionat auf dem Gelände des Sächsischen Landgestüts zu lösen.

In Stemwede gingen rund 20 Gespanne in den drei Eignungsprüfungen an den Start. »Das Format ist eine sehr schöne Plattform, um jungen Pferden den Turniersport näher zu bringen«, erklärt Birgit Barre, die sich sehr gerne der Ausbildung junger Pferde widmet.

»Es gibt nur zwei Turniere dieses Formats in Deutschland – in Moritzburg und hier.« Die jungen Pferde seien auf diesen Turnieren ganz unter sich. »Den Platz haben wir nur minimal geschmückt, um die Vierbeiner nicht abzulenken«, erläutert die Fahrsportlerin und unterstreicht, dass sie darauf Wert lege, den Vierbeinern einen ruhigen und entspannten Start in den Sport zu ermöglichen.

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